Horstmar
„Blick von außen ist wichtig“

Sonntag, 21.12.2008, 13:12 Uhr

-rjo- Horstmar / Schöppingen . Die Schöppinger Wirtschaft will auf Auszubildende aus dem eigenen Dorf setzen. Das ist die Einschätzung von Hubertus Drude . „Die wollen unsere Schüler“, sagt der Leiter der Verbundschule . Von derzeit 85 Lehrstellen in Schöppingen bei 42 Firmen seien nur elf mit Schöppingern besetzt, so Drude. Deshalb habe die Schule nun die Zusammenarbeit mit den Betrieben intensiviert.

„Aber auch mit Organisationen der örtlichen Jugendarbeit haben wir Netzwerke aufgebaut“, freut sich Drude über die vermehrte Kooperation. Dass der Pädagoge nichts dem Zufall überlasst, zeigt die Tatsache, dass die Verbundschule an einem Projekt der Technischen Universität Dortmund teilnehmen möchte. Dort werden über fünf Jahre hinweg die Schülerleistungen beobachtet. „Es ist eine Langzeitstudie, die 22 Doktor-Arbeiten umfasst“, sagt Hubertus Drude.

Es sei wichtig, dass die Entwicklungen in der Verbundschule auch von außen beobachtet würden, so der Schulleiter. Kürzlich fand ein Treffen aller Bewerber mit dem zuständigen Leiter, Prof. Dr. Wilfried Bos, in Dortmund statt. Von etwa 80 kandidierenden Schulen dürfen 60 am Projekt teilnehmen. Eine Entscheidung wird im Februar gefällt.

Da Schöppingen die einzige Verbundschule unter den Bewerbern ist, rechnet sich Drude durchaus Chancen aus.

Das ist jedoch nicht die einzige Neuerung. Drude will auch den Lernserver der Uni Münster und den Kreisel Hamburg mit ins Boot holen. Während sich die Münsteraner auf die Diagnose und Förderung bei Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) spezialisiert haben, bilden die Hanseaten Lerntherapeuten aus und fort. Drude betont, dass alle Bemühungen einem Ziel dienten: jeden einzelnen Schüler individuell optimal zu fördern. „Gelingende Bildungs- und Erziehungsprozesse erfordern enge und vertrauensvolle Kooperationen aller Beteiligten.“

Um eine positive pädagogische Entwicklung der Kinder zu erreichen, müssten menschliche Stärken, Fähigkeiten, Tugenden und Reserven gefördert werden. „Damit soll eine Grundlage geschaffen werden für eine erfolgreiche schulische Laufbahn und einen qualifizierten beruflichen Einstieg“, so Drude. Dann besetzen Schöppinger Jugendliche vielleicht bald auch mehr Lehrstellen bei einheimischen Betrieben.

Am 8. Januar (Donnerstag) findet von 19.30 bis 21 Uhr in der Aula der Kardinal-von-Galen-Schule ein Informationsabend sowohl für Eltern von Viert- und Fünftklässlern als auch allen anderen Interessierten statt. Dabei werden Prof. Dr. Friedrich Schönweiss (Uni Münster/Lernserver), Herta Winkelmeyer (Kreisel Hamburg) und Matthias Kappelhoff (AXA Maschinenbau) Kurzvorträge halten. Die erste „Netzwerkparty“, findet am 9. Januar (Freitag) von 15 bis 18 Uhr statt, zu der Eltern und Schüler der Jahrgangsstufen vier und fünf eingeladen sind. Neben Live-Musik und persönlichen Begegnungen wird unter anderem das pädagogische Netzwerk mit Haus Sasse, der evangelischen Jugendhilfe und der Lerntherapie präsentiert

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