Feierlich
Von der Gemeinde getragen

Horstmar-Leer -

Das Seelsorgeteam der Kirchengemeinde St. Gertrudis freut sich über die Verstärkung durch Ralf Laumann. Der neue Diakon aus Leer wurde nach seiner Weihe, die kürzlich im St.-Paulus-Dom in Münster durch Bischof Felix Genn erfolgt ist, am Wochenende in seiner Heimatpfarrei feierlich eingeführt.

Montag, 10.12.2018, 14:18 Uhr aktualisiert: 12.12.2018, 08:19 Uhr
Ralf Laumann hat Freude an der Musik und gehört dem Chor „Only sometimes“ an, der ihn gerne in seine Mitte nahm.
Ralf Laumann hat Freude an der Musik und gehört dem Chor „Only sometimes“ an, der ihn gerne in seine Mitte nahm. Foto: fn

Von Sympathie und Zuversicht der gesamten Bevölkerung getragen wurde Ralf Laumann am Wochenende in der Pfarrgemeinde St. Gertrudis in sein Amt als Diakon im Zivilberuf eingeführt. Der zweifache Vater erwachsener Kinder stellte sich zunächst in Horstmar und dann in seiner Gemeinde in Leer vor. Vier Jahre lang hatte sich der gelernte Banker auf diese ehrenamtliche Arbeit im Seelsorgeteam vorbereitet. Unter donnerndem Beifall der Kirchenbesucher hieß Pfarrdechant Johannes Büll ihn willkommen. „Unzählige Menschen stehen hinter Dir und stärken Dir den Rücken“, erklärte der Seelsorger.

Ralf Laumann ist in der Gemeinde kein Unbekannter. Schließlich gehört er dem Kirchenchor von Ss. Cosmas und Damian an, ist Mitglied im Chor „Only some­times“ und verstärkt die Leerer Blickband. Zudem ist er seit vielen Jahren Mitglied im Schützenverein Leer-Dorf.

Viele Gemeindemitglieder waren gekommen, um in der rappelvollen Kirche – sie war fast so voll wie zu Heiligabend – den Gottesdienst mitzufeiern und zu gestalten.

Die Reihe der Gratulanten beim anschließenden Sektempfang in der Alltagskirche gab ein beredtes Zeugnis für Laumanns Verbundenheit mit der Bevölkerung.

Noch ein wenig nervös, wie er selbst sagte, trat der neue Diakon zum ersten mal als Prediger vor die Gläubigen. Er erinnerte an die Jahre der Vorbereitung. Es sei schön zu erfahren und zu erleben, wie er das, was er gelernt habe, im Gemeindeleben, aber auch im Berufs- und Familienleben anwenden zu könne.

„Diakone sollen helfen, das Evangelium zu verkünden und den Menschen, die ausgegrenzt, zweifelnd und schwach im Glauben sind, den Weg zurück zur Kirche zu zeigen“, umriss Laumann das Betätigungsfeld.

„Ich sehe meine Aufgabe im Dienst am Nächsten, bei den Alten und Kranken, den Sterbenden, Menschen in Konfliktsituationen aber auch im Kindergarten oder in der Schule“, machte er weiter deutlich. Das aber immer nur so viel, wie es seine eigene Freiheit oder Gesundheit zulasse.

Als Diakon im Zivilberuf arbeite er im Ehrenamt, sein Arbeitgeber sei nach wie vor die Volksbank Leer. Bewusst, aber für alle erkenntlich, schob Laumann einen Werbebock für seinen Arbeitgeber ein, der mit diesem Slogan „Jeder Mensch hat etwas, was ihn antreibt, wir machen den Weg frei“ wirbt. Genau das habe ihn bewegt, Diakon zu werden.

Eine herzliche Umarmung gab es mit Pfarrdechant Johannes Büll, der ihn auf den Gedanken gebracht hat, Diakon zu werden. Auf dem Weg dorthin habe ihn sein Weihespruch „Alles vermag ich durch den, der mich stärkt“ begleitet.

Jeder müsse selbst anfangen, Steine aus dem Weg zu räumen, im Alltag, in Familie und Beruf, in Nachbarschaft und Freundeskreis, forderte er. Das könne unbequem werden, wenn man Hindernisse überspringen müsse, um zum Beispiel Danke zu sagen, obwohl man den anderen nicht leiden könne, zuzuhören, wenn man eigentlich keine Zeit habe oder sich zu entschuldigen, wenn es auch schwerfalle.

Zahlreiche Glückwünsche und Geschenke konnte der Diakon zu seiner Einführung entgegennehmen. Dazu gehörte auch eine besondere Kette aus der indischen Heimat von Pfarrer Dhaman Karanam und ein Körbchen mit allerhand Präsenten für das tägliche Leben auch als Diakon, das der Pfarreirat und der Kirchenvorstand bestückt hatten.

Die Schwestern des Hauses Loreto und deren Einrichtungsleiterin Elke Thoms überbrachten eine Stola, die von Schwester Margarita gefertigt worden war, sowie eine Albe, die Schwester Lucina genäht hatte.

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