Horstmar macht mit
Den Stürzen die Stirn bieten

Horstmar -

Die Burgmannsstadt beteiligt sich am Projekt „Sturzmanagement mit bürgerschaftlichem Engagement“ (Stu.bE“) der Fachhochschule Münster. Unter dem Oberbegriff „münster.land.leben“ geht es dabei um Gesundheitsversorgung, Teilhabe und Wohlbefinden im ländlichen Raum. Am 9. Dezember wird das Vorhaben auf dem Horstmarer Weihnachtsmarkt präsentiert. Dabei wollen die Initiatoren mit den Bürgern ins Gespräch kommen.

Freitag, 23.11.2018, 18:00 Uhr aktualisiert: 25.11.2018, 12:38 Uhr
Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen der Fachhochschule Münster, Kerstin Wippermann (l.) und Britta Magers, sowie der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Heinz Lölfing, werben für das Projekt „Sturzmanagement mit bürgerschaftlichem Engagement“ (Stu.bE), an dem sich die Stadt Horstmar beteiligt.
Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen der Fachhochschule Münster, Kerstin Wippermann (l.) und Britta Magers, sowie der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Heinz Lölfing, werben für das Projekt „Sturzmanagement mit bürgerschaftlichem Engagement“ (Stu.bE), an dem sich die Stadt Horstmar beteiligt.

Egal, ob Schwäche, Kreislaufbeschwerden, Glätte, Krankheit, Stolperfalle, Unaufmerksamkeit, Unfall oder einfach Pech, es gibt vielfältige Gründe zu Fall zu kommen. Das kann unabhängig vom Alter jeden treffen. Doch, was tut der Gestrauchelte, um wieder hoch zu kommen? Wie kann verhindert werden, dass ein alter Mensch wohlmöglich tagelang hilflos in seiner Wohnung liegen bleibt? Was kann ein Helfer tun? Welche Hilfsmittel gibt es? Und wie können Stürze verhindert werden?

Auf alle diese und andere Fragen will das Projekt „Sturzmanagement mit bürgerschaftlichen Engagement“, kurz „Stu.bE“ genannt, der Fachhochschule Münster Antworten geben. Dieses stellen Britta Magers und Kerstin Wippermann während einer Pressekonferenz im Horstmarer Rathaus vor. Die beiden Frauen sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der FH und werben für ihr Vorhaben, das im Rahmen des Projektes „münster.land.leben“ stattfindet. Damit will sich die FH als innovative Hochschule beweisen und den Transfer zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern, um die Gesundheit, die Teilhabe und das Wohlbefinden der Bürger zu fördern.

„Horstmar ist ein Standort, der sich lohnt, untersucht zu werden“, zeigt sich der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Heinz Lölfing, überzeugt von dem Vorhaben, von dem alle nur profitieren könnten. Und weil das so ist, hat die Stadtspitze entschieden, dass die Burgmannsstadt dabei ist, wenn es darum geht, die Folgen von mangelnder sozialer Einbindung, eingeschränkter Mobilität und nicht barrierefreier Wohnsituationen zu bekämpfen.

„Technische Tools wie Falldetektoren, Sturzmelder und Hausnotrufsysteme in Kombination mit zeitnaher Hilfeleistung können bei sturzgefährdeten Personen das Sicherheitsgefühl stärken und Wohlbefinden, Gesundheit und Teilhabe unterstützen“, betont Britta Magers. Die Diplompflegepädagogin muss es wissen, schließlich hat sie früher als Krankenschwester gearbeitet. Sie und ihre Kollegin Kerstin Wippermann, die Gesundheitswissenschaftlerin ist, haben bereits im Frühling erste Kontakte zur Stadtverwaltung, zur Caritas und zum St.-Gertrudis-Haus geknüpft. Denn ihr Ziel ist es, möglichst viele Vereine, Verbände und Bürger in das Projekt einzubinden.

„Wir machen keine Vorgaben, sondern wollen unser Vorgehen gemeinsam mit den Bürgern entwickeln“, beschreibt Kerstin Wippermann die Vorgehensweise. Mit dem Ziel, förderliche sowie hinderliche Faktoren der Inanspruchnahme von Hilfeleistungen beziehungsweise der Einbindung in eine Notfallkette zu identifizieren, erfolge die Entwicklung des Sturzmanagement gemeinsam mit den Bürgern, Quartierkennen sowie professionellen Dienstleistern.

Stichworte, wie Nachbarschaftshilfe und soziale Kontrolle spielen beim bürgerschaftlichem Engagement eine entscheidende Rolle. „In meiner Generation und in der Altstadt funktioniert das meistens noch, aber in manchen Neubaugebieten ist es schon schwieriger“, gibt Heinz Lölfing zu bedenken, dass dort nicht mehr jeder jeden kennt. Dass die veränderten Gesellschafts- und Lebensverhältnisse ihren Tribut fordern, räumen auch die beiden FH-Mitarbeiterinnen ein, deren Ziel es ist, das bürgerschaftliche Engagement in der Burgmannsstadt zu fördern und zu stärken.

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