Horstmar
„Sanitäter vor Ort“ retten Leben

Horstmar -

„Sanitäter vor Ort“ gibt es ab Anfang 2017 auch in der Burgmannsstadt.

Mittwoch, 26.10.2016, 15:10 Uhr

Bürgermeister Robert Wenking versprach die Initiative „Sanitäter vor Ort“ zu unterstützen. Zudem warb er um Helfer, die sich daran beteiligen.  
Bürgermeister Robert Wenking versprach die Initiative „Sanitäter vor Ort“ zu unterstützen. Zudem warb er um Helfer, die sich daran beteiligen.  

Der DRK-Ortsverein Horstmar wird zu Beginn des neuen Jahres den „Sanitäter vor Ort“ installieren. Das war das Ergebnis eines Informationsabends , zu dem DRK-Vorsitzender Heinz Lölfing zahlreiche Interessenten im Horstmarer Feuerwehrgerätehaus begrüßen konnte. Dazu gehörte auch Bürgermeister Robert Wenking , der diese Idee lobte und breite Unterstützung – auch in finanzieller Hinsicht – der Stadt ankündigte.„Wir brauchen immer mehr hilfsbereite Menschen, wenn es um die Rettung von Menschenleben handelt. Daher freue ich mich über die vom heutigen Abend ausgehende Initialzündung für den Sanitäter vor Ort“, erklärte der Bürgermeister.

Eine Arbeitsgruppe, zu der Norbert Hüsing, Tim Voges, Martin Voges , Dr. Christian Deiters, Jörg Waltersmann, Holger Brüggemann, Thomas Sandmann und Heinz Lölfing gehören, hatte bereits Kontakte mit dem Ordnungsamt des Kreises Steinfurt und der Leitstelle. Wehrführer Willi Homann zeigte sich zur Zusammenarbeit bereit.

Anschaulich verdeutlichte Martin Voges an Hand einer Power-Point-Präsentation die Zielsetzung des „Sanitäters vor Ort“. Es handele sich um eine mindestens in erweiterter Erste Hilfe und in der Regel grundlegend sanitäts- und rettungsdienstlich ausgebildete Person. Die Ausbildung umfasse 60 Stunden mit anschließender Prüfung. Diese sei erforderlich, da es sich um einen Dienst am Menschen handele. Der Helfer solle in Notfällen die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit qualifizierten medizinischen Maßnahmen überbrücken. Je schneller diese durchgeführt werde, um so günstiger sei der Heilungsverlauf und umso kürzer im Durchschnitt die nachfolgend notwendige Behandlungszeit.

Man gehe davon aus, dass mit jeder Minute, in der ein Kreislaufstillstand nicht mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung behandelt werde, die Chancen für eine erfolgreiche Genesung um zehn Prozent sinke. Bereits nach sechs bis acht Minuten fehlender Sauerstoffversorgung träten irreversible Schäden am Hirn auf. Da bereits das Absetzen des Notrufes und die Disponierung in der Rettungsleitstelle zwei Minuten in Anspruch nehme und zuzüglich die Hilfsfrist bis zu zwölf Minuten und länger betragen könne, erreichten die Einsatzkräfte des Rettungswagens möglicherweise erst nach 14 Minuten den Patienten. Hier soll der Sanitäter, der vor Ort lebt, ergänzend innerhalb des Ablaufs der Hilfsmaßnahmen in Notfällen tätig werden. Keinesfalls wolle man eine Konkurrenz zu den bereits bestehenden Strukturen des öffentlichen Rettungsdienstes sein.

Zur Zeit gibt es im Ortsverein Horstmar acht Interessenten zum „Sanitäter vor Ort“. Gedacht ist zunächst an einen Einsatz im Horstmarer Stadtgebiet. Bei genügender Bereitschaft Leerer Bürger könne das Angebot auch auf diesen Ortsteil ausgedehnt werden, erhielt Ralf Arning als Antwort auf eine entsprechende Nachfrage. Daher der Apell von Heinz Lölfing und Bürgermeister Robert Wenking: „Wer anderen helfen will, älter als 18 Jahre ist, die Bereitschaft zur Ausbildung und Fortbildung erklärt und die geistige, körperliche und gesundheitliche Eignung besitzt, ist jederzeit herzlich willkommen.“

Eine anzustrebende Helferstärke von wenigstens zwölf Personen für den Ortsteil Horstmar sei erstrebenswert.

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