Änderung bei der Oberflächenwasserführung
Wassermengen machen Probleme

Horstmar-Leer -

Die Stadt Horstmar macht sich Gedanken über den Abfluss des Oberflächenwassers, das vom Schöppinger Berg kommt. So haben hydraulische Berechnungen der Ableitung „hundertjähriger“ Hochwasser ergeben, dass die zur erwartenden Wassermengen in der Ortslage Leer nicht mehr ausreichend abgeleitet werden können.

Mittwoch, 04.02.2015, 18:02 Uhr

Um mögliche Gefahren abzuwenden, muss sich die Stadt Horstmar über den Abfluss des Oberflächenwassers , das vom Schöppinger Berg kommt, Gedanken machen. So wurde im Zuge von hydraulischen Berechnungen festgestellt, dass die zu erwartenden Wassermengen in der Ortslage Leer nicht mehr ausreichend abgeleitet werden können. Sowohl in der Betriebsausschusssitzung als auch in der jüngsten Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses wurden die Planungen zur Veränderung der Oberflächenwasserführung vorgestellt.

Das vom Schöppinger Berg kommende Oberflächenwasser wird zur Zeit in den Wirtschaftswegeseitengraben geführt, der an der Bergstraße beginnt. Im Bereich der Bebauung Bergstraße wird der Wasserlauf in die städtische Regenwasserkanalisation eingeleitet. Die Kanalisation führt über die Geschwister-Buller-Straße, die Gartenstraße und die Straße Am Bach. Sie endet am Auslauf in den Leerbach. Die Dimension der Kanalrohre ist von DN 300 bis DN 800. Diese Situation führt dazu, dass die städtischen Kanäle das gesamte Regenwasser aufnehmen müssen.

Ein weiterer Wasserlauf beginnt auf Höhe der Bergstraße auf der Ostseite der Wennings Stiege. Im Kreuzungsbereich mit der Hal­terner Straße (L 570) mündet der Wasserlauf in die städtische Regenwasserkanalisation. Diese führt über die Halterner Straße und Burgsteinfurter Straße. Der Auslauf ist auf Höhe des Friedhofes auf der Westseite der Burgsteinfurter Straße.

Die Dimension der Kanalrohre ist DN 400. Geplant ist, den Wasserlauf in Höhe der Bergstraße in den Wasserlauf an Wennings Stiege umzuleiten. Damit würde das Oberflächenwasser des Schöppinger Berges nicht mehr durch die Ortslage, sondern über den Graben entlang Wennings Stiege geführt. Im Bebauungsplan Grollenburg wurde bereits ein Hochwasserrückhalteraum planerisch festgesetzt, dass auf einem städtischen Grundstück im Kreuzungsbereich Bergstraße/Wennings Stiege errichtet werden soll, um bei Starkregen Wassermengen zurückhalten zu können.

Im weiteren Verlauf soll das Wasser entlang Wennings Stiege, Halterner Straße mittels offenem Graben oder Verrohrung in den Wasserlauf 1162 geleitet werden.

Auch die Entwässerung des Baugebietes Grollenburg (II. und III. Bauabschnitt) ist dabei zu berücksichtigen. Im I. Bauabschnitt wird das Regenwasser über eine Freispiegelkanalisation und einen Staukanal in der Straße „Grollenburg“ auf die Straße „Zum Esch“ geführt. Für die Ableitung der erweiterungsbedingten Niederschlagsmengen wurde ein Anschluss an die Trennkanalisation über die Bergstraße zur Straße „Zum Esch“ verwirklicht. Die Gesamtkosten dieser Maßnahmen (Staukanal, Regenrückhalteraum und Regenwasserkanäle) beliefen sich auf rund 300 000 Euro. Die Verwaltung wurde gebeten, Alternativplanungen mit dem Fachingenieurbüro Blankennagel zu erörtern und die jeweiligen Kosten zu ermitteln.

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