Mann des Ausgleichs verabschiedet
„Das hast Du gut gemacht“

Horstmar -

Sieben Jahre lang war Heinrich Schwering für die Stadt Horstmar als Schiedsmann tätig. In dieser Zeit hat er so manchen Streit schlichten können, in dem er die Streithähne an einen Tisch holte. Während einer Feierstunde dankte ihm der Bürgermeister.

Donnerstag, 16.10.2014, 07:10 Uhr

Im Beisein des stellvertretenden Schiedsmanns Norbert Hüsing (l.) und Ordnungsamtsleiter Heinz Lölfing (2.v.l.) dankte Bürgermeister Robert Wenking (r.) dem scheidenden Schiedsmann Heinrich Schwering für seinen Einsatz.
Im Beisein des stellvertretenden Schiedsmanns Norbert Hüsing (l.) und Ordnungsamtsleiter Heinz Lölfing (2.v.l.) dankte Bürgermeister Robert Wenking (r.) dem scheidenden Schiedsmann Heinrich Schwering für seinen Einsatz. Foto: fn

Nach siebenjähriger Tätigkeit als Schiedsmann der Stadt Horstmar hat Heinrich Schwering von diesem Amt Abschied genommen. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Historischen Rathaus, an der auch der stellvertretende Schiedsmann Norbert Hüsing teilnahm, sprachen Bürgermeister Robert Wenking, Ordnungsamtsleiter Heinz Lölfing ihm Dank und Anerkennung aus.

Der Bürgermeister lobte in seiner Laudatio die ruhige besonnene Art von Heinrich Schwering. Er habe sein Amt mit großem Gespür für die Belange des einzelnen ausgeübt. Wenking überbrachte auch den Dank des zuständigen Richters beim Amtsgericht Steinfurt. Dem scheidenden Schiedsmann sei es zu verdanken gewesen, dass nicht jede größere Meinungsverschiedenheit vor dem Richter endete und die beteiligten Parteien auch später noch miteinander reden konnten. Heinrich Schwering wurde 2006 erstmals als Nachfolger von Bernhard Haschke durch den Rat der Stadt Horstmar zum Schiedsmann gewählt. Nach reiflicher Überlegung habe er das Amt angenommen, da er aus Krankheitsgründen nicht mehr in seinem Beruf als Maler- und Lackierermeister tätig sein konnte und eine sinnvolle Beschäftigung suchte. 2011 wurde er für weitere fünf Jahre erneut berufen, musste das Amt jedoch im Jahre 2013 aus gesundheitlichen Gründen niederlegen.

„Wo Menschen zusammenleben, gibt es immer mal wieder Streit“ weiß Heinrich Schwering aus der Erinnerung als Schiedsmann zu erzählen. Man müsse nicht gleich zum Gericht laufen, zu deren Entlastung habe man das ehrenamtliche Schiedsmannswesen eingerichtet. Jährlich etwa fünfmal musste der „Mann des Ausgleichs“ tätig werden.

Man müsse das Gespür dafür bekommen, was die Menschen loswerden wollen. In etwa 80 Prozent der Fälle habe es einvernehmliche Regelungen gegeben.

Die über die Grenze hinausragende Hecke, der Hund oder der Lärm seien oft Anlass zu den Streitigkeiten gewesen. Manchmal schwelten diese bereits über mehrere Generationen.

Im Nachhinein bleibt dem heute 55-Jjährigen eine Anmerkung eines Gesprächsteilnehmers in besonderer Erinnerung. Nach einem Vermittlungsgespräch hatte dieser geäußert: „Das hast Du gut gemacht“. Schwering hatte die Streitenden an einen Tisch geholt, es war zu einer einvernehmlichen Lösung gekommen. Man hatte vorher einfach aneinander vorbeigeredet.

Das Schiedsmannwesen in Horstmar wird heute von Doris Zintl und Norbert Hüsing wahrgenommen.

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