Ein neues Gesicht
„Möchten mit den Menschen leben“

Horstmar -

Carmen Gündling verstärkt ab dem 1. November das Seelsorgeteam der Pfarrei St. Gertrudis. Die Pastoralreferentin freut sich auf ihre neue Aufgabe. Schon bald möchte die 28-Jährige mit ihrem Mann Christian und dem fünf Monate alten Kilian am liebsten in die Burgmannsstadt ziehen. Zurzeit sucht die Familie nach einer passenden Wohnung.

Mittwoch, 12.07.2017, 18:07 Uhr

Ab dem 1. November verstärkt die 28-jährige Carmen Gündling das Seelsorgeteam der Horstmarer Pfarrei St. Gertrudis
Ab dem 1. November verstärkt die 28-jährige Carmen Gündling das Seelsorgeteam der Horstmarer Pfarrei St. Gertrudis Foto: gun

Katholischer geht es kaum: Carmen Gündling ist in Michelbach in der Nähe von Aschaffenburg in Unterfranken aufgewachsen. Zehn Jahre war sie im Pfarreirat, sie war Messdienerleiterin und organisierte Ferienfreizeiten. „Ich komme aus einer durch und durch katholischen Familie“, sagt die 28-Jährige mit einem Schmunzeln. Ein bisschen spiegelt sich darin die Vorfreude wider auf das, was kommt: Ab dem 1. November verstärkt die 28-Jährige als Pastoralreferentin das Seelsorgeteam der Horstmarer Pfarrei St. Gertrudis. Damit sich die kleine Familie bis dahin schon einmal einleben kann, möchte Carmen Gündling mit ihrem Mann Christian und dem fünf Monate alten Kilian am liebsten ganz bald in die Burgmannsstadt ziehen. Zurzeit suchen sie nach einer passenden Wohnung.

Dass sie nach dem Abitur das Bistum Würzburg verlassen hat, um im entfernten Münster katholische Theologie zu studieren, lag vor allem am guten Ruf der Fakultät: „Münster gilt als eine der besten Universitäten für dieses Fach.“ Dass man in Münster bei Wind und Wetter mit dem Rad unterwegs ist, machte die Domstadt für die Bayerin noch ein Stück sympathischer. Und dass sie dort während ihres Studiums ihren heutigen Mann kennenlernte, war ein weiterer Grund zum Bleiben.

Doch nicht nur privat haben die Studienjahre bei der jungen Frau einiges verändert. „Ich habe auch meinen naiven Kinderglauben abgelegt.“ Vorher habe sie vieles, was in der Bibel geschrieben steht, wenig hinterfragt. Heute ist die Theologin oftmals beeindruckt, wie geschickt die Evangelisten ihre Aussagen sprachlich und bildlich verpackt haben.

Der Wunsch, Pastoralreferentin zu werden, ist bei ihr erst nach und nach gewachsen: „Ich bin gerne für Menschen da.“ Eine der wichtigsten Voraussetzung für ihren Beruf. Das Diplom in der Tasche ging es direkt mit der Ausbildung weiter. Drei Jahre war Carmen Gündling Pastoralassistentin in St. Georg in Saerbeck: „Eine schöne Zeit, in der ich viel gelernt habe.“ Sie hat in der Grundschule Religion unterrichtet, die Kinder auf die Erstkommunion vorbereitet und besondere Gottesdienstformate für Familien angeboten. Die beiden letztgenannten Aufgaben wird die temperamentvolle junge Frau auch in Horstmar übernehmen. Was mit einer halben Stelle zusätzlich noch geht, muss sich zeigen. . . 

Carmen Gündling wollte gerne in eine kleine Pfarrei mit einem überschaubaren Team. Dass sich die Familie in Horstmar ein neues Zuhause einrichten wird, das war für sie und ihren Mann keine Frage. „Wir möchten mit den Menschen leben“, betont die Pastoralreferentin und hängt noch gleich ein Zitat von Papst Franziskus an, das natürlich nur im übertragenen Sinne gemeint ist, Carmen Gündling aber nachhaltig beeindruckt hat: „Wir müssen als Seelsorger den Stallgeruch der Schafe annehmen.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5005319?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F171%2F
Nachrichten-Ticker