Ausstellung „Wir wollen freie Menschen sein“ eröffnet
Ausstellung bringt Geschichte nah

Horstmar-Leer -

In beeindruckenden Fotos und Beschreibungen werden dramatische Szenen des DDR-Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 gezeigt. Die Ausstellung ist bis zum 20. Juni während der Geschäftszeiten der Leerer Volksbank geöffnet.

Sonntag, 02.06.2013, 09:06 Uhr

„Wir wollen freie Menschen sein“ lautet der Titel einer von der CDU Leer organisierten Ausstellung, die jetzt in der örtlichen Volksbank durch die CDU-Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking eröffnet wurde. In beeindruckenden Fotos und Beschreibungen werden dramatische Szenen des DDR-Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 gezeigt. Die Ausstellung ist bis zum 20. Juni während der Geschäftszeiten der Leerer Volksbank geöffnet.

Volksbankvorsitzender Ralf Hölscheidt freute sich besonders darüber, dass sich die Bank nicht nur mit ihren üblichen Dienstleistungen präsentiere, sondern der Öffentlichkeit auch Geschichte nahe bringen könne. Die Kundenhalle habe nunmehr bereits zum vierten Male eine Bereicherung erfahren.

Christina Schulze Föcking zeigte sich bei Eröffnung der Ausstellung beeindruckt von der zeitgeschichtlichen Darstellung. „Die Freiheit ist ein hohes Gut, das mit keinem Geld der Welt bezahlt werden kann, wir müssen Sie verteidigen,“ forderte sie auf. Dazu bestehe aller Grund, denn in einer Diskussion im Plenum habe eine Abgeordnete der Linken behauptet, es wäre gut, wenn die Mauer wieder aufgebaut werde.

Mit der Ausstellung werde ein Stück Zeitgeschichte deutlich. Man müsse sich damit beschäftigen und mit der jüngeren Generation ins Gespräch kommen, so die Landtagsabgeordnete.

„Die Geschichte ist keine Holschuld der Jugendlichen, sondern eine Bringschuld der Älteren“, betonte Leers CDU-Vorsitzender Ludger Hummert. Ein Land das versäume, seiner Jugend die eigene Geschichte zu vermitteln, laufe Gefahr, Fehler der Vergangenheit in der Zukunft zu wiederholen. Die Zukunft gehöre denen, die der nachfolgenden Generation Grund zu Hoffnung gebe, deshalb auch die Ausstellung in Leer, begründete der Christdemokrat.

Franz Ahmann, damals gerade 15 Jahre alt, erinnerte sich an den Tag des Volksaufstandes, als von morgens bis abends über in seinem Elternhaus zwei Radios liefen. Sein Vater und sein Onkel, der in Berlin wohnte, hätten sehr unterschiedlich und lautstark reagiert.

Bürgermeister Robert Wenking machte deutlich, dass Freiheit und Frieden auch dem europäischen Zusammenhalt zu verdanken sei. Die Ausstellung dokumentiere eindrucksvoll, dass Frieden und Freiheit nicht vom Himmel gefallen seien, sondern von den Menschen hart erkämpft wurden, die große Opfer bis hin zum eigenen Leben bringen mussten.

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