Kunst
Leidenschaft und Naivität vereint zur Symbiose

Horstmar-Leer -

Manfred Tiedemann und Marlies Döking vereint Leidenschaft und Naivität zu einer anrührenden Symbiose von Material, Form und Thema. Die beiden Künstler stellen zurzeit im „CUBUS“ unter dem Titel „Dear Prudence and the Love Supeme“ aus. Die Präsentation in Leer ist noch am kommenden Wochenende (6. und 7. Mai) in der Zeit zwischen 10 und 16 Uhr zu besichtigen. Anfragen nimmt Marlies Döking unter Telefon 01 77/6 78 19 26 entgegen.

Mittwoch, 03.05.2017, 18:05 Uhr

Die Künstler Manfred Tiedemann und Marlies Döking vereint Leidenschaft und Naivität zu einer anrührenden Symbiose von Material, Form und Thema.
Die Künstler Manfred Tiedemann und Marlies Döking vereint Leidenschaft und Naivität zu einer anrührenden Symbiose von Material, Form und Thema. Foto: abine Sitte

Ein Herz in der Hand und Verzückung im Blick: Die aktuelle Ausstellung im „CUBUS“ „Dear Prudence and the Love Supeme“ der Künstler Manfred Tiedemann und Marlies Döking vereint Leidenschaft und Naivität zu einer anrührenden Symbiose von Material, Form und Thema. Berühren ausdrücklich erlaubt.

Wer nach Leichtigkeit in der Kunst sucht, wird in dieser kleinen Präsentation bereits auf den ersten Blick fündig. Fröhlich und unbeschwert empfangen die Bilder der Serie „Vergissmeinnicht“ von Marlies Döking die Gäste. Das leuchtende Apfelgrün des Hintergrundes, ein blauer Blütenteppich und davor sie: Prudence, die blauhaarig bezopfte und barbusige Kindfrau, die sich samt ihrer weiblichen Reize in unbeschwerter Natürlichkeit bewegt, tanzt oder schaukelt und so den Betrachter verzaubert.

Nichts Frivoles kommt zum Ausdruck – und ist auch nicht gewollt, nur pure sinnliche Lebensfreude sprüht aus Marlies Dökings Malerei. „Die Figur war plötzlich da“, sagt die Horstmarer Künstlerin. „Erst als Gekritzel auf dem Papier und dann musste sie auf die Leinwand. Geplant war das so nicht.“

Ebenso erging es Manfred Tiedemann. Der Norddeutsche aus der Nähe von Hamburg hat sich in hölzernen Herzen verloren. „Ich bin fasziniert von der Maserung des Holzes und versuche, sie in den Herzen einzufangen.“

Das sei der Flow, betont Andreas Laugesen als Kurator der Ausstellung in seiner Eröffnungsrede. Die beiden Künstler hätten „ganz tief in sich hinein gehört und dem, was sie dort vernommen haben, ganz ohne Korrektur zur Form verholfen.“ Ohne intellektuelle Intention.

So fräst der Manfred Tiedemann in der heimischen Werkstatt die Skulpturen aus Buchenholz, schleift und poliert Stücke so lange, bis sie glatt und weich in der Hand liegen. Zum Schluss legt der Künstler buchstäblich Balsam über die Herzen. „Ein Herz hat für mich die richtige Größe, wenn ich es gut in der Hand halten und drehen kann“, sagt der pensionierte Zahntechniker. Keines seiner Herzen gleicht dem anderen. Die Besucher lassen sich gern auf das Angebot zur Berührung ein und streichen vorsichtig über die weiche Oberfläche und abgerundeten Kanten. „Meditativ“ nennt Andreas Laugesen diese Arbeiten, „geprägt von tiefer Ruhe und Zurückhaltung.“

Die Ausstellung in Ostendorf 2, ist noch am kommenden Wochenende (6. und 7. Mai) in der Zeit zwischen 10 und 16 Uhr zu besichtigen. Anfragen nimmt Marlies Döking unter Telefon 01 77/6 78 19 26 entgegen.

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