Innungsbester aus Horstmar
Ganz normal gearbeitet

Horstmar -

Er heißt Lars Eickholt und absolvierte seine Ausbildungszeit bei der Webers GmbH in Schagern. Dort geht es um den Verkauf von Landtechnik, vom Schlepper bis zum Rasenmäher. Auch Service wird großgeschrieben.

Mittwoch, 25.02.2015, 18:02 Uhr

Bei der Prüfung war er der Innungsbeste, seine Noten sind exzellent. Doch Lars Eickholt , ehemaliger Azubi und frisch gebackener Mechatroniker für Land- und Baumaschinentechnik, sieht das alles ganz locker. Ein Rezept, wie man zum „Besten“ seines Ausbildungsjahrgangs wird, hat er nicht. „Ich habe einfach jeden Tag bei der Webers GmbH ganz normal gearbeitet“, sagt er. Das klingt nach Understatement, scheint aber auf’s Wort zu stimmen.

Während einer kleinen Feierstunde in der Deula Westfalen-Lippe in Warendorf wurden jüngst 31 Absolventen, die ihre Lehrzeit erfolgreich beendeten, verabschiedet. Eickholt nahm eine Urkunde und ein Geschenk entgegen, auch der Ausbildungsbetrieb wurde geehrt.

„Mich hat das Ergebnis nicht überrascht,“ sagt sein Ausbilder Bernhard Webers. Eickholt sei bereits im Theoretischen sehr gut gewesen, habe aber auch – und das sei wichtig – von Anfang an großes Interesse an seinem Beruf gezeigt. Jetzt arbeitet der 20-Jährige als Geselle weiter im Betrieb. Er plant auch schon, sich weiter zu qualifizieren.

Bei Webers in Schagern geht es um den Verkauf von Landtechnik , vom Schlepper bis zum Rasenmäher. Auch Service wird großgeschrieben. So stehen in der Werkstatt mehrere Traktoren, die gewartet oder repariert werden. „Der Beruf ist vielseitig und technikorientiert“, beschreibt Eickholt seine Motivation. Eigentlich war ihm immer klar, in welche Richtung er gehen wollte. „Spaß am Schrauben sollte man schon haben“, sagt er augenzwinkernd. Obschon sich die Technik von Schleppern, Sämaschinen, Ballenpressen und weiteren Landmaschinen voneinander unterscheidet, lässt sich mit dem nötigen Engagement alles lernen. Und schließlich ist es nicht so schwer, wenn man erst einmal die technischen Grundlagen kennt. „Im ersten Lehrjahr wird den erfahrenen Kollegen noch oft zugeschaut, doch schon bald geht’s ans selbstständige Arbeiten“, erläutert der Geselle. Maschinen warten, reparieren und für die nächste Sä- und Erntesaison auf Vordermann bringen ist im Moment gefragt. „Eigenständigkeit und Motivation haben einen ganz besonderen Stellenwert“, betont Webers. Gebraucht werden Azubis, die in Theorie und Praxis, aber auch in den so genannten „soft skills“ wie Sozialverhalten gut sind. „Alles fängt schon mal damit an, dass die schriftliche Bewerbung komplett, ordentlich und ohne fliegende Blätter eingereicht wird“, erklärt der Chef des Hauses Webers. Sorgfalt sei in diesem Beruf wichtig, ebenso mindestens ein guter Hauptschulabschluss. „Mathematik ist dabei auch ein Thema, denn wir reparieren ja nicht nur, sondern fertigen auch Metallarbeiten“, so Webers. Für ihn ist besonders wichtig, dass junge Menschen mit einer guten Ausbildung ins Leben geschickt werden. „Jeden können wir natürlich nicht übernehmen, doch es gibt keinen bei uns im Betrieb Ausgebildeten, der arbeitslos ist“, betont er.

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