Horstmar
Unterwegs auf der Schlossallee

Sonntag, 29.05.2011, 12:05 Uhr

Horstmar /Burgsteinfurt - „Wir liegen im Zeitplan“, freut sich Bauleiter Klaus Overesch , dass die Verzögerungen, die der harte und lange Winter mit sich gebracht hat, aufgeholt werden konnten. So haben die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt der Schlossallee , der die Städte Steinfurt und Horstmar miteinander verbindet, nach Ostern begonnen.

„Zurzeit sind wir schwerpunktmäßig auf Burgsteinfurter Gelände aktiv, doch es gab auch schon Vorbereitungen in der Alst“, so der Fachmann vom Kreis Steinfurt. Dieser hat die Projektsteuerung und die Kostenträgerschaft für den Bau des Radweges entlang der Eisenbahnstrecke 2273 stellvertretend für die beteiligten Kommunen (Horstmar, Laer, Neuenkirchen, Rheine und Steinfurt) übernommen. Der Kreis Coesfeld hat eine entsprechende Regelung für seine Gemeinden Billerbeck und Rosendahl getroffen.

Auf der stillgelegten Schienenstrecke Coesfeld- Rheine, dort rollte bis 1984 der Personenverkehr und noch bis 1995 Güterverkehr, sollen bald Radler und Inline-Skater fahren können. Das umfangreiche Vorhaben wird in drei Bauabschnitten realisiert. Der erste führt von Rheine (Staelskottenweg) nach Steinfurt (B 499), der zweite von Steinfurt (B 499) nach Horstmar und der dritte von Laer nach Billerbeck-Lutum.

„In der Alst haben wir eine Rampe angelegt, die bisher nur die Baufahrzeuge nutzen“, berichtet der Bauleiter zum aktuellen Stand des zweiten Bauabschnittes, der 12,15 Kilometer lang ist. Auf diesem Stück befinden sich 36 Bauwerke und Durchlässe sowie 57 Verknüpfungspunkte. Die Trasse verläuft parallel zu der neu geplanten Ortsumgehung Horstmar L 580 n und bindet touristische Ziele, wie beispielsweise die Wasserburg Haus Alst, an. Zudem sind Sichtfenster geplant, die einen Blick über benachbarte Teiche und Bauernhöfe ermöglichen. Zum Ausruhen auf der Strecke laden insgesamt zwölf Sitzbänke ein.

Der Radweg wird überwiegend in der Linienführung der ehemaligen Bahntrasse mit einer Breite von 2,50 Metern und zusätzlich einem beidseitigen Sicherheitsstreifen von 25 Zentimetern entwickelt. Rechts und links wird ein 75 Zentimeter breites Bankett aus gebrochenem Bahnschotter angelegt.

Im Bereich exponierte Bauwerke erfolgt die Flächenbefestigung mit Betonsteinpflaster. Die Absturzsicherungen werden auf eine einheitliche Höhe von 1,20 Meter gebracht. Die Farbgebung erfolgt in anthrazit und in DB-gelb. Sämtliche Trassenzugänge sollen durch die Anpflanzung von hochstämmigen Süßkirschen betont werden.

Der Bauleiter geht davon aus, dass der zweite Abschnitt im September fertiggestellt wird.

Insgesamt kostet der Streckenausbau bis Horstmar rund 3,6 Millionen Euro, wobei der Kreis Steinfurt vom Bund einen Zuschuss von 75 Prozent aus Straßenbauförderungsmitteln erhält.

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