Nordlichtübung in Hopsten-Halverde
Großeinsatz im Kreienfeld

Hopsten/Westerkappeln/Lotte -

„Bauernhofbrand im Kreienfeld“ – so lautete am Freitagabend die Einsatzmeldung der 43. Nordlichtübung in Hopsten-Halverde. Mit dabei waren auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Westerkappeln und Lotte.

Sonntag, 29.04.2018, 14:04 Uhr

Rund 150 Einsatzkräfte waren am Freitagabend in Halverde im Einsatz. Auch die Lotter Wehr war ausgerückt.
Rund 150 Einsatzkräfte waren am Freitagabend in Halverde im Einsatz. Auch die Lotter Wehr war ausgerückt. Foto: Heinrich Weßling

Folgendes Szenario fanden die Freiwilligen Feuerwehren aus Hopsten, Recke, Mettingen, Westerkappeln und Lotte vor: Bei einem schweren Gewitter war auf einem Hof an zwei Gebäuden ein Feuer ausgebrochen. Diese drohten auf die angrenzenden Stallungen überzugreifen. Menschen, Tiere und Gebäude mussten geschützt und gerettet werden. Zudem wurde eine unklare Zahl von Personen vermisst. Als Wasserentnahmestelle diente der in unmittelbarere Nähe liegende Teich.

Als um 19.02 Uhr die Sirenen in Halverde ertönten, wussten die Kameraden schon Bescheid. Es ging zum Hof Konnemann ins Halverder Kreienfeld. Das ist ein großer landwirtschaftlicher Betrieb, der vor rund 30 Jahren tatsächlich schon einmal einem Feuer zum Opfer gefallen war. Damals war fast das gesamte Hauptgebäude abgebrannt. Auch viele Tiere verendeten, wie ein ehemaliger Halverder Feuerwehrkamerad, der damals selbst dabei war, am Rande der Übung berichtete.

Zum Glück brannte es am Freitag nicht wirklich. In der Futtermischhalle suchten die Kameraden einige Personen, in der Maschinenhalle waren – so das ausgedachte Szenario – mehrere Menschen von den Flammen eingeschlossen.

Für die Feuerwehr Hopsten allein, wäre dieser Brand eine Nummer zu groß. Deshalb wurde das imaginäre Feuer von den Löschzügen aller fünf Nordlichtgemeinden bekämpft. Die Wasserversorgung, Brandbekämpfung, Personenrettung und eine Riegelstellung, um das Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäude zu verhindern, wurde errichtet. Schnell, kompetent und zielstrebig gingen die insgesamt 150 Feuerwehrleute zur Sache. Einsatzleiter war der Hopstener stellvertretende Gemeindebrandinspektor Norbert Kleene, Feuerwehrchef Ralf Drees betrachtete die Großübung von außen.

Thorsten Schmidt, stellvertretender Wehrführer in Westerkappeln, lässt sich von Einsatzleiter Norbert Kleene einweisen.

Thorsten Schmidt, stellvertretender Wehrführer in Westerkappeln, lässt sich von Einsatzleiter Norbert Kleene einweisen. Foto: Heinrich Weßling

Dass Feuerwehrkameraden selbst auch nur Menschen sind, zeigte ein Szene, in der einem Kameraden übel wurde und er von den anderen aus der Maschinenhalle gerettet werden musste. Fachmännisch wurde er dem DRK-Team übergeben, das in sicherer Distanz weitere imaginäre Opfer betreuten.

Kreisbrandmeister Raphael-Ralf Meier war auch vor Ort. „Ich finde gut, dass so viele Kameraden an dieser Übung teilnehmen“, erklärte er. Jede Wehr hatte dabei spezielle Aufgaben abzuarbeiten. „Es ist wichtig, nicht nur den Standardeinsatz zu trainieren, sondern einmal im Jahr auch koordiniert mit anderen Feuerwehren Hand in Hand zu arbeiten“, sagte Meier.

Lagebesprechung

Lagebesprechung Foto: Heinrich Weßling

Davon überzeugten sich am Freitag auch einige Zuschauer. Die Leiter der fünf Feuerwehren diskutierten die Details der Übung noch einmal bei der Nachbesprechung gleich im Anschluss im Feuerwehrgerätehaus am Voltlager Damm.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5694889?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F169%2F
WWU Baskets flambieren auch die Bayern-Talente
Wild entschlossen: Münsters Kai Hänig
Nachrichten-Ticker