Zünftiges Oktoberfest am Kalvarienberg mit über 400 Besuchern
In Leer, da steht ein Hofbräuzelt

Horstmar-Leer -

Rappelvolles am Kalvarienberg. „Ein Prosit der Gemütlichkeit“, angestimmt vom 30-köpfigen Blasorchester aus Metelen unter der Leitung von Dirk Brünenburg. Alle singen mit. Und es gibt (von zahlreichen Sponsoren eingeschenktes) Freibier. Die Stimmung ist prächtig beim Oktoberfest in Leer.

Mittwoch, 10.10.2018, 15:32 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 07.10.2018, 14:14 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 10.10.2018, 15:32 Uhr
Ausgelassene Stimmung herrschte von Beginn an im Festzelt am Kalvarienberg, wo rund 400 Besucher ein zünftiges Oktoberfest mit allem, was dazu gehört, gefeiert haben.
Ausgelassene Stimmung herrschte von Beginn an im Festzelt am Kalvarienberg, wo rund 400 Besucher ein zünftiges Oktoberfest mit allem, was dazu gehört, gefeiert haben. Foto: Franz Neugebauer

Bereits zwei Stunden vor dem Fassanstich stellen sich die Gäste an, um einen guten Platz zu bekommen. 400 Besucher füllen am Ende das Zelt, in dem ein verführerischer Duft von Schweinshaxen, Rouladen, Püree und Sauerkraut Appetit macht.

„Hast Du schon geübt?“, will Frank Hölscher von Robert Wenking wissen, als der Bürgermeister zum Fassbieranstich antritt. Vorsichtshalber hat Ralf Arning eine Schürze zur Verfügung gestellt. Beobachtet von seinem Stellvertreter Ludger Hummert benötigt Wenking nur drei Schläge. Dann sprudelt der Gerstensaft aus dem Hahn. Wenking hat dabei so kräftig den Hammer geschwungen, dass sich der Stil löst. „O’ zapft is“, ruft er in die Runde und intoniert gleich das Lied, das zum Ohrwurm an diesem Abend wird: „In Leer, da steht ein Hofbräuzelt. Oans, zwoa, gsuffa.“ Auf dem Oktoberfest in München könne es nicht schöner sein, sind Patrik Brinkhaus und Frank Hölscher überzeugt. Als Vertreter der Ostendörfer und der Dörfer Schützen hatten sie das Oktoberfest zusammen mit ihren Mitgliedern organisiert.

„Wir feiern es bereits seit dem Jahre 1992“, erinnert sich Rudi Wenking. Damals sei nur ein Ehepaar mit Dirndl und Lederhosen gekommen. Jetzt ist es schon die Ausnahme, wenn jemand nicht in bayerischer Tracht teilnimmt. Auch der Verwaltungschef hat die Krachlederne angezogen.

Auch aus dem größeren Ortsteil Horstmar sind Besucher gekommen. Zu ihnen gehört auch Lea Röschenkemper. Sie ist mit ihrer Clique da. „Wir sind seit Jahren dabei. Es gefällt uns immer wieder gut. In Horstmar gibt es eine derartige Veranstaltung, vereinsübergreifend, nicht,“ sagt sie. Zu den Gästen gehörten aber auch Besucher aus Metelen und Burgsteinfurt.

Zur Gaudi an dem Abend gehört das Kräftemessen zwischen den „Himmelsstürmern“, vertreten durch Pfarrer Dhaman Karanam und Präddikant Alexander Becker, sowie Vertreter der „Weltpolitik“ mit Petra Raus und Ludger Hummert. Am Nagelbalken übernimmt das Leerer Duo die Führung. Die Besucher wundern sich, wie treffsicher Petra Raus ist.

Das Sägen mit einer langen Blattsäge erfordert Teamgeist. Der Pfarrer und der Prädikant liegen in diesem Punkt vorne. „Ihr müsst die Sägen mal schärfen“, sucht Ludger Hummert nach einer Erklärung für sein Abschneiden.

Das Oktoberfest könnte am Kalvarienberg nicht stattfinden, wenn Theo Kajüter das Feld für das Festzeltes nicht bereitstellen würde. Ihm und seiner Mutter Maria gilt dafür ein besonderer Dank. Recht umfangreich ist das Repertoire der Abteilung Egerländer Blasmusik der Metelener Blaskapelle. Nach bayerischer Musi, wobei natürlich der Schuhplatter nicht fehlen darf, tauchen sie ab an die moderne Schlagerwelt. Bis in die Morgenstunden wird schließlich zünftig gefeiert.

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