Stadt Horstmar hat eine neue Schiedsfrau
Doris Zintl will Streit schlichten

Horstmar -

Dieses Amt hat Doris Zintl aus Leer übernommen. Die 52-jährige, die durch ihre Arbeit als Jugendtreff-Leiterin der „JuLe“ bekannt ist, wurde am Mittwoch während einer Feierstunde im Trauzimmer des Historischen Rathauses in ihr Amt eingeführt. Ihr Vorgänger Heinrich Schwering soll zu einem späteren Zeitpunkt feierlich verabschiedet werden.

Mittwoch, 23.04.2014, 13:04 Uhr

Zwischen den Besuchern des Jugendtreffs „JuLe“ in Leer hat sie schon so manchen Streit schlichten können. Was bei Kindern und Jugendlichen gelingt, dürfte auch bei Erwachsenen nicht so schwer sein, hat sich Jugendtreffleiterin Doris Zintl gedacht, die gestern offiziell in ihr neues Amt als Schiedsfrau eingeführt worden ist. Ihre Vereidigung nahm während einer Feierstunde im Trauzimmer des Historischen Rathauses der stellvertretende Direktor des Amtsgerichtes Steinfurt, Rolf König, vor.

Der Besucher freute sich, dass es wieder gelungen ist, Nachwuchs für das Schiedsamt zu finden, was in der heutigen Zeit, gar nicht immer leicht sei. Lobende Worte gab es an diesem Vormittag aber nicht nur für den ehrenamtlichen Einsatz von Doris Zintl (sie wurde während der Ratssitzung am 13. Februar mehrheitlich gewählt), sondern auch für Norbert Hüsing.

Der 58-jähriger Leerer ist bereits seit 2011 als stellvertretender Schiedsmann für die Stadt Horstmar aktiv. Als die Stelle seines bisherigen Kollegen Heinrich Schwering – dieser schied 2013 aus gesundheitlichen Gründen aus – vakant geworden ist, sprang der Bürger aus Leer ein. Dafür dankte Bürgermeister-Stellvertreter Heinz Lölfing dem zweifachen Familienvater im Namen der Burgmannsstadt. Man könne froh sein, über Schiedsmänner beziehungsweise -frauen zu verfügen, die bei Zwistigkeiten – in den meisten Fällen unter Nachbarn – moderierend eingriffen. Ihnen sei es zu verdanken, dass nicht jede größere Meinungsverschiedenheit vor dem Richter ende und die beteiligten Parteien auch später noch miteinander reden könnten.

Dass es ihm bisher fast immer gelungen sei, gütliche Einigungen herbeizuführen, berichtete Norbert Hüsing. Zu Groll und Verdruss würden meistens der berüchtigte laubende Baum, der zu große Strauch oder belästigender Lärm gehören, schilderte er seine Erfahrungen. „Ruhe ist ein hohes Gut“, räumte Heinz Lölfing ein, der hoffte, dass es dem neuen Duo auch künftig gelingt, die streitenden Seiten zur Saison zu bringen.

„Wir sind froh über jeden Fall, der nicht vor dem Gericht landet“, betonte Rolf König. Die friedlichen Lösungen in diesen sogenannten „Tür-und-Angel-Fällen“ tauchten allerdings in keiner Statistik auf, konnte er die Erfolgsbilanz der Schiedspersonen nicht detailliert per Zahlen belegen. Fest stehe allerdings, dass diese die Gerichte entlasten würden, was deren Arbeit entscheidend erleichtern würde.

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