Alles über den Kaffee
Reise durch die Welt des Kaffees

Horstmar -

„Warum ist Kaffee so beliebt? Und was macht eigentlich einen guten Kaffee aus?“ Diesen Fragen ging Dieter Kater, Inhaber der gleichnamigen Kaffeerösterei in Burgsteinfurt, während des „Ortstermins Horstmar“ auf den Grund. Er nahm die Besucher im Hotel Restaurant „Holskenbänd“ mit auf eine ebenso informative wie vergnügliche Reise durch die Welt des Kaffees. Zum Vortrag hatten das Kulturforum Steinfurt und der Stadtmarketingverein „HorstmarErleben“ eingeladen.

Mittwoch, 17.05.2017, 10:05 Uhr

Dieter Kater (r.) erläuterte dem Publikum verschiedene Kaffee-Sorten und Röstverfahren. Michael Gantke vom Kulturforum Steinfurt (kleines Foto, r.) dankte Dieter Kater für seinen gelungenen Vortrag.
Dieter Kater (r.) erläuterte dem Publikum verschiedene Kaffee-Sorten und Röstverfahren. Michael Gantke vom Kulturforum Steinfurt (kleines Foto, r.) dankte Dieter Kater für seinen gelungenen Vortrag. Foto: rgs

Kaffee ist der Deutschen liebstes Getränk. Pro Kopf und Jahr werden hierzulande 162 Liter davon konsumiert. Damit rangiert das braune Heißgetränk in der Gunst der Menschen weit vor dem Mineralwasser (143 Liter) und sogar dem Bier (106 Liter). „Doch warum ist Kaffee so beliebt? Und was macht eigentlich einen guten Kaffee aus?“ Diesen Fragen ging Dieter Kater , Inhaber der gleichnamigen Kaffeerösterei in Burgsteinfurt, auf den Grund. Er nahm die Besucher im Hotel Restaurant „Holskenbänd“ mit auf eine ebenso informative wie vergnügliche Reise durch die Welt des Kaffees. Zum Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Ortstermin“ hatten das Kulturforum Steinfurt und der Stadtmarketingverein „ HorstmarErleben “ eingeladen.

„Am besten gedeihen Kaffeepflanzen in den Ländern rund um den Äquator“, erklärte Dieter Kater, der als Kaffeehändler schon viele Anbaugebiete selbst bereist hat. Die größten Anbauländer seien Brasilen und Vietnam, die fast die Hälfte der Welt-Kaffeeproduktion liefern. Dem Wein vergleichbar, sei auch für die Kaffeepflanzen die Lage, Qualität der Erde, Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit entscheidend. Die botanische Gattung „Coffea“ gliedere sich in zwei Bereiche: Coffea Arabica und Coffea Robusta. Beide würden eine Vielzahl von unterschiedlichen Kaffee-Sorten und -Qualitäten hervorbringen. Arabica-Pflanzen können nur in Höhenlagen ab 600 Meter angebaut werden („Hochland-Kaffee“). Ihre Bohnen enthalten mit 0,9 bis 1,4 Prozent nur halb so viel Koffein wie Robusta-Sorten, ebenso weniger Chlorogen-Säuren, aber mehr Öle, die das Aroma tragen.

Arabica-Kaffee sei im Geschmack eher fein und ausgewogen aromatisch, der Robusta hingegen würziger und erdiger. „Es ist aber nicht wahr, dass Arabica-Kaffee grundsätzlich besser ist. Es gibt auch wunderbare Robusta-Kaffees“, räumte der Experte mit einem weit verbreiteten Vorurteil auf. Häufig würden auch Arabica und Robusta gemischt. Letztlich entscheide immer der persönliche Geschmack der Kaffee-Liebhaber.

Für die optimale Zubereitung eines guten Kaffees hatte der Experte auch einige Tipps parat. Eine teure Maschine ist seiner Erfahrung nach nicht notwendig: „Wenn Sie einen Porzellanfilter und gutes Filterpapier benutzen, kommen Öle und Aromen gut zur Geltung. Allerdings darf man das Pulver auf keinen Fall mit kochendem Wasser übergießen. In die Tasse soll der Kaffee dann mit 60 Grad.“

Vom Geschmack verschiedener Produkte aus der Rösterei konnten sich die Besucher bei einer Verkostung überzeugen. Kater präsentierte den Gästen auch ein Kuriosum aus der Kaffee-Welt: den „Kopi-Luwak“. Die Bohnen dieser Kaffee-Sorte haben den Verdauungstrakt von Zibet-Katzen durchlaufen. Liebhaber zahlen für eine Tasse zehn Euro. Es ist eben alles Geschmackssache. . .

Infos unter www.katerskaffeeroesterei.de

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