Horstmar
Staat hat die Schule übernommen

Horstmar/Laer. In den nächsten Wochen und Monaten wird die Initiative Nava Jeevan sich mit einem neuen Projekt, mit frischen Informationen und neuen Aktionen an die Öffentlichkeit in Horstmar, Leer und Laer wenden...

Freitag, 09.05.2008, 15:35 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.05.2008, 15:35 Uhr

Horstmar / Laer . In den nächsten Wochen und Monaten wird die Initiative Nava Jeevan sich mit einem neuen Projekt, mit frischen Informationen und neuen Aktionen an die Öffentlichkeit in Horstmar, Leer und Laer wenden. Nach Abschluss des Schulprojektes im indischen Bundesstaat Udar Pradesh soll nun in Südindien in einem Steinbruch für ausgebeutete Kinder und Erwachsene ein „Nava Jeevan“ – neues Leben ermöglicht werden. Das schreiben die Initiatoren in einer Pressenotiz.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2005 verfolgt die Initiative Nava Jeevan das Ziel, über ausbeuterische Kinderarbeit zu informieren und ganz konkret in Indien etwas gegen Kinderarbeit und für die Kinder zu tun.

So wurde mit Hilfe des Misereor-Kinderrechtsexperten Benjamin Pütter und in enger Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk Misereor noch in 2005 ein erstes Projekt begonnen. Ziel war es, 50 Kinder aus der Sklaverei an Teppich-Knüpfrahmen zu befreien und für sie eine private Schule zu unterhalten, die sie so lange besuchen könnten, bis sie in eine staatliche Schule übernommen würden.

In Horstmar und Leer, später auch in Laer, wurden besonders die Schulen angesprochen, sich am Projekt zu beteiligen. Dazu reiste Benjamin Pütter an, um Informationen aus erster Hand zu vermitteln. So brachten Kinder durch ihre Aktionen beim Maimarkt, Konzerte, ein selbst produziertes Hörspiel und viele weitere Ideen der „Nava Jeevan Kids“ einen Teil der benötigten Mittel, insgesamt 14 000 Euro, zusammen. Die restlichen Mittel kamen von vielen Einzelspendern und Vereinen sowie aus Veranstaltungen, an denen sich gern auch Chöre, Künstler und viele engagierte andere beteiligten. Highlights waren Benefizkonzert und -märchenabend und ein indisches Essen.

Ende 2005 wurde die „Nava Jeevan“-Schule für 50 Kinder im Ort Kasturipur im Norden Indiens gegründet. Die indische Partnerorganisation fand qualifizierte Lehrer und organisierte zusammen mit den Bewohnern den Bau eines einfachen Sonnenschutzes.

Im Januar konnte der Kinderrechtsexperte Benjamin Pütter nach einem erneuten Besuch vor Ort mitteilen, dass die Schule in eine staatliche Schule überführt wurde. „Das Projekt konnte damit lange vor der geplanten Zeit von drei Jahren abgeschlossen werden“, freuen sich die Mitglieder von „Nava Jeevan“. Und doch. Die ausbeuterische Kinderarbeit bleibt als Realität bestehen und es gibt genügend Bedarf an dieses Thema zu erinnern. „Nava Jeevan“ wird dies anhand eines weiteren Projektes tun.

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