Ein musikalischer Leckerbissen
Ein ganz besonderer Abend

Horstmar -

Indische Musik vom Feinsten bekamen die Besucher im Münsterhof beim Auftritt der Gruppe Maharaj geboten. Der Tabla-Spieler Prabash Maharaj, der Sitar-Virtuose Abhischek Maharaj und deren Vater Vikash Maharaj am Saiteninstrument Sarod boten dem Publikum einen ganz besonderen Abend. Die Zuhörer zeigten sich gebannt von den indischen Melodien, die sich stark von europäischen Kompositionen unterscheiden.

Donnerstag, 18.05.2017, 15:05 Uhr

Erwiesen sich beim Konzert im Münsterhof als brillante Virtuosen auf ihren Instrumenten (v.l.): Prabash Maharaj, Vikash Maharaj und Abhischek Maharaj.  
Erwiesen sich beim Konzert im Münsterhof als brillante Virtuosen auf ihren Instrumenten (v.l.): Prabash Maharaj, Vikash Maharaj und Abhischek Maharaj.   Foto: abi

Mit der indischen Musik wird klassischerweise die Sitar assoziiert, jene bauchige Langhalslaute, die persische Wurzeln hat. In Europa wäre sie wohl weniger bekannt, hätte es in den 60er Jahren nicht eine Band namens „ The Beatles “ gegeben. Deren Mitglied George Harrison fand Gefallen an dem Zupfinstrument und baute dessen Klänge in seine Songs „Love you to“ oder „Within you without you“ ein. Erstmals war eine Sitar in dem überaus populären Song „Norwegian Wood“ zu hören.

Auch andere Bands bereicherten in den 60ern ihre Songs mit diesem Instrument. Harrisons Sitar-Lehrer war kein geringerer als der berühmte, 2012 verstorbene, Ravi Shankar. Und dieser war auch ein Freund der Familie Maharaj. Der Tabla-Spieler Prabash Maharaj , der Sitar-Virtuose Abhischek Maharaj und deren Vater Vikash Maharaj an dem Saiteninstrument Sarod traten am Mittwochabend im Münsterhof auf.

Das Trio ist ähnlich wie Shankar es war, weltweit ein Botschafter der indischen Musikkultur. Eingeladen zu diesem hochkarätigen Konzert hatte der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen.

„Dieser Auftritt ist ein besonderes Highlight“, freute sich Dr. Reinhard Stahl von den Grünen in seiner Begrüßung. Die Familie Maharaj sei auf hohem Niveau in der 15. Generation musikalisch aktiv.

„Wie wir fühlen, genauso spielen wir auch“, sagte Prabash Maharaj, der das Schlaginstrument Tabla meisterhaft beherrscht und während des Abends Erklärungen zu den Stücken gab.

Die indische Musik lässt sich nicht einfach „konsumieren“. Sie erfordert konzentriertes Zuhören. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell, dass sie Leib und Seele in den Bann zieht, geradezu meditative Wirkung ausübt. „Wir spielen keine Lieder, wir spielen Natur auf unseren Instrumenten“, so Prabash. Das klingt wie ein Dialog, oftmals geradezu wie ein Wettstreit von Sitar, Sarod und Tabla.

Stets spielt eines der Instrumente im Vordergrund und wird so lange von den anderen begleitet. Auf diese Weise entfalteten die Musiker ihre exzellenten Fertigkeiten besonders eindrucksvoll. Flink wie Libellenflügel fuhren die Finger des Tablaspielers über die zwei kleinen Kesseltrommeln, faszinierend.

Vikash Maharaj ist ein international renommierter Sarod-Spieler, einer von ganz wenigen, die das voluminöse Saiteninstrument noch mit einzigartiger Virtuosität beherrschen.

Das Publikum im Münsterhof war wie gebannt von den indischen Melodien, die sich stark von europäischen Kompositionen unterscheiden.

Auf die unzähligen musikalischen Auszeichnungen darf das Trio zu Recht stolz sein. Vater Vikash spielte mit den ganz Großen des Musikbusiness zusammen, so zum Beispiel mit Herbie Hancock oder Peter Gabriel, der nach seinem Split mit der Supergruppe „Genesis“ im Jahre 1975 auf dem Sektor „Weltmusik“ unterwegs ist.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4854057?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F171%2F
Neuer Plan gegen alte Probleme
Viele Klinikärzte fühlen sich überlastet. Dazu trägt auch der Fachkräftemangel an deutschen Krankenhäusern bei.
Nachrichten-Ticker