Umleitung
Schutz gegen Dauerregen

Horstmar-Leer -

Die Stadt Horstmar plant, den Wasserlauf 1195 in Höhe der Bergstraße in Leer in den Wasserlauf 1196 umzuleiten. Damit würde das Oberflächenwasser des Schöppinger Berges nicht mehr durch den Ort, sondern über den Graben entlang Wenningsstiege geführt. Im Bebauungsplan Grollenburg wurde bereits ein Hochwasserrückhalteraum planerisch festgesetzt, das auf einem städtischen Grundstück im Kreuzungsbereich Bergstraße/Wennings Stiege errichtet werden soll, um bei Starkregen Wassermengen zurückhalten zu können.

Freitag, 23.10.2015, 15:10 Uhr

Verwaltungsmitarbeiter Ferdinand Keuchel (vorne)  erläuterte den Mitgliedern des Betriebsausschusses vor Ort die Pläne der Stadt.
Verwaltungsmitarbeiter Ferdinand Keuchel (vorne)  erläuterte den Mitgliedern des Betriebsausschusses vor Ort die Pläne der Stadt. Foto: Franz Neugebauer

Das Thema Oberflächenwasserbeseitigung in Leer beschäftigte den Betriebsausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Unter dem Vorsitz von Ernst Gerks ging es zur Kreuzung Bergstraße/Wennings Stiege. Dort sind Veränderungen beim Abfluss des Regenwassers vorgesehen. Auslöser der Beratungen waren Feststellungen im Zuge von hydraulischen Berechnungen der Ableitung „hundertjähriger“ Hochwasser, dass die zu erwartenden Wassermengen nicht mehr ausreichend abgeleitet werden können.

Es geht zunächst einmal um den Wasserlauf 1195, der an der Bergstraße als Wirtschaftswegeseitengraben beginnt. Im Bereich der Bebauung Bergstraße wird der Wasserlauf in die städtische Regenwasserkanalisation eingeleitet. Die Kanalisation führt über die Geschwister-Buller-Straße, die Gartenstraße und „Am Bach“. Sie endet am Auslauf in den Leerbach.

Die Gewässerlänge beträgt zirka 1400 Meter. Die Wasserführung bedeutet, dass das gesamte Oberflächenwasser durch die Ortslage geführt werden muss. Dieser Wasserlauf beziehungsweise die Regenwasserkanalisation soll durch den Wasserlauf 1196 entlastet werden. Letzt genannter beginnt auf Höhe der Bergstraße auf der Ostseite der „Wennings Stiege“. Im Kreuzungsbereich mit der Halterner Straße (L 570) mündet der Wasserlauf in die städtische Regenwasserkanalisation. Dort führt sie über die Halterner Straße und Burgsteinfurter Straße zum Wasserlauf 1154. Der Auslauf ist auf Höhe des Friedhofes auf der Westseite der Burgsteinfurter Straße. Die Gesamtlänge beträgt 1000 Meter.

Geplant ist, den Wasserlauf 1195 in Höhe der Bergstraße in den Wasserlauf 1196 umzuleiten. Damit würde das Oberflächenwasser des Schöppinger Berges nicht mehr durch den Ort, sondern über den Graben entlang Wenningsstiege geführt. Im Bebauungsplan Grollenburg wurde bereits ein Hochwasserrückhalteraum planerisch festgesetzt, das auf einem städtischen Grundstück im Kreuzungsbereich Bergstraße/Wennings Stiege errichtet werden soll, um bei Starkregen Wassermengen zurückhalten zu können.

Einige Grundstücksanlieger werden durch die Errichtung des Regenrückhaltebeckens einen Teil der in Anspruch genommenen städtischen Flächen zurückgeben müssen. Entsprechende Maßnahmen sind nach Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen im dritten Quartal 2016 vorgesehen.

Bereits im Betriebsausschuss und in der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschuss im Januar wurde die Planung vorgestellt. Die Verwaltung wurde damals gebeten, Alternativplanungen mit dem Fachingenieurbüro Blankenagel zu erörtern und die jeweiligen Kosten zu ermitteln. Die beschriebene Lösung wurde jetzt vom Betriebsausschuss als die annehmbarste angesehen. Die Gesamtkosten dieser Maßnahmen (Staukanal, Regenrückhalteraum und Regenwasserkanäle) belaufen sich auf derzeit auf rund 300 000 Euro.

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