Adventsmarkt
Likör aus der „Hexenküche“

Horstmar-Leer -

Da war nun wirklich für jeden etwas dabei! Der Adventsmarkt in Horstmar-Leer zog mit seiner Vielfalt wieder zahlreiche Besucher an. Die ließen sich auch von etwas Nieselregen nicht die Laune verderben.

Sonntag, 11.12.2016, 15:12 Uhr

Hochprozentiges aus der „Hexenküche“: Allerlei Liköre gab es am Adventsmarkt-Stand der Familie Lindenbaum zu verköstigen.
Hochprozentiges aus der „Hexenküche“: Allerlei Liköre gab es am Adventsmarkt-Stand der Familie Lindenbaum zu verköstigen. Foto: Franz Neugebauer

Klein, aber oho. Richtig schnuckelig – so präsentierte sich an zwei Tagen der Adventsmarkt rund um die Gaststätte Tante Toni in Leer . Dicht an dicht drängten sich die Stände um die angestrahlte Kastanie im Hof der Gaststätte. Der Duft von Glühwein und Bratwurst verzauberte die zahlreichen Gäste, die auch von auswärts gekommen waren.

„Es ist immer so schön in Leer. Der Weihnachtsmarkt hat eine ganz individuelle Atmosphäre“, sagte Alfred Ahlers , der aus Laer gekommen war. Ralf Arning öffnete die Türen von Tante Toni, die Gäste fühlten sich am wärmenden Herdfeuer wohl. Gleichzeitig suchten sie Schutz vor dem Regen, der den Adventsmarkt ein wenig störte. Heinz Holtkötter sorgte mit weihnachtlichen Melodien aus seiner Trompete für die richtige Atmosphäre.

Und es gab noch mehr Blasmusik: Die Leersche Blick-Band unter der Leitung von Frank Wenking kam zu ihrem zweiten Auftritt am Wochenende. Sie hatten am Samstagabend ein Adventskonzert vom Turm der Kirche von Ss. Cosmas und Damian gegeben und versetzten so den Adventsmarkt in weihnachtliche Stimmung. Etwas Besonderes hatte sich Doris Zintl von der „Jule“ einfallen lassen. Sie präsentierte mit den Teenagern vom Jugendtreff alte Fotos und Weihnachtslieder-Noten auf Holz. Es sei eine besondere Technik diese herzustellen, mehr wurde dazu nicht verraten.

Schon seit Anfang des Jahres bemüht sich die Familie Lindenbaum aus Ostendorf, Hochprozentiges für den Weihnachtsmarkt herzustellen. „Die heiße Pflaume ist unser Renner“, bestätigten die drei Frauen in „Beates Hexenküche“ beim Ausschank des heißen Likörs . Fleißig war auch wieder Andrea Austrup. Mützen, Schals, Körnerkissen, Accessoires fanden schnell interessierte Käufer. „Ich arbeite das ganze Jahr über für den Weihnachtsmarkt, meistens nachts, wenn mein Kind schläft“, sagte sie. Erstmals dabei waren Geflüchtete aus Syrien, die mit Köstlichkeiten aus ihrer Heimat zu verwöhnen wussten.

Bei weitem nicht die einzige Leckerei: „Die Leute warten regelrecht auf unseren Piepkuchen“, sagte Ernst Telgmann. In der Tat würde etwas fehlen, wenn der Stammtisch „Älschke Jungs“ nicht mehr am offenen Feuer die Piepkuchen backen und der Rauch sich über den Köpfen der Weihnachtsmarktbesucher ausbreiten würde.

Auch das wollige Selbstgestrickte, Yton-Weihnachtssterne, Terrassen- oder Türschmuck sowie Selbstgeschneidertes für das Kind, handgearbeiteter Schmuck, handgedrehte Kerzen und Weihnachtsdekoration fanden ihre Abnehmer.

Der Stammtisch „Nats hats“ verkaufte Weihnachtsbäume und das sogar mit Bring-Service. Hungern und dursten musste niemand, dafür hatten die Ostendörfer Schützen gesorgt. Der Adventsmarkt hat einmal mehr bewiesen, dass der kleinere Horstmarer Ortsteil lebt. Das Charmante an dem Markt: kein Kommerz, sondern das Engagement der Leerer Vereine, Stammtische und Gruppen steht im Vordergrund. „Alles geschieht ehrenamtlich, dass macht den Markt aus. Neben den Mitgliedern des Schützenvereins Leer Ostendorf und dem Marketingverein Horstmar Erleben engagieren sich viele weitere“, sagte Helmut Jöne, Vorsitzender der Ostendörfer Schützen.

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