Erfolgreiche Aufführungen
Wie Toleranz Vorurteile überwindet 

Horstmar-Leer/Horstmar -

Mit dem Musical „Tuishi pamoja“ („Wir wollen zusammen leben“) haben die Projektchöre des Grundschulverbundes Horstmar und der Musikschule ihre Zuschauer am Mittwochnachmittag im Saal Vissing in Leer und am Donnerstag in der Grundschulturnhalle in Horstmar überzeugt. Für alle Akteure gab es donnernden Beifall, besonders für Uta Reinke-Rolinck, die die Gesamtleitung hatte.

Donnerstag, 25.06.2015, 18:06 Uhr

Keine Frage, die Kinder sind aufgeregt. Immer wieder rennen einige von ihnen auf die Toilette, um zu schauen, ob ihre Löwenmähne oder ihr Kostüm noch richtig sitzt. Von Uta Reinke-Rolinck erhalten die Mädchen und Jungen letzte In­struktionen, bevor es auf die Bühne geht. Vor dieser haben sich zahlreiche Eltern und Großeltern versammelt. Sie alle wollen das Musical „Tuishi pamoja“ (sprich tuischi pamodscha) sehen, das am Mittwoch im Saal der Gaststätte Vissing in Leer und am Donnerstag in der Grundschul-Turnhalle in Horstmar aufgeführt wird. Der Titel ist Swahili und bedeutet „Wir wollen zusammen leben“.

Bevor die Geschichte über Vorurteile, Freundschaft und Toleranz mit afrikanisch-grooviger Musik beginnt, nutzt Rektor Hauke Rosenow die gute Gelegenheit, sich bei Uta Reinke-Rolinck zu loben. Sie leitet den Projektchor der Astrid-Lindgren-Schule in Horstmar und Leer, der sich jeweils einmal in der Woche zum Proben trifft.

„Wir finden es toll, wie Sie das machen“, dankt der Schulleiter der Chorleiterin auch im Namen seines Kollegiums und der Musikschule im Kulturforum mit einem Blumenstrauß. Über die erfolgreiche Zusammenarbeit freut sich auch Projektbereichsleiter Manfred Greving . Wie er berichtet, gibt es in den Projektchor in Leer schon seit sechs Jahren. Immer wieder wurde die Probenarbeit mit erfolgreichen öffentlichen Auftritten gekrönt, die alle Beteiligten genießen.

So kurz vor den Sommerferien ist die Stimmung an diesem Nachmittag trotz der Nervösität der Akteure bestens. Und weil ds Projekt so erfolgreich läuft, gibt es dieses auch seit zwei Jahren in Horstmar, schließlich bilden die beiden ehemaligen eigenständigen Einrichtungen inzwischen einen Grundschulverbund.

Ein dickes Kompliment macht Manfred Greving auch den Eltern. Sie tragen entschieden zum Erfolg des Musicals bei, weil sie beim Bühnenaufbau, dem Schminken und den Kostümen behilflich waren. Zudem haben die Mütter für eine reichhaltige Kaffee- und Kuchentafel gesorgt, an der sich die Besucher erst einmal stärken können.

Das Instrumentalensemble der Musikschule unter der Leitung von Margit Dittmann und das Marimba-Ensemble der Hauptschule am Bagno in Burgsteinfurt, das unter der Regie von James Cassidy steht, haben sich längst vor der Bühne in Stellung gebracht, als die kleinen Giraffen, Löwen und Erdmännchen die Bühne stürmen.

„Machen Streifen wirklich doof?“ „Und stimmt es, dass man mit langhalsigen Tieren sowieso nicht vernünftig reden kann?“, lauten die zwei Fragen, die im Raum stehen Das interessiert besonders das Giraffenkind Raffi und das kleine Zebra Zea.

Seit Jahren leben ihre Herden nebeneinander, aber man redet nicht miteinander. Zum Glück sind da noch die pfiffigen Erdmännchen. Und der Angriff der Löwen, der ausnahmsweise mal was Gutes bewirkt. Am Ende siegen Toleranz und Freundschaft über die Vorurteile, die unterhaltsam und spielerisch entlarvt werden.

Zum Schluss ist allen Akteuren und Musikern, besonders aber Uta Reinke-Rolick, die die Gesamtleitung über die beiden Musical-Aufführungen hat, ein donnernder Applaus der Zuschauer sicher.

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