Wilhelm Palmes
Maler mit viel Lokalkolorit

Greven -

Die Grevener kennen Wilhelm Palmes und verbinden mit seinem Namen Gemälde vieler Emslandschaften Grevens und der Umgebung. Weniger bekannt sind seine Porträts, die in etlichen Häusern Grevens hängen.

Samstag, 24.11.2018, 10:48 Uhr
Der Maler Palmes.
Der Maler Palmes. Foto: Hans-Dieter Bez

Wilhelm Palmes wurde am 19. Februar 1903 in Greven geboren. Nach seiner Schulzeit besuchte er zunächst vier Jahre lang die Kunstgewerbeschule in Münster und die Zeichenabteilung der Universität Münster . Danach studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler von Prof. Karl Ederer (1923-1932) und an der Akademie in Königsberg.

1929 erhielt er den Portrait-Preis der Herbstausstellung in Düsseldorf für sein Bildnis „Mutter und Kind“, außerdem den Akademiepreis in Königsberg und 1931 den Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg.

Wichtig für seine künstlerische Entwicklung waren aber auch seine Reisen durch Deutschland, in die Schweiz, nach Frankreich, Spanien, Mallorca und Italien. In vielen Ausstellungen wurden seine Werke gezeigt, so auch in Billerbeck, Dortmund, Essen, Heidelberg, München, Münster, Rostock, Recklinghausen, Soest, Telgte (1987) und natürlich auch in Greven (zuletzt 1973, 1985 und 2003).

Neben den Portraits waren Landschaftsbilder, vor allem seine Emslandschaften („Emsen“), und Bilder heimischer Blumen seine besondere Stärke. Verheiratet war er mit Alwine Schürkmann. Sie wohnten an der Königstraße in Greven. Aus ihrer Ehe gingen drei Söhne und eine Tochter hervor. Am 1. Dezember 1982 ist er in Greven verstorben.

Die Grevener kennen ihn und verbinden mit seinem Namen Gemälde vieler Emslandschaften Grevens und der Umgebung. Weniger bekannt sind seine Porträts, die in etlichen Häusern Grevens hängen.

Allerdings haben die Leser der Westfälischen Nachrichten vor kurzem das Portrait von „Mutti Halstrup“ kennen gelernt. Dieses wunderbare Portrait einer jungen Frau ist insofern auch ein Glücksfall, weil sonst öffentlich keine Abbildung von ihr bekannt ist.

Bekannter sind schon seine herrlich gemalten Blumensträuße. Aber wer kennt schon ein Aquarell von ihm, 1932 gemalt unter italienischer, französischer oder spanischer Sonne? Und wer weiß, dass das Gemälde der Kreuzigung Christi (1925) in der Nähe der Tür zur Sakristei von St. Martinus Greven, dort aufgehängt auf Wunsch von Dechant Gernot Möschel, sein Werk ist? Und welcher Grevener weiß noch, dass er 1930 die Kapelle des Gertrudenstiftes neu ausgemalt hat? Seine außergewöhnliche Begabung war vielfältig: Nicht nur Gemälde, auch Aquarelle, Holzschnitte und Zeichnungen stammen von ihm.

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