Kontakt aufgenommen
Netzwerk und Notfallkette sollen gebildet werden

Laer -

Der Fall Horstmar“ klingt wie der Titel einer neuen Folge der Krimi-Reihe „Tatort“. Gemeint ist mit dem doppeldeutigen Wortspiel aber ein Projekt der Fachhochschule Münster, woran Horstmar beteiligt ist (wir berichteten bereits). „Sturzmanagement mit bürgerschaftlichem Engagement“, kurz „Stu.bE“, lautet der Name der Studie. Untersucht wird, wie Menschen, die gestürzt sind, schnell und effektiv geholfen werden kann, beziehungsweise welche Möglichkeiten es gibt, Stürze zu verhindern. Während des Weihnachtsmarktes präsentierten wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der Fachhochschule das Projekt am Sonntag erstmals der Öffentlichkeit.

Mittwoch, 12.12.2018, 11:00 Uhr aktualisiert: 12.12.2018, 16:51 Uhr
Die Mitarbeiterinnen der Fachhochschule Münster und ihre Helferinnen präsentierten Ihr Projekt „Sturzmanagement mit bürgerschaftlichem Engagement“, kurz „Stu.bE“ genannt, im Borchorster Hof.
Die Mitarbeiterinnen der Fachhochschule Münster und ihre Helferinnen präsentierten Ihr Projekt „Sturzmanagement mit bürgerschaftlichem Engagement“, kurz „Stu.bE“ genannt, im Borchorster Hof. Foto: rgs

„Der Fall Horstmar“ klingt wie der Titel einer neuen Folge der Krimi-Reihe „Tatort“. Gemeint ist mit dem doppeldeutigen Wortspiel aber ein Projekt der Fachhochschule Münster , woran Horstmar beteiligt ist (wir berichteten bereits). „Sturzmanagement mit bürgerschaftlichem Engagement“, kurz „Stu.bE“, lautet der Name der Studie. Untersucht wird, wie Menschen, die gestürzt sind, schnell und effektiv geholfen werden kann, beziehungsweise welche Möglichkeiten es gibt, Stürze zu verhindern.

Während des Weihnachtsmarktes präsentierten wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der Fachhochschule das Projekt am Sonntag erstmals der Öffentlichkeit. „Wir möchten Kontakte zu den Bürgerinnen und Bürgern knüpfen, um aus erster Hand zu erfahren, wo Probleme liegen und welche Hilfen die Menschen sich im Notfall wünschen“, so Britta Magers . Die Diplom-Pflegepädagogin und ihr Team hatten am Info-Stand im Pfarrzentrum Borchorster Hof ein originelles Angebot für die Besucher.

In zwei kurzen Hörspielen wurden „Fallgeschichten“ geschildert. Einmal aus Sicht des Gestürzten, einmal aus Sicht des Helfenden. Am Ende sollten die Zuhörer Fragen beantworten und ihre Gedanken zum Thema aufschreiben. „So können wir uns ein Bild davon machen, was die Leute in einer derartigen Situation bewegt“, so Britta Magers. Sie freute sich über das rege Interesse der Bürger und die vielen Anregungen.

Beim Sturzmanagement geht es nicht vorrangig um technische Hilfsmittel wie Falldetektoren, Sturzmelder oder Hausnotrufsysteme. Die sind zwar hilfreich und erhöhen bei sturzgefährdeten Personen das Sicherheitsgefühl, reichen aber allein nicht aus. Die soziale Einbindung ist ebenso wichtig. „Es muss ein Netzwerk geschaffen und eine Notfallkette gebildet werden“, erklärt Britta Magers das angestrebte System. Wie genau ein Sturzmanagement aufgebaut werden und funktionieren könnte, wollen die FH-Mitarbeiterinnen gemeinsam mit Bürgern, Vereinen, Verbänden sowie professionellen Dienstleistern vor Ort erörtern.

Ein erster Workshop zum Thema soll im Februar in Horstmar stattfinden. Weitere Veranstaltungen sind in Planung.

Das innovative Projekt „Sturzmanagement mit bürgerschaftlichem Engagement“ ist Teil der Aktion „münster.land.leben“. Deren Ziel ist im weiteren Sinne die Förderung der Gesundheitsversorgung, der Teilhabe und des Wohlbefindens der Bürger im ländlichen Raum.

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