Horstmar
Lepragruppe sucht Nachwuchs

Freitag, 08.08.2008, 16:08 Uhr

-fn- Horstmar-Leer. Nähgarn und Stoffe auf dem Tisch, daneben eine Nähmaschine. So sieht es im Wohnzimmer von Trude Schneider in der Leerer Bauerschaft Ostendorf aus. Die 65-Jährige bastelt und näht für ihr Leben gern, und das nicht nur für sich selbst, sondern für den nächsten Basar der örtlichen Lepragruppe.

Trude Schneider, die seit 2002 am sogenannten Uhlenkotten gegenüber der Gaststätte „Am Zitter“ lebt, ist seit Dezember 2006 Vorsitzende der kleinen Vereinigung. Die Rentnerin hat die Leitung von Mathilde Höing übernommen, die mit 88 Jahren ihr Amt aufgab. Zur Gruppe gehören zwölf Frauen, davon sind sechs bereits über 80 Jahre alt. Maria Farwick, die zu den Gründerinnen zählt, ist mit 96 Jahren das älteste aktive Mitglied.

„Wir würden uns sehr über Mitglieder jüngeren Alters freuen,“ bekennt Trude Schneider. Die Gruppe trifft sich jeden ersten Montag im Monat im Pfarrheim. „Dabei geht es immer sehr lustig zu“, erzählt die Vorsitzende. Die Frauen überlegten gemeinsam, wie sie den nächsten Basar bestücken könnten und profitierten dabei von den vielfältigen handwerkliche Fähigkeiten. Der Erlös der Basare komme der deutschen Lepra- und TBC-Hilfe zugute.

Ideen holen sich die Leererinnen aber auch während der Werkwochen der Leprahilfe. Trude Schneider, Agnes Telgmann und Gertrud Höing besuchten dazu jetzt die Landvolkshochschule in Freckenhorst. Dort lernten die Teilnehmerinnen andere Techniken der Handarbeit, wie beispielsweise Patchwork kennen. „Es hat mir so gut gefallen, dass ich zu einer zweiten Werkwoche nach Kleve fahren werde“, kündigt Trude Schneider an.

Am 22./23. November findet der nächste Lepra-Basar in Pfarrheim Ss. Cosmas und Damian statt. Dieser wird alle alle zwei Jahre angeboten. In der Zwischenzeit beteiligen sich die Frauen am Pfarrfest oder am Weihnachtsmarkt an der Gaststätte „Tante Toni“.

„Wir wollen in diesem Jahr ein Angebot machen, dass auch den jüngeren Frauen gefällt“, kündigt die Rentnerin an. Gedacht sei an Nadelkissen und Topflappen oder Stofftiere. Gut gingen stets Socken, die ihnen förmlich aus den Händen gerissen würden. „Ideen sind genug da, wir müssen sie nur umsetzen“, meint Trude Schneider. Ihre Begeisterung für die gute Sache ist spürbar. Sie hofft, dass diese wie ein Funke andere Menschen überspringt.

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