Erste Grevener Online-Karrieremesse
Bewerbern stehen viele Türen offen

Greven -

Zwar gab es bei der ersten digitalen Karriere-Messe Greven nichts anzufassen oder auszuprobieren, aber die Infos flossen dennoch reichlich. 15 Unternehmen hatten sich angemeldet (u.a. Aldi, Sahle, Fiege), beim ersten von drei Terminen am Donnerstag waren 14 davon am Start.

Samstag, 01.05.2021, 07:27 Uhr aktualisiert: 01.05.2021, 07:30 Uhr
Modehaus, Versicherung, Bank, Bioladen und viele mehr stellten sich vor, all das moderiert von Christian Muellmann, bei dem die Fäden zusammenlaufen.
Modehaus, Versicherung, Bank, Bioladen und viele mehr stellten sich vor, all das moderiert von Christian Muellmann, bei dem die Fäden zusammenlaufen.

Vom Personal-Trainer bis zur Pflegefachkraft, vom Bioladen-Lehrling bis zum Banker – die Bandbreite der Jobchancen bei der ersten digitalen Karrieremesse in Greven war groß. Sogar noch größer als beim analogen Vorgänger-Format, bei der Klassen durchs Ballenlager geschleust wurden.

Zwar gab es bei der digitalen Variante nichts anzufassen oder auszuprobieren, aber die Infos flossen dennoch reichlich. 15 Unternehmen hatten sich angemeldet (u.a. Aldi , Sahle, Fiege), beim ersten von drei Terminen am Donnerstagnachmittag waren 14 davon am Start. Die dritte und letzte Chance haben Berufseinsteiger sowie Wechselwillige mit Erfahrung am Montag ab 18 Uhr (Anmeldung über wifo-greven.de). Obwohl auch Berufserfahrene mit Wechselabsichten angesprochen waren, lag doch der eindeutige Fokus auf der Ausbildung.

Bei der Resonanz gibt es noch etwas Luft nach oben, etwa ein Dutzend Interessierte hatte sich am Donnerstag eingeloggt. Und auch die aktive Beteiligung der potenziellen Bewerber ist noch ausbaufähig. Nachfragen waren in der Zoom-Konferenz absolute Mangelware. „Heute sind alle noch ein bisschen schüchtern“, resümierte Mit-Organisator Christian Muellmann (Allfinanz), der die Teilnehmer als Moderator durch eineinhalb Stunden Programm führte.

Nacheinander präsentierten sich die Unternehmen in Fünf-Minuten-Blöcken. Diese lieferten ganz nebenbei interessante Infos über Greven und seine vielfältige Wirtschaft.

Beispiel: Schaumcreme ist heute aus Drogerie-Regalen nicht mehr wegzudenken. Und wo wurde sie erfunden? Bei Neubourg Skin-Care in Greven. Oder: Hätten Sie gewusst, dass ein Grevener Unternehmen, nämlich Freeze-Dry-Foods, 700 internationale Kunden mit Kräutern und Co. beliefert und damit auch zu Dressings und anderen Food-Produkten beiträgt, die vermutlich jeder im Schrank hat?

Deutlich wurde einmal mehr, dass sich heutzutage auch Unternehmer um Azubis bewerben (müssen), weil es allerorten an Nachwuchs fehlt. „Wir hätten noch ein freies Büro für Dich“, warb etwa Ina Wiens vom LVM-Büro Gerdemann. Apropos Du: Auch bei der Kreissparkasse duzt man sich inzwischen konsequent, vom Azubi bis zum Vorstand. „Das macht die Kommunikation zwischen den Abteilungen leichter“, sagte Celina Schwerbrock, die mit Mit-Azubi-Kollege Lennart Hoppermann angetreten war, um mit Interessenten „über die Ausbildung zu quatschen“, auch über den „supercoolen“ Dress-Code und den Instagram-Kanal („megageile Sache“).

Interessenten erfuhren auch, dass es nicht nur auf Noten, sondern auch auf sicheres Auftreten ankommt. „Das ist auch sehr wichtig, eigentlich sogar das A und O“, hieß es aus der Rechtsanwaltskanzlei Alpmann Fröhlich.

Frank Simon (TVE Greven) lud alle, die noch nach Orientierung suchen, dazu ein, als FSJler die kommenden Fusion mit DJK Greven mitzugestalten. Die konkrete Arbeit können Freiwillige mitbestimmen. „Das hängt von Euch persönlich ab.“

Die nächste Karrieremesse ist laut Muellmann schon für September geplant.

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