Aktion in der Sekundarschule
Auch wenig Metall summiert sich

Horstmar/Schöppingen -

Zwei Tonnen Gold, 20 Tonnen Silber und 720 Tonnen Kupfer könnten wiederverwertet werden, wenn die Bürger in Deutschland die rund 124 Millionen defekten oder veralteten Handys, Smartphones oder Tablets abgäben. Diese Zahlen schätzt die Telekom AG. An deren Sammelprojekt beteiligt sich in dieser Woche auch die Sekundarschule Horstmar/Schöppingen. „Der Erlös fließt in Naturschutzprojekte, auch in Deutschland“, sagt Lehrer Ingo Kabra. Gerade deshalb hat sich der Wahlpflichtkurs Technik der Jahrgangsstufe 9 für das Telekom-Projekt als Aktionspartner ausgesucht.

Dienstag, 12.02.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 14.02.2019, 16:30 Uhr
Werben für das fachgerechte Wiederverwerten alter Handys (v.l.): Pia Niehues, Leonie Stetzka, Luca Terhardt, Philipp Nennstiel, Lehrer Ingo Kabra und Tim Wenzel.
Werben für das fachgerechte Wiederverwerten alter Handys (v.l.): Pia Niehues, Leonie Stetzka, Luca Terhardt, Philipp Nennstiel, Lehrer Ingo Kabra und Tim Wenzel. Foto: Rupert Joemann

Zwei Tonnen Gold, 20 Tonnen Silber und 720 Tonnen Kupfer könnten wiederverwertet werden, wenn die Bürger in Deutschland die rund 124 Millionen defekten oder veralteten Handys, Smartphones oder Tablets abgäben. Diese Zahlen schätzt die Telekom AG. An deren Sammelprojekt beteiligt sich in dieser Woche auch die Sekundarschule Horstmar/Schöppingen.

„Der Erlös fließt in Naturschutzprojekte, auch in Deutschland“, sagt Lehrer Ingo Kabra. Gerade deshalb hat sich der Wahlpflichtkurs Technik der Jahrgangsstufe 9 für das Telekom-Projekt als Aktionspartner ausgesucht.

„In den Haushalten der 17 Technik-Schüler liegen 114 Handys und Smartphones entweder unbenutzt oder kaputt herum“, hat Ingo Kabra seine Schüler einmal zählen lassen. Im Unterricht beschäftigten sich die Mädchen und Jungen mit dem Produktzyklus eines Smartphones. „Einige Rohstoffe daraus sind durchaus endlich“, so Lehrer Ingo Kabra. Er verwies dabei auch auf die Metalle der Seltenen Erden. So nahmen die Rohstoffe, die in Handys verwendet werden, einen breiten Raum im Unterricht ein.

Aber nicht nur dort. Die Schüler stellten ihr Projekt in allen Klassen vor und baten die Mitschüler darum, nicht mehr benutzte und kaputte Handys in den Pausen in vier Sammelboxen zu werfen.

Die Telekom erfasst und bewertet in einem eigenen Recycling-Center sämtliche Geräte. Etwa 15 Prozent der Handy, Tablets und Smartphones eignen sich zur weiteren Verwendung. „Alle Daten der vorherigen Nutzer werden einem zertifizierten Prozess sorgfältig gelöscht“, so die Telekom. Defekte Geräte werden durch das Recycling-Center fach- und umweltgerecht recycelt, verspricht das Telekommunikationsunternehmen.

„Der Restwert für jedes Gerät liegt vielleicht bei gerade einmal einem Euro, aber die Vielzahl der Geräte macht es aus“, so Ingo Kabra.

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