Horstmar-Leer
„Willkommens- und Friedensort“

Horstmar-Leer -

Der Wunsch nach Frieden, geboren aus dem Schrecken zweier Weltkriege, war das Motiv für den Bau der Friedenskapelle in der Bauerschaft Alst. Der gleichnamige Schützenverein errichtete den kirchlichen Raum vor 50 Jahren. Dieses Jubiläum soll am 5. Mai würdig gefeiert werden. Eine reich bebilderte Festschrift zum Thema ist bereits erschienen.

Donnerstag, 27.04.2017, 10:04 Uhr

Dem Vorstand im Jubiläumsjahr gehören Martin Vieth, Stefan Arning, Ottilie Rotering, Erich Büscher-Eilert und Ernst Telgmann (v.l.) als Vorsitzender an. 
Dem Vorstand im Jubiläumsjahr gehören Martin Vieth, Stefan Arning, Ottilie Rotering, Erich Büscher-Eilert und Ernst Telgmann (v.l.) als Vorsitzender an. 

Die Friedenskapelle in der Alst ist den Vereinsmitgliedern, Malermeister Anton Dingbaum und Lehrer Heinz Bienbeck, zu verdanken. In der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Alst am Ostermontag 1964 machten die beiden Männer den Vorschlag, den kleinen kirchlichen Ort in der gleichnamigen Bauerschaft zu errichten. Der Wunsch nach Frieden, geboren aus dem Schrecken zweier Weltkriege, begründete die Motivation.

Die Schützen nahmen den Vorschlag begeistert auf und und baten den Architekten Karl Baumgart in Burgsteinfurt, der lange in der Alst gewohnt hatte, einen Plan zu erstellen, Nach diesem bauten die Kinder der Alst-Schule nach Anleitung ihres Lehrers ein Modell im Maßstab 1:20. Kurz darauf gingen die ersten namhaften Spenden ein, die auch dringend gebraucht wurden, beliefen sich die veranschlagten Gesamtkosten für das Vorhaben auf immerhin 25  000 Mark. Aus diesem Grund veranstaltete der Schützenverein ein Preisschießen, dessen Reinerlös für den Bau bestimmt war. Im Juni 1964 wurde ein Kapellenverein gegründet. . . 

Wer wissen möchte, wie es weiter geht, und was es mit dem ehrenamtlichen Engagment der Alster auf sich hat, dem sei die reich bebilderte Festschrift empfohlen, die der Festausschuss zum 50. Geburtstag der Friedenskapelle herausgegeben hat. Diese ist in den heimischen Kreditinstituten und in der Gaststätte Meis-Gratz (Arning) zum Preis von fünf Euro erhältlich.

Als „ein Wahrzeichen des christlichen Glaubens und starker Gemeinschaft“, bezeichnet Bürgermeister Robert Wenking in seinem Grußwort das Gebäude mit seinem charakteristischen Turmhelm. Die weltoffene Geisteshaltung zeichne die Bauerschaft Alst aus. „Möge die Alster Kapelle auch in Zukunft ein besonderer Ort der Besinnung und allen Besuchern ein Symbol des Friedens und der Versöhnung sein“ wünscht der Erste Bürger der Stadt Horstmar dem Jubilar.

Gebührend gefeiert wird der 50. Geburtstag der Kapelle am 5. Mai (Freitag) mit einer Messe im Festzelt. Ihr folgen einer gemeinsame Marsch zur Kapelle. Dort wird ein Kranz niedergelegt und alle Besucher haben die Gelegenheit zur Besichtigung. Um 16 Uhr beginnt ein Kaffeetrinken im Festzelt.Nach der Begrüßung der Gäste sorgen der Kirchenchor Ss. Cosmas und Damian sowie die Stadtkapelle Horstmar für musikalische Unterhaltung. Gegen 19 Uhr ist der gemütliche Ausgang mit dem Übergang zum Schützenfest geplant.

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