Kanalinspektion in Horstmar abgeschlossen
Hausanschlüsse machen Probleme

Horstmar -

Nachdem die Kanalinspektion in Horstmar abgeschlossen ist, kommt nun der Ortsteil Leer an die Reihe. Die Abwasserleitungen dort bestehen ausschließlich aus einem Trennsystem, dass heißt, Abwasser und Regenwasser werden getrennt eingeleitet. Wie Stephan Blankenagel vom Ingenieurbüro Kettler & Blankenagel aus Münster im Betriebsausschuss berichtete, soll unter der Geschwister-Buller-Straße, Zum Esch und unter dem Baugebiet Esch begonnen werden.

Mittwoch, 14.06.2017, 13:06 Uhr

Die Mitglieder des Horstmarer Betriebsausschusses besichtigten das mehr als 30 Jahre alte Pumpwerk an der Bahnhofstraße. Zudem nahm das Fachgremium unter dem Vorsitz von Ernst Gerks das Hauptpumpwerk mit dem Regenüberlaufbecken und dem Pumpenhaus in der Bauerschaft Niedern in Augenschein (kleines Bild).
Die Mitglieder des Horstmarer Betriebsausschusses besichtigten das mehr als 30 Jahre alte Pumpwerk an der Bahnhofstraße. Zudem nahm das Fachgremium unter dem Vorsitz von Ernst Gerks das Hauptpumpwerk mit dem Regenüberlaufbecken und dem Pumpenhaus in der Bauerschaft Niedern in Augenschein (kleines Bild). Foto: Matthias Lehmkuhl

Kameras werden nicht mehr durch die „Unterwelt“ von Horstmar fahren. Die Kanalinspektion ist abgeschlossen. „Jetzt werden wir das Kanalnetz in Leer untersuchen“, teilte Stephan Blankenagel vom Ingenieurbüro Kettler & Blankenagel aus Münster am Dienstagabend im Betriebsausschuss unter dem Vorsitz von Ernst Gerks (UWG) mit. Der Ingenieur zeigte dem Gremium anhand von Videoaufnahmen, wie es um die Abwasserkanäle in Horstmar bestellt ist.

Vor der Sitzung im Alten n Rathaus besichtigten die Ausschussmitglieder das Pumpwerk an der Bahnhof­straße und das Hauptpumpwerk mit dem Regenüberlaufbecken und dem Pumpenhaus in der Bauerschaft Niedern. „Das Pumpwerk an der Bahnhofstraße ist über 30 Jahre alt und benötigt eine neue Technik“, betonten Bauamtsleiter Ferdinand Keuchel und seine Stellvertreterin Melanie Wolbeck.

„Kanalinspekteur“ Stephan Blankenagel erklärte, dass selbstverständlich die Trennsystem-Kanäle in den Neubaugebieten so gut wie keine Schäden aufgewiesen hätten. „Auch die 20 bis 25 Jahre alten Mischwasserkanäle, wie beispielsweise unter der Schöppinger Straße sind in Ordnung.“

Anders sehe es vergleichsweise unter dem Borghorster Weg aus. Die Abwasserkanäle dort stammen aus den 1970er Jahren. „Das Material hat sich abgenutzt. Es ist eine raue Oberfläche entstanden.“ Außerdem existieren dort die klassischen Schäden: „Durch die Dichtungen wachsen Wurzeln und die Muffen haben gelitten.“ Die größten Probleme verursachen unsachgemäß ausgeführte Hausanschlüsse. Wo sich viele von diesen befänden, seien auch zahlreiche Schäden.

Blankenagel: „Eine Reparatur im Inlineverfahren funktioniert hier nicht. Das geht nur in offener Bauweise.“ Auch einige Schächte seien sanierungsbedürftig. Jetzt werden die Kanäle in Leer untersucht. Die Abwasserleitungen im Horstmarer Ortsteil bestehen ausschließlich aus einem Trennsystem. D.h. Abwasser und Regenwasser werden getrennt eingeleitet. Blankenagel: „Wir starten unter der Geschwister-Buller-Straße, Zum Esch und unter dem Baugebiet Esch.“

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