Positive Entwicklung
Ideale Heimat am alten Bahnhof

Horstmar -

Mit den Fortschritten, die das „Schweinemuseum“ am ehemaligen Bahnhof zwischen Horstmar und Laer macht, zeigte sich die Vorstandsspitze des Vereins „Horstmarer Schweinerei“ während der Mitgliederversammlung zufrieden. Vorsitzender Norbert Wiechers und seine Mitstreiter freuen sich besonders darüber, dass das bereits eingerichtete „Bahnhofscafé“ guten Anklang findet.

Freitag, 30.10.2015, 12:10 Uhr

Die Vorstands- und Vereinsmitglieder rund um Norbert Wiechers (l.) freuen sich über die positive Entwicklung des Schweinemuseums. Das Bahnhofscafé, das im alten Stellwerk errichtet worden ist (kleines Foto), erfreut sich bereits großer Beliebtheit.
Die Vorstands- und Vereinsmitglieder rund um Norbert Wiechers (l.) freuen sich über die positive Entwicklung des Schweinemuseums. Das Bahnhofscafé, das im alten Stellwerk errichtet worden ist (kleines Foto), erfreut sich bereits großer Beliebtheit. Foto: Regina Schmidt

Ein „ Schweinemuseum “ in Horstmar ? Diese Idee erschien vielen zunächst absurd. Doch Norbert Wiechers verfolgte seinen Traum konsequent und gründete mit Gleichgesinnten vor zwei Jahren den Verein „Horstmarer Schweinerei“. Als dessen Erster Vorsitzender informierte er die Mitglieder während der Jahresversammlung über den Stand des Projektes.

Mit dem alten Bahnhof Horstmar hat die „Horstmarer Schweinerei“ ihre ideale Heimat gefunden. „Wir konnten das Gebäude und Gelände Anfang 2015 von der RCG übernehmen“, so Wiechers. Für den Erwerb gründete er gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern Ludger Hummert und Albert Krotozynski die Gesellschaft „HKW“.

Horstmars Bürgermeister unterstützte das Trio in den Verhandlungen mit der RCG. „Wir können wirklich sagen, dass Robert Wenking den Kauf zu guten Konditionen für uns möglich gemacht hat“, betonte Norbert Wiechers in der Versammlung.

Der letzte noch erhaltene Gebäudekomplex des ehemaligen Bahnhofes besteht aus dem alten Stellwerk, das rund 100 Quadratmeter groß ist, sowie zwei Lagerhallen von 240 und 120 Quadratmetern Größe. Das gesamte Bahnhofsgelände umfasst 1,7 Hektar.

Nach dem Kauf haben die Vereinsmitglieder die Renovierung in Angriff genommen und in kürzester Zeit durch rein ehrenamtliche Arbeit beachtliches geleistet. Im alten Stellwerk wurde das „Bahnhofscafé eingerichtet. Durch die günstige Lage an der „RadBahn“ fand es sofort großen Anklang. Radler oder andere Ausflügler können dort an den Wochenenden Station machen. Sitzmöglichkeiten gibt es drinnen und draußen. Die Terrasse bietet auch größeren Gruppen Platz. Sogar Tische, Fahrradständer und Ausstellungsvitrinen für den Außenbereich fertigten die Vereinsmitglieder in liebevoller Arbeit selbst an.

Es gibt auch einen umzäunten Sandkasten für die jüngsten Besucher und eine Grillhütte für Gruppen-Events. Wichtig ist dem Verein, dass im Café nur regionale Produkte vermarktet werden. Neben dem Verkaufsraum des Cafés befindet sich ein „Inforaum“. Auf Ständern befinden sich Broschüren über Horstmar und Laer. Auch ein traditioneller hölzerner Schweinestall wurde dort eingebaut.

Nach dem Erfolg des Bahnhofscafés treibt der Verein nun sein Museumsprojekt voran. „Anfang November beraten wir mit Architekten über die gesamte Gestaltung der Hallen“, kündigte Wiechers an. Das Museum soll in der großen Lagerhalle seinen Platz finden. Der Vorsitzende will über die Bedeutung des Schweins als Kulturgut informieren, die Geschichte der Schweinehaltung darstellen und über moderne landwirtschaftliche Tierhaltung aufklären.

Norbert Wiechers, als Eigner einer Firma für Hof-, Stall- und Fütterungstechnik absoluter Experte, steuert auch seine „Schweine-Sammlung“ bei. Die Idee hat offenbar die Runde gemacht, denn mehrere Sammler haben dem Museum ihre Exponate angeboten: „Eine Familie aus Kassel will uns 13 500 Schweinefiguren überlassen und ein Mann aus Mainz hat uns seine Sammlung vererbt“, freuen sich die Horstmarer Schweinefreunde.

In der kleineren Lagerhalle will der Verein einen Tagungs-und Schulungsraum einrichten. Künftig sollen sowohl in den Hallen als auch auf dem Außengelände diverse öffentliche Veranstaltungen stattfinden. Die Premiere bildet ein Familienflohmarkt am 28. und 29. November (Samstag/Sonntag). Wer dort etwas anbieten möchte, kann sich bei Norbert Wiechers unter Telefon 01 72/5 30 49 32 melden. Das gilt auch für Interessenten, die die aktuell 23 Mitglieder zählende „Horstmarer Schweinerei“ verstärken wollen.

Mit dem Schweinemuseum wird die Burgmannsstadt auf jeden Fall um eine Attraktion reicher. Da bleibt nur zu sagen: „Schwein gehabt“.

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