Grevens letztes Gadem erinnert an die Schlichtbauten für die ärmere Bevölkerung
„Haus Lohmann“ ist eine Rarität

Greven -

Heute gibt es nur noch das „Haus Lohmann“, das 1985/86 von der Martinistraße an den Fritz-Pölking-Platz umgesetzt wurde und in dem „Greven Marketing“ seine Büros hat. Von Hans-Dieter Bez
Dienstag, 06.04.2021, 10:45 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 06.04.2021, 10:45 Uhr
Das alte „Haus Lohmann“ wurde 1985/86 von der Martinistraße an den Fritz-Pölking-Platz umgesetzt. Der Gadem-Stil wird selbst nach zwei Umbauten recht deutlich.
Das alte „Haus Lohmann“ wurde 1985/86 von der Martinistraße an den Fritz-Pölking-Platz umgesetzt. Der Gadem-Stil wird selbst nach zwei Umbauten recht deutlich. Foto: Bez
Das Wort „Gadem“ ist heute nicht mehr gebräuchlich. Aber bis etwa um 1900 war es auch in Greven allgemein bekannt. In Meyers Konservationslexikon von 1897 findet man: „Gaden (Gadem), ein altdeutsches, noch jetzt in Süddeutschland vom Volk gebrauchtes Wort, soviel wie ein kleines einzimmeriges Häuschen (Hütte), dann Kammer, Gemach (besonders zu Wirtschaftszwecken), Verkaufsladen; auch Stockwerk.“ Gademe gab es früher in Greven in großer Zahl. Mehr erfahren wir darüber durch das Grevener Einwohnerverzeichnis von 1798, also aus der Zeit der fürstbischöflichen Verwaltung. Das Einwohnerverzeichnis von 1810 aus der französischen Zeit erwähnt die Gademe gar nicht.
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