Bahnradweg soll attraktiver werden
Interessengemeinschaft baut Posten 47 wieder auf

Horstmar-Leer -

Auf Initiative einiger Bürger aus der Bauerschaft Alst entsteht am Bahnradweg auf den alten Fundamenten des Postens 47 ein kleiner Neubau. Dieses Gebäude wird in einigen Teilen gegenüber dem früheren leicht verändert, damit die zukünftige Nutzung als Schutzhütte für die Benutzer gewährleistet ist. Es ist dabei insbesondere an einen behindertengerechten Zugang gedacht. Darüber hinaus sind Sitzmöglichkeiten vorgesehen.

Mittwoch, 04.03.2015, 11:03 Uhr

Der Posten 47 diente den damaligen Schrankenwärtern während ihres Dienstes als Unterkunft. Von dort sind die Schranken des ehemaligen an dieser Stelle vorhandenen sowie eines zirka 500 Meter weiter nördlich gelegenen Bahnüberganges bedient worden. Der Bahnübergang wurde von den auf der Ostseite der Bahnlinie wohnenden Landwirten Vorspohl und Geltomholt genutzt. Sie erreichten so ihre landwirtschaftlichen Flächen auf der Westseite der Bahn. Auch Landwirt Möllers (heue Brune-Thiemann) nutzte den Übergang, allerdings in umgekehrter Richtung.

Der in 500 Meter nördlich gelegene Übergang ist vom Landwirt Große Kleimann aus Borghorst Dumte genutzt worden, um auf seine westlich der Bahnlinie liegenden Flächen zu gelangen. Im Zuge der Flurbereinigung Anfang der sechziger Jahre wurden die Flächen so getauscht, dass sich eine Überquerung der Bahnlinie durch die betroffenen Bauern erübrigte.

Der Posten 47 wurde 1962 abgerissen und die Zufahrtsrampen auf beiden Seiten eingeebnet. Der nördlich gelegene Übergang blieb erhalten, da Landwirt Große Kleimann ihn weiterhin nutzte. Die Schranken an diesem Übergang sind von 1962 bis zur endgültigen Stilllegung im Jahre 1984 vom Stellwerk Veltrup, das rund einen Kilometer nördlich von dort lag, bedient worden.

Die anstehenden handwerklichen Arbeiten führen die Mitglieder der Interessengemeinschaft unentgeltlich durch. Die Kosten für Baumaterialien müssen über Spenden eingeworben werden. Da kam den Initiatoren zum Wiederaufbau des Postens 47 gerade recht, dass sowohl die örtliche Sparkasse als auch die Volksbank sich mit je 1000 Euro an den Kosten für die Materialien beteiligten.

Unterstützende Spenden werden weiterhin dankend angenommen. Eine Spendenbescheinigung kann auf Wunsch erteilt werden, versprechen die Initiatoren.

Spender können sich bei Heinz Greive unter Telefon 0 25 58/2 85 oder Hubert Hünteler unter Telefon 0 25 58/6 30) melden. Bürgermeister Robert Wenking lobte die Initiatoren. „Die Schutzhütte wird zur weiteren Attraktivität der Radbahn beitragen“, zeigte er sich überzeugt.

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