Ringen um die Königswürde mit 153. Schuss beendet
Junggesellen stellen neuen Regen der Dörfer Schützen

Horstmar-Leer -

Der Schützenverein Leer-Dorf, der mitgliederstärkste im kleinen Ortsteil, blickt auf ein harmonisch verlaufenes Schützenfest zurück. Alle Veranstaltungen, angefangen von der großen Jugendfete bis hin zu den Königsbällen im Festzelt am Vereinslokal Vissing/Wegmann waren bestens besucht. Bei angenehmen Temperaturen beobachteten zahlreiche Zuschauer an der Vogelstange in den Herswiesen das Ringen um die Königwürde. Sie brauchten in diesem Jahre nicht lange zu warten, denn bereits mit dem 153. Schuss wurde dem Holzvogel der Garaus gemacht. Unter mehreren Anwärtern war Fabian Jöne der glückliche Schütze. Er wurde vom stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Heiner Selker zum König proklamiert. Rechenmeister Martin Zintl zahlte ihm auf einer Pauke das Königsgeld aus. Zur Königin erwählte sich Fabian Jöne seine Freundin Anke Weyring. Die Beiden lösten das amtierende Regentenpaar Markus und Stefanie Ahlers ab.

Montag, 18.06.2012, 16:06 Uhr

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich die Schützen am Sonntagnachmittag in einem langen Zug, begleitet vom Spielmannszug Nienburg und dem Spielmannszug Horstmar, auf den Weg zur Vogelstange an den Herswiesen. Nach einem Gebet begann gleich das Ringen um die Königswürde . Bürgermeister Robert Wenking gab den ersten Schuss ab. Pfarrdechant Johannes Büll ließ es sich nicht nehmen, den zweiten Schuss zu machen. Schießmeister Thomas Selker zeigte ihm zuvor die Patrone und gab die notwendigen Hilfestellungen. Heiner Niehues hatte den Vogel erstellt; keiner wusste, aus welchem Holz er bestand. Dass dieser dann nur 153 Schuss aushielt, überraschte die staunenden Besucher. Es gab genügend Anwärter, die gerne über die Dörfer Schützen regieren wollten. Zwei Jahre nacheinander kam der König aus den Reihen der Verheirateten. Deswegen war die Freude den Junggesellen besonders groß, dass Fabian Jöne das unterbrach. „Wir dürfen vorne gehen“, sangen sie bei den abendlichen Polonaisen. Aus dem Hause Jöne am Nahen Weg holten die Schützen die neue Königin Anke Weyring ab. „Wir sind hier auf dem Territorium der Ostendörfer Schützen, fühlen uns aber dennoch wohl“, bemerkte scherzhaft Rechenmeister Martin Zintl . Die Nachbarn hatten den Zugang zum Haus mit Birken und Rosen geschmückt. Schon beim Einzug in das Dorf zeigte sich das stolze Königspaar den zahlreichen Schaulustigen. Die Zuschauer säumten auch die Straßen bei den abendlichen Polonaisen. Die Festbälle am Sonntag und Montag waren sehr gut besucht. Traditionsgemäß kamen gestern Abend auch die Abordnungen der übrigen örtlichen Schützenvereine. Das Fest klingt am heutigen Dienstag mit dem Rübenkönigsschießen aus.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/828385?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F171%2F699341%2F1044113%2F
Nachrichten-Ticker