Rauschendes Fest der Fußball-Fans in Horstmar
Da lacht das Herz der Fans

Horstmar -

Der „Schalker Virus“ aus der Burgmannsstadt und die „Frankenpower“ aus Herzogenaurach pflegen seit 1988 eine innige Freundschaft. So treffen sich die Fans regelmäßig bei den Spielen ihrer favorisierten Bundesligamannschaften.

Mittwoch, 22.01.2014, 08:01 Uhr

Ein rauschendes Fest wurde jetzt in der Gaststätte „Holskenbänd“ gefeiert. Gleich beim Betreten des großen Saales machte ein großes Transparent mit der Aufschrift „ Schalke 04 “ jedem klar, dass diese Feier, an der 130 Personen teilnahmen, etwas mit Fußball zu tun hat.

Es war der Horstmarer Fanclub „ Schalke Virus “, der zum Winterfest eingeladen hatte. Doch die Mitglieder feierten nicht allein, sie hatten den befreundeten Fanclub „ Frankenpower “ aus Herzogenaurach , dessen Sympathien dem Nürnberger Club gelten, eingeladen. Beide Fanclubs verbindet sei 1988 eine innige Freundschaft. Und diese kam rein zufällig über das Internet zustande, wie Klaus Mensing, Geschäftsführer der Schalker Viren zu berichtete.

„Diese Freundschaft wird gepflegt, wir verstehen uns einfach, Sympathien sind da“, hieß es zur Begründung. Man trifft sich regelmäßig bei den Spielen beider Bundesligamannschaften und besucht sich im jährlichen Wechsel.

Nach außen hin wird diese Verbundenheit auch durch die Aufdrucke auf den T-Shirts dokumentiert. „Die Freundschaft lebt“ ist dort zu lesen. Hinzu kommen die Wappen der beiden Fanclubs. Ganz stolz verweist Reinhold Hörsting, Kassierer der Horstmarer, auf ein Autogramm, das auf der Rückseite des Kleidungsstückes zu entdecken ist. Es ist die Unterschrift von Andy KöRRolf olf pke, dem jetzigen Torwarttrainer der Nationalmannschaft. Dieser ist Ehrenmitglied der Franken. Deswegen war er auch beim 25-jährigen Bestehen des Fanclubs in Herzogenaurach auch dabei und ließ sich nicht lange um seine Signatur bitten.

Die Gastgeber waren begeistert. Eine Welle der Glückseligkeit schwappte beim Singen der jeweiligen Fan-Lieder durch den Saal. „Blau und weiß ein Leben lang“ ertönte es aus 130 Kehlen für die Schalker. Die Franken hielten mit „Unser Club wird niemals untergehen“ dagegen.

„Wir distanzieren uns von den gewalttätigen Fans. Anhänger sehen anders aus,“ unterstrichen Elmar Ameling von „Frankenpower“ und Rolf Mensing vom „Schalker Virus“ die gegenseitige Hochachtung. Diese wurde bis in die frühen Morgenstunden bei Unterhaltung und Tanz gefeiert. „Ich hätte gleich zur ersten Frühmesse weitergehen können“, deutete Guido Ernesti, Zweiter Vorsitzender der Horstmarer Viren an, wann er den Heimweg gefunden hat. Der Fanclub dankt der Horstmarer Geschäftswelt für die Geschenke bei der üppigen Tombola. Die Franken übernachteten in der Burgmannsstadt und traten erst am nächsten Tag die Heimreise in das 500 Kilometer entfernte Herzogenaurach an.

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