Leer
Ein Feuerwerk der guten Laune

Horstmar-Leer -

Ein Feuerwerk der guten Laune brannten die Närrinnen der Kfd Leer im bunt geschmückten Saal der Gastwirtschaft Selker ab. Dort erlebten mehr als 70 Jecken ein tolles Programm. Drei Stunden lang wurde gelacht und geschunkelt. Die Frauen stimmten begeistert alte und neue Schlager an. Sollte der Leerer Kirchenchor einmal Nachwuchsprobleme bekommen, könnte er aus den Reihen der Leerer Kfd weitere Sänger rekrutieren.

Freitag, 24.02.2017, 15:02 Uhr

Dass Hungern keinen Spaß macht und nichts bringt, erkannten diese Akteurinnen.
Dass Hungern keinen Spaß macht und nichts bringt, erkannten diese Akteurinnen.

Demnächst gibt es im Dorf nicht nur die Kfd, sondern auch die Kmd. Diese Abkürzung steht für Katholische Männergemeinschaft. So trat der komplette Vorstand in Männeranzügen mit Schlips und Kragen auf.

Gut gestärkt mit Kaffee, Schnittchen und Brötchen starteten die Frauen in ihr Karnevalsprogramm, hervorragend moderiert von Martina Lueg . Die Vorsitzende, Agnes Telgmann , feierte derweil daheim ihren Geburtstag. Technisch begabt, wie die Leerer Frauen nun einmal sind, stellten sie eine Funkverbindung zur Jubilarin her und gratulierten mit der Gesangseinlage „Happy Birthday to you“.

In Leer sind die Weiber los

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  • Kfd Leer Weiberfastnacht Karneval Foto: fn
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  • Kfd Leer Weiberfastnacht Karneval Foto: fn
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Gleich zu Beginn des Nachmittags gab es eine denkwürdige Begegnung. Der Pfarrer (Marianne Schmitz) und die Ordensschwester (Agnes Telgmann) verirrten sich bei einer Bergwanderung und mussten gemeinsam in einer einsamen Berghütte übernachten und das natürlich in getrennten Betten. Immer wieder musste der Seelsorger die frierende Nonne mit wärmenden Decken versorgen, an ein Näherkommen war zunächst nicht gedacht. „Lasst uns mal tun wie Ehepaare“, lautete letztendlich die Bitte der Ordensfrau. „Dann hol Dir die Decken selbst“, konterte spontan der Geistliche, der damit die Lacher auf seiner Seite hatte.

Probleme mit dem zu dicken „Chatt“ (für nicht Plattdeutsch Verstehende: das ist der Hintern) hatte Helga Kölker. Als Dicke erleide man manche Qual, passe nicht ins Auto oder nicht einmal in eine Kirchenbank. Ein umfangreiches Betätigungsfeld zeigte Monika Gerdes als Basisfrau der Kfd auf. Sie müsse nicht nur Krankenbesuche machen und zu Geburtstagsfeiern gehen, sondern sogar die Glocken läuten lassen und die Kirchtüren öffnen, wenn die „Kirchen-Ruth“ abwesend sei.

Mit einem Kracher warteten Hanne Wilming als schwerhörige Oma und Anni Füchter als Begleitperson auf. Immer wieder kam es zu Verwechslungen. Den guten Rat, das Hörgerät wieder in Ordnung bringen zu lassen, konterte Oma mit „Ich arbeite im Beschwerdebüro, und da würd` es nur stören, könnt` ich gut hören.“

Hinter dem Chor der Hungernden verbargen sich Annette Deitermann, Klärchen Denkler, Dörthe Füchter, Elfriede Wenking und Elke Wissing. Sie begleiteten Martina Gerdes und Agnes Wenning auf ihrem Abnehmtrip. „Hunger, Hunger, ruft aus dem Bauch, gebt mir doch bitte etwas zu essen. Leben, leben will ich doch auch“, bettelten Martina Gerdes und Agnes Wenning immer wieder und wurden dabei vom Chor unterstützt. Es dauerte einige Zeit mit Aufenthalten in einer Kur, bis sie zu dem Entschluss kamen: „Nur gesunde Kost allein, kann des Rätsels Lösung sein.“

„Frau Wegmann war als Frau belesen, doch nie in einer Bar gewesen“, ließ Margot Jesse alle im Saal wissen. Sie landete mit ihrem Mann Heinz in einem Nachtlokal. Sehr zum Entsetzen seiner Frau kannten ihn dort alle, angefangen vom Nachtportier bis hin zum Taxifahrer, sprich, es wurde richtig peinlich für den Gatten. „Gehe nicht mit dem eigenen Ehemann in eine Bar bei Nacht, feiere lieber Weiberfastnacht “, lautete das Resümee der Ehefrau.

Ein neuer Star am Leerer Karnevalshimmel ging mit Maria Vorspohl auf. Auch sie hatte ihre Probleme mit einer ehemals schlanken Figur. Da war sie so dünn dass sie beim Duschen von Strahl zu Strahl springen musste, um überhaupt nass zu werden. Petra Wegmann berichtete, was sie so alles mit ihrem Ambrosius Heinz erlebte. Der wollte ihr sogar zur Silberhochzeit eine Reise nach Grönland schenken und sie dann zur Goldhochzeit wieder abholen.

Ihre Premiere in der Bütt meisterte auch Marlies Ahlers. Sie berichtete vom Ehepaar Müller, das keine Kinder bekommen konnte und daher einen Ersatzerzeuger bestellte, was zu Verwicklungen führte.

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