Junger Mann geht in Haft
Keine Gnade für 23-Jährigen

Horstmar/Laer//Rheine -

Zu zwei Jahren und zwei Monaten Haft ohne Bewährung hat das Jugendschöffengericht Rheine einen 23-jährigen Mann aus Serbien wegen mehrfachen Einbruchsdiebstahls – unter anderem auch in Horstmar – verurteilt. Die Versuche des Anwalts des Beklagten, eine Bewährungsstrafe zu erreichen, scheiterten.

Mittwoch, 29.11.2017, 14:11 Uhr

Wegen Einbruchdiebstahls in Horstmar, Neuenkirchen, Rosendahl, Emsdetten, Ahaus und Legden mit einer Gesamtbeute von 14 700 Euro zwischen Mai und Juli 2015 verurteilte das Jugendschöffengericht in Rheine jetzt einen 23-jährigen Angeklagten aus Serbien zu zwei Jahren und zwei Monaten ohne Bewährung.

Der Mann, der Verwandte in Laer hat, wurde vor drei Monaten festgenommen und kam in Untersuchungshaft, aus der er vorgeführt wurde. Nach dem Urteil musste der Beklagte wieder zurück in die Zelle, der Haftbefehl blieb bestehen.

Sein Anwalt taktierte nach der Anklageverlesung: „Mein Mandant schweigt zu den Taten“. Zuvor hatte es ein Rechtsgespräch zwischen ihm, der Staatsanwaltschaft und dem Gericht gegeben, in dem er eine Bewährungsstrafe aushandeln wollte. Der Staatsanwalt schob jedoch einen klaren Riegel vor das Ansinnen. „Ich gehe bei Schuldnachweis, und die dafür stehen die Chancen nicht schlecht, von einem Strafrahmen deutlich über zwei Jahren aus“, antwortete er und fügte hinzu: „Bei Geständnis“.

Auch bezüglich der Anwendung des Jugendstrafrechts kam der Verteidiger nicht durch, weil der Angeklagte bei der letzten Tat am Arnold-Janssen-Gymnasium in Neuenkirchen schon 21 Jahre war. „Außerdem ist er in Serbien verheiratet und hat ein Kind“, hielt der Richter dagegen. Der Verteidiger konterte: „Er wurde mit 16 Jahren in Serbien verheiratet“. Darin sahen jedoch weder Staatsanwalt noch das Gericht den Beweis eines Jugendlichen, zumal der Angeklagte sagte, dass er mit der Eheschließung einverstanden gewesen wäre: „Ich konnte der Wahl der Frau zustimmen“.

Nach langem Hin und Her einigte man sich auf einen Strafrahmen ohne Bewährung, allerdings nicht weit über der Grenze von zwei Jahren bei Geständnis. Daraufhin räumte der Angeklagte alle Einbrüche ein.

Zu den Taten des Angeklagten gehörte auch ein Fall im Mai 2015 in Horstmar. Dort hatte sich der Mann Zugang auf das Firmengelände eines Unternehmens verschafft und Flach- und Rundbleche im Wert von 6700 Euro entwendet.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5321359?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F171%2F
Preußens Remis gegen Großaspach ist eine gefühlte Niederlage
Fußball: 3. Liga: Preußens Remis gegen Großaspach ist eine gefühlte Niederlage
Nachrichten-Ticker