Ehrenamtliches statt Kommerz
Weihnachtsmarkt mit Charme

Horstmar-Leer -

Er ist klein, aber fein und hat Charme. So lässt sich der Weihnachtsmarkt in Leer beschreiben, der von den örtlichen Schützenvereinen gemeinsam mit dem Stadtmarketingverein „Horstmar erleben“ organisiert und durchgeführt wird. Rund um die Gaststätte „Tante Toni“ gab es am Wochenende ein buntes Angebot der heimischen Vereine, Verbände, Gruppierungen und Einrichtungen.

Montag, 17.12.2018, 16:50 Uhr aktualisiert: 21.12.2018, 16:36 Uhr
Der Jugendtreff „Jule“ verkaufte mit den Kindern gebastelte Geschenke.
Der Jugendtreff „Jule“ verkaufte mit den Kindern gebastelte Geschenke. Foto: fn

„Klein, aber oho“ – so präsentierte sich der Weihnachtsmarkt rund um „Tante Toni“ in Leer. Dicht an dicht drängten sich die Stände um die romantisch angestrahlte Kastanie im Hof der Gaststätte. In der Nacht zum Sonntag hatte es sogar geschneit, so dass das Gelände wie „verzuckert“ wirkte. Der Duft von Glühwein, Plätzchen und Bratwurst empfing die zahlreichen Gäste. Ralf Arning öffnete sogar die Türen von „Tante Toni“ und die Gäste fühlten sich am wärmenden Herdfeuer wohl. Sie bedauerten, dass das Wirtshaus sonst geschlossen ist.

Zwei Auftritte gab es für die Leersche Blick-Band unter der Leitung von Frank Wenking. Am Samstagabend präsentierte die Gruppe ein Adventskonzert vom Turm der Kirche Ss. Cosmas und Damian. Zudem traten die Musiker auf dem Weihnachtsmarkt auf.

Der Jugendtreff „Jule“ verkaufte mit den Kindern gebastelte Geschenke und freute sich über den guten Absatz seines Fotokalenders. In der Hexenküche von Beate, Andrea und Helena gab es alles, was die Natur an Früchten hergibt und was man zu einem guten und geistigen Getränk verarbeiten kann. Schon seit Anfang des Jahres stellt die Familie Lindenbaum aus Ostendorf, Hochprozentiges für den Weihnachtsmarkt her. „Die heiße Pflaume ist unser Renner“, hieß es beim Ausschank des heißen Likörs mit einem Schlag Sahne.

Fleißig war auch wieder Andrea Austrup gewesen. Ihre Mützen, Schals, Körnerkissen und Accessoires fanden guten Absatz. Auch der Kindergarten Grollenburg war mit von der Partie.

Eiserkuchen, hergestellt am offenen Feuer mit Buchenholz, offerierte nicht mehr der Stammtisch „Älschke Jungs‘“, sondern die jüngere Generation, die „Älschke Männers“. Der Stammtisch „Nats hats“ verkaufte Weihnachtsbäume, die er aus dem Sauerland geholt hatte, und das sogar mit Bringservice.

Hungern und dursten musste niemand, dafür sorgten die Ostendörfer Schützent.

Kein Kommerz, sondern das Engagement der Leerer Vereine, Stammtische und Gruppen stand im Vordergrund. Das mache den Charme des Leerer Weihnachtsmarkt aus, dass alles ehrenamtlich geschähe, so das Fazit von Helmut Jöne, dem Vorsitzenden der Ostendörfer Schützen.

Der Dorfpark wurde durch den Stadtmarketingverein „HorstmarErleben“ festlich illuminiert. „Ich bin hellauf begeistert und bleibe am Ball, in Leer das Parkleuchten zu organisieren“, kündigte Ludger Hummert an.

Besondere Erinnerungen hat die heimische Ärztin Sabine Heidler an den Weihnachtsmarkt. Auf diesem entstand nämlich vor sechs Jahren bei einem Glas Glühwein im Gespräch mit einigen Leerer Bürgern die Idee, vor Ort einen Dorfladen zu schaffen.

Nach stürmischer See in den Anfangsjahren sei dieser mittlerweile in einem ruhigeren Fahrwasser, freute sich ihr Mann Klaus Rüße, Aufsichtsratsvorsitzender des Geschäftes.

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