Horstmar
Bloß keine Endlos-Sitzungen

Montag, 08.02.2010, 22:02 Uhr

Horstmar - Siegbert Hellkuhl freut sich auf St. Gertrudis . „Vor allem, weil das erste Aufeinandertreffen mit Vertretern des Kirchenvorstandes und des Pfarrgemeinderates ausgesprochen angenehm war.“ Wann der 51-Jährige als Nachfolger von Pfarrdechant Franz Josef Bisping eingeführt wird, entscheidet sich in dieser Woche. Hellkuhl rechnet jedoch nicht damit, wie er gestern im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten sagte, dass der Termin noch vor den Sommerferien stattfinden wird. „Dafür habe ich zu viele Termine im Kalender stehen.“ Und schließlich will er sich von seiner bisherigen Pfarrgemeinde in Dorsten, wo Hellkuhl nach Kaplansjahren in Dülmen und Garrel seit 1998 ist, in aller Ruhe verabschieden.

Auch wenn nach zehn Jahren ein Pfarrerwechsel nichts Ungewöhnliches ist, kam für Siegbert Hellkuhl im November die Bitte von Bischof Felix Genn schon ein wenig überraschend: „Der Personalchef teilte mir mit, dass der Bischof eine neue Aufgabe für mich hat.“

Bei der Weihe 1991 Gehorsam gegenüber der Bistumsleitung versprochen, war die Sache für den neuen Pfarrdechanten schnell klar: Er wird dorthin gehen, wo der Bischof ihn hinschickt. Und nachdem nun auch die Gremien von St. Gertrudis ihre Zustimmung gegeben haben (die WN berichteten), wird Hellkuhl im Dorstener Pfarrhaus die Kisten packen und umziehen. Worüber man dort nicht gerade erfreut ist. Nur ungerne lassen die Dorstener ihren Pfarrer gehen.

Horstmar hingegen ist für Hellkuhl, der aus einer Legdener Handwerkerfamilie stammt, nicht unbekannt. Früher sei er öfter bei Fahrradtouren durch die Stadt gekommen: „Und ich fand´s immer schön.“ Was ihm das Einleben sicher leichter machen wird.

Einen Schwerpunkt in seiner seelsorgerischen Arbeit hat der neue Pfarrer nicht. „Es geht um den Dienst für die Menschen vor Ort.“ Diesen gut zu machen, das sei wichtig. Gar nicht leiden kann Hellkuhl endlose Sitzungen, bei denen am Ende keine konstruktiven Ergebnisse auf dem Papier stehen.

Trotz vieler Aufgaben in der Kirchengemeinde, auch ein Priester hat Freizeit. Und die wenigen unverplanten Stunden nutzt Siegbert Hellkuhl am liebsten für seine Hobbys. Dazu gehören Autos und Motorräder und alles Technische. Außerdem geht der 51-Jährige gerne ins Museum. Ihn reizt besonders die Kulturhauptstadt Essen, weil sie quasi vor der Tür liegt. Viel Freiraum für Besuche im Ruhrgebiet wird dem Pfarrer von St. Gertrudis in nächster Zeit aber wahrscheinlich nicht bleiben.

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