Kita St. Josef wird 60 Jahre alt
Ein Ort zum Wohlfühlen

Horstmar -

Der älteste Kindergarten in der Burgmannstadt wird am 12. August 60 Jahre alt. „Dieser runde Geburtstag wird diesmal nur mit unseren Kindern gefeiert“, betont Leiterin Beate Surmund. „Das haben das neunköpfige Erzieherteam und der Elternbeirat schon im letzten Jahr beschlossen, auch weil wir einfach wollen, dass dieser Geburtstag den Kindern gehört.“

Dienstag, 11.07.2017, 17:07 Uhr

In der Kita St. Josef herrscht immer viel Trubel. „44 Kinder, darunter auch sechs mit höherem Förderbedarf, fühlen sich bei uns einfach wohl“, betonen Kita-Leiterin Beate Surmund (2.v.r.), Verbundleiterin Maria Eckrodt-Bülters (r.) sowie die Eltern..In der Kita St. Josef herrscht immer viel Trubel. „44 Kinder, darunter sechs mit höherem Förderbedarf, fühlen sich bei uns einfach wohl“, betonen Kita-Leiterin Beate Surmund (2.v.r.), Verbundleiterin Maria Eckrodt-Bülters (r.) sowie die Eltern.
In der Kita St. Josef herrscht immer viel Trubel. „44 Kinder, darunter auch sechs mit höherem Förderbedarf, fühlen sich bei uns einfach wohl“, betonen Kita-Leiterin Beate Surmund (2.v.r.), Verbundleiterin Maria Eckrodt-Bülters (r.) sowie die Eltern..In der Kita St. Josef herrscht immer viel Trubel. „44 Kinder, darunter sechs mit höherem Förderbedarf, fühlen sich bei uns einfach wohl“, betonen Kita-Leiterin Beate Surmund (2.v.r.), Verbundleiterin Maria Eckrodt-Bülters (r.) sowie die Eltern. Foto: Detlef Held

Natürlich gibt es einige kleine Besonderheiten in diesem Jahr, macht die Leiterin deutlich. „So haben unsere 44 Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren, darunter sechs mit erhöhtem Förderbedarf, im März eine Familienmesse zu Ehren unseres Namenspatrons mitgestaltet.“ Und kürzlich ging es mit dem Bus zum Spieleparadies „Robbie Roobe“ in Hörstel am Hertha-See, wo sich alle auf dem Indoor-Spielgeländer austoben konnten.

„Und eigentlich“, sagt Beate Surmund (51) lachend, „ist jeder Kindergartentag wie Geburtstag. Das spüren wir Erzieherinnen auch an den Eltern, die uns bestätigen, dass alle jeden Tag genießen.“ Die Leiterin spricht aus Erfahrung, auch weil sie von 1968 bis 1971 selbst die Kita besuchte. „Ob mich das geprägt hat, Erzieherin zu werden weiß ich nicht mehr, auf jeden Fall habe ich nur gute Erinnerungen an diese Zeit.“ Von Dezember 1984 bis Juli 1985 machte sie hier ein Praktikum, bevor sie an der evangelischen sozialpädagogischen Ausbildungsstätte in Münster die dreijährige Erzieherinnenausbildung absolvierte. Ihre erste Station war in Marburg, dann im Bartholomäus-Kindergarten in Laer, wo sie zuletzt als Leiterin fungierte. Seit Oktober 2010 leitet sie die Kita St. Josef.

Auch wenn sich im Laufe der sechs Jahrzehnte in der pädagogischen Ausbildung vieles geändert hat, Ziel ist und bleibt eine christlich geprägte Erziehung, die den Kindern hilft, sich zu kleinen Persönlichkeiten zu entwickeln. Dabei wird Wert auf die Zusammenarbeit mit allen Eltern gelegt. Dazu gibt es als Gremien die Elternversammlung, den Elternbeirat und den Rat der Tageseinrichtung.

„Diese Zusammenarbeit ist eine wichtige Voraussetzung für unsere Arbeit“, betont Beate Surmund. „Vor allen Dingen sind wir keine Aufbewahrungsstätte sondern ein Ort, bei dem sich Kinder und Eltern einfach richtig wohl fühlen können und dürfen. Und das ungeachtet von Religion, Herkunft und Konfession. Das alles spielt bei uns überhaupt keine Rolle“, betont Surmund, „auch wenn die katholische Kirchengemeinde St. Gertrudis Träger ist.“ Zudem bildet die Kita St. Josef zusammen mit den Kindergärten St. Elisabeth und Cosmas und Damian in Leer das Familienzentrum Triangel.

Es gibt einen strukturierten Tagesablauf, damit alle Kinder zu ihrem Recht kommen. Die ersten kommen morgens um 7 Uhr, bis 9 Uhr sollten alle da sein. Um 16.30 werden die Kinder wieder abgeholt. Frühstück bringen alle selber mit und können dies zu sich nehmen, wenn sie Lust oder Hunger haben. Das Mittagessen kommt aus der Küche der St. Gertrudis Altentagesstätte, danach ist eine halbe Stunde Ruhepause für alle. Anschließend wird in den Gruppen in den verschiedenen großen und kleinen Gruppenräumen individuell gespielt.

Natürlich gibt es zahlreiche Kreativangebote oder es geht auf den Spielplatz nach draußen. Seit letztem Jahr gibt es sogar einen eigenen 800 Quadratmeter großen Garten, der von den Kindern beackert wird. Er wurde von einem Nachbarn zur Verfügung gestellt. Die geernteten Früchte (Erdbeeren, Johannisbeeren) oder das Gemüse (Erbsen, Möhren, Kartoffeln) bereichern die Speisekarte der Kita. Auch Fußballspielen ist in einer Ecke möglich.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5003786?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F171%2F
Lewe erklärt erneute OB-Kandidatur
Viel Applaus gab es für die Ankündigung von Markus Lewe (r.), erneut als OB zu kandidieren. Links CDU-Chef Hendrik Grau.
Nachrichten-Ticker