Yasin S. erhält Antwort von der Bundeskanzlerin
Grevener Schüler bekommt Post von Angela Merkel

Greven -

Yasin langweilt sich in der Notbetreuung. So ganz ohne seine Freunde. Der Elfjährige aus Greven hat Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Brief geschrieben - und tatsächlich eine Antwort bekommen.

Donnerstag, 01.04.2021, 08:00 Uhr
Man muss nur schreiben – und schon kommt die Antwort von der Bundeskanzlerin: AFR-Schüler Yasin mit dem Brief aus Berlin.
Man muss nur schreiben – und schon kommt die Antwort von der Bundeskanzlerin: AFR-Schüler Yasin mit dem Brief aus Berlin. Foto: AFR

Ein Dienstag im Februar, Woche acht im Distanzlernen. Yasin S. ist in der Notbetreuung und lässt seinen Frust raus. „Ich vermisse meine Mitschüler! Warum ist die Schule nicht für alle auf?“, fragt er seine Schulbegleiterin.

Nachdem ihm erklärt wurde, dass nicht „wir“ die Regeln machen, sondern die Politiker diese Maßnahmen aufgrund von Corona beschlossen haben, fasst er einen Entschluss: „Ich will das nicht. Wir tragen Masken. Es sollen alle wieder kommen dürfen. So macht Schule keinen Spaß! Politiker? Das ist Angela Merkel . Ich schreibe ihr, und frage, wann die Schule wieder für alle aufmacht.“

Yasin wird inklusiv betreut

Gesagt getan, holt er eifrig seinen Schreibblock heraus und erkundigt sich zwischendurch, wie man einzelne Worte schreibt. Er wiederholt im Kopf, was er im Deutschunterricht über das Thema „Briefe schreiben“ gelernt hat und verfasst einen Brief an die Bundeskanzlerin.

Die Anne-Frank-Realschule ist Ort des Gemeinsamen Lernens. Yasin wird inklusiv beschult. Gemeinsam mit seiner Schulbegleitung nimmt er am Klassenunterricht der Klasse 5 teil. Die Unterrichtsmaterialien werden für ihn an die Lerninhalte der jeweiligen Fächer angepasst und bearbeitet, sodass sie seinem Kenntnisstand sowie seinem Leistungsvermögen gerecht werden.

„Liebe Frau Merkel, wie geht es dir? Wann öffnet wieder die Schule? Ich vermisse meine Mitschüler. Yasin S., 11 Jahre“, steht nun in seinem Brief.

Wie kommt der Brief aber nun zu Angela Merkel? Mit Hilfestellung beschriftet er einen Umschlag und klebt eine Briefmarke darauf. Zusammen mit seiner Lehrerin, der Sonderpädagogin Barbara Hilverling, geht er zum Briefkasten. Yasin kann sich nicht wirklich vorstellen, wie der Brief nun bei Angela Merkel ankommt, vertraut aber auf die Worte seiner Lehrerin und wirft ihn ein. Eigentlich könnte die Geschichte hier zu Ende sein…

Im Namen Merkels

Doch Ende März kommt ein Antwortbrief in der Schule an, adressiert an Schüler Yasin S. Der Absender ist das Bundeskanzleramt, schreibt die Schule in einer Pressemitteilung.

Yasin ist überwältigt. „Ein Brief von Angela Merkel? An Mich? Dann geht das wirklich mit der Post!“

Im Umschlag sind ein langer Antwortbrief und eine Autogrammkarte von Angela Merkel. Zwar nicht persönlich von ihr geschrieben, aber in ihrem Namen.

Nicht nur Yasin zeigt sich beeindruckt, auch die LehrerInnen der Anne-Frank-Realschule freuen sich, dass durch den Brief an die Kanzlerin praxisnah, fächerübergreifend und verknüpft mit persönlichen Bedürfnissen, einem Schüler vermittelt werden konnte, wie das so geht, mit der Post.

Welche Corona-Regeln in NRW seit Montag (29.3.) gelten

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  • Nordrhein-Westfalen zieht infolge der dritten Corona-Welle wieder die Zügel an. Aber die vereinbarte Notbremse wird sogleich wieder gelockert: Im verschärften Lockdown gibt es diesmal Ausnahmen - und zwar für Menschen mit negativem Schnelltest. Die neue Corona-Schutzverordnung gilt von Montag (29.3.) bis 18. April - die aktuellen Regelungen im Überblick.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Öffnungen bei Test-Option:

    Mit einem negativen Test könnten die Menschen in den betroffenen Kreisen und Städten – mit einer Inzidenz über 100 – wieder mit Termin in den Baumarkt, in Geschäfte oder mit den Kindern in den Zoo gehen. Erlaubt sind auch Zutritt von Bibliotheken, Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten so wie auch körpernahe Dienstleistungen wie Gesichtskosmetik. Auflagen wie Desinfektion, Abstand und Maskenpflicht bleiben aber weiter bestehen.

    Foto: Diverse
  • Friseure:

    Friseure und medizinische Fußpflege fallen nicht unter die Corona-Notbremse. Sie bleiben weiter geöffnet. Ein negativer Test ist Laumann zufolge in Kommunen mit einer Inzidenz über 100 nicht nötig.

    Foto: Oliver Berg
  • Gastronomie:

    Die Gastronomie bleibt weiter geschlossen. Die Test-Option erstreckt sich laut Laumann nicht auf die Gastronomie. Das gebe die Corona-Schutzverordnung nicht her. Er verwies auf weitergehende Öffnungskonzepte, die im Rahmen der geplanten Modellregionen möglich seien.

     

    Foto: dpa
  • Kontaktbeschränkungen:

    Über das Osterwochenende werden die Kontaktbeschränkungen auch in Regionen mit hoher Corona-Inzidenz gelockert. Von Gründonnerstag bis Ostermontag (1. bis 5. April) dürfen sich landesweit unabhängig vom örtlichen Infektionsgeschehen fünf Personen aus zwei Haushalten treffen, heißt es in der Corona-Schutzverordnung. Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgerechnet. Außer an Ostern gilt aber in Kommunen mit einer Inzidenz über 100, dass sich Menschen aus einem Hausstand nur mit einer weiteren Person im öffentlichen Raum treffen dürfen.

    Foto: dpa
  • Volksfeste:

    Große Festveranstaltungen wie Volksfeste oder Schützenfeste sind in NRW noch bis mindestens 31. Mai verboten. Die Konkretisierung schafft Planungssicherheit für viele Vereine, die sonst im Frühjahr ihre Schützenfeste abgehalten hätten.

    Foto: dpa
  • Sonnenstudios:

    Ab dem 29. März ist der Betrieb von Sonnenstudios in NRW wieder erlaubt. Wie bei anderen körpernahen Dienstleistungen müssen allerdings die Vorgaben der Notbremse beachtet werden. Laumann begründete die Änderung mit entsprechenden Gerichtsurteilen.

    Foto: dpa
  • Schwimmunterricht:

    NRW lässt Schwimmunterricht für Kinder unter Auflagen wieder zu. Ab Montag dürfen Kurse für Schwimm-Anfänger und Kleinkinder wieder stattfinden - allerdings mit höchstens fünf Kindern pro Gruppe.

    Foto: dpa
  • Modellregionen:

    NRW will gemäß Bund-Länder-Beschluss in etwa einem halben Dutzend Modellregionen weitergehende Öffnungen mit strengem Schutz- und Testkonzept erproben.

    Foto: dpa
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