Offizielle Eröffnung der RadBahn am Sonntag
Wo früher die Dampfloks qualmten

Horstmar/Laer -

Die RadBahn Münsterland ist zwar seit Herbst 2012 fertig gestellt, sie wird aber erst am Sonntag (5. Mai) – pünktlich zum Start der Radelsaison 2013 – offiziell eröffnet. Der Weg ist rund 38 Kilometer lang und führt über die ehemalige Bahntrasse von Coesfeld über Steinfurt nach Rheine. Unter der Projektleitung des Kreises Steinfurt wurde der längste Bahntrassenweg Nordrhein-Westfalens in zwei Bauabschnitten realisiert.

Freitag, 03.05.2013, 10:05 Uhr

Als der zweite Bauabschnitt der RadBahn Münsterland am 15. April 2012 in Burgsteinfurt eingeweiht wurde, trafen sich die Laerer und Horstmarer Teilnehmer am Borghorster Weg. Von dort fuhren sie gemeinsam nach Stemmert.
Als der zweite Bauabschnitt der RadBahn Münsterland am 15. April 2012 in Burgsteinfurt eingeweiht wurde, trafen sich die Laerer und Horstmarer Teilnehmer am Borghorster Weg. Von dort fuhren sie gemeinsam nach Stemmert. Foto: Sabine Niestert

Die RadBahn Münsterland ist zwar seit Herbst 2012 fertig gestellt, sie wird aber erst am morgigen Sonntag (5. Mai) – pünktlich zum Start der Radelsaison 2013 – offiziell eröffnet. Der Weg ist rund 38 Kilometer lang und führt über die ehemalige Bahntrasse von Coesfeld über Steinfurt nach Rheine . Unter der Projektleitung des Kreises Steinfurt wurde der längste Bahntrassenweg Nordrhein-Westfalens in zwei Bauabschnitten realisiert. Die LGA Steinfurter Land (Leader) fördert in Kooperation mit der LAG Baumberge mit verschiedenen Maßnahmen die Vermarktung der Strecke. Mit beteiligt sind die Heimat- und Naturschutzvereine, Landwirtschaft, Gastronomie und Bahnfreunde.

Im Jahr 1879 wurde die Bahntrasse freigegeben, 1984 endete der Eisenbahnpersonenverkehr der Deutschen Bundesbahn . Bis in die neunziger Jahre existierte noch Güterverkehr. Die Bahnschwellen wurden bereits vor Jahren wegen der hohen Stahlpreise entfernt, nachdem die ehemalige Bahnstrecke Duisburg/Quakenbrück aus dem Trassensicherungsvertrag entlassen war. Wo früher Dampfloks mit unzähligen Güterwagons passierten, fahren heute umweltfreundliche Drahtesel.

„Die BEG (Bahnentwicklungsgesellschaft) war für die Verwertung von nicht mehr benötigtem Grundeigentum der Bundesbahn verantwortlich und beabsichtigte, auch diese früher bedeutende Schienenverbindung Duisburg/Quakenbrück zu verkaufen“, erinnert sich Horstmars Bürgermeister Robert Wenking an die Anfänge, die bis in das Jahr 2000 zurückreichen.

„Zum damaligen Zeitpunkt träumten wir von einem Fahrradweg, obwohl die Finanzierung völlig unklar war und viele dieses ehrgeizige Ziel für unerreichbar hielten“, so der Verwaltungschef weiter.

Die Anliegerkommunen wollten den jeweiligen Streckenabschnitt auf ihrem Gebiet erwerben, um die Zerstückelung der Bahntrasse durch den Verkauf an Private zu verhindern. Die BEG hat die beteiligten Kommunen Rheine, Neuenkirchen, Wettringen, Steinfurt, Horstmar, Laer, Rosendahl und Billerbeck ins Boot geholt und Verhandlungen zum Ankauf der jeweiligen Streckenabschnitte geführt.

Am 15. Mai 2007 hat auch der Rat der Stadt Horstmar beschlossen, dem Bau eines kreisgrenzübergreifenden Radweges zuzustimmen und den Streckenabschnitt Horstmar käuflich zu erwerben. Am 15. Dezember 2008 wurden 14 Hektar von der Bahn gekauft.

„Die Bedeutung dieses Radweges für den Tourismus ist sicherlich groß, besonders wichtig ist mir aber der mit dem Projekt verbundene Mehrwert für die Bürger unserer Region“, freut sich der Bürgermeister über die Vielzahl der Fahrradfahrer, die bereits in den vergangenen Monaten die RadBahn genutzt haben.

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