Leerer Verein hat Wegestation zum Heiligen Josef errichtet
„Die Bauerschaft Ostendorf lebt“

HOrstmar-Leer -

Die Bauerschaft Ostendorf ist um eine Wege­station reicher. Sie zeigt den Heiligen Josef mit dem Jesuskind auf dem Arm. Die Statue steht unter einem Glasdach und wird durch eine Mauer geschützt. Errichtet wurde sie von einem eigens gegründeten Verein, der die Heiligenfigur der Nachwelt erhalten wollte.

Donnerstag, 21.03.2019, 15:02 Uhr aktualisiert: 22.03.2019, 16:12 Uhr
Mit den Verantwortlichen des Vereins „Errichtung und Erhaltung der Wegestation Ostendorfer Radweg“ und den Bewohnern der Bauerschaft Ostendorf freuten sich die Sponsoren, Helfer und weitere Beteiligte über die Realisierung des Projektes.
Mit den Verantwortlichen des Vereins „Errichtung und Erhaltung der Wegestation Ostendorfer Radweg“ und den Bewohnern der Bauerschaft Ostendorf freuten sich die Sponsoren, Helfer und weitere Beteiligte über die Realisierung des Projektes. Foto: Neugebauer

Fast alle Bewohner der Bauerschaft Ostendorf nahmen an der Feierstunde zur Segnung der Wegestation zum Heiligen Josef am Ostendorfer Radweg direkt neben den Besitzungen Drerup/Kappelhoff teil. Dort findet der Betrachter jetzt eine lebensgroße Figur des Heiligen Josef mit dem Jesuskind auf dem Arm. Diese steht auf einem Sockel unter einem Glasdach und wird durch eine Mauer geschützt.

„Möge die neue Wegestation ein Ort der Begegnung sein. Ein Ort, an dem sich Menschen bei schlechter Witterung unterstellen. Menschen, die Rast machen auf ihren Wegen und für ein paar Minuten durchatmen können“, lautete der Wunsch von Pfarrdechant Johannes Büll , als er die Station segnete. Sie möge gleichzeitig daran erinnern, dass Gott mitten in der Welt zugegen sei, beschütze und behüte und ein Obdach nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele bereithalte, fügte der Seelsorger hinzu.

Interessant ist die Get schichte der Heiligenfigur, für die es jetzt eine „Auferstehung“ gegeben hat. Sie wurde vor 100 Jahren erstellt und stand ehemals im Garten der Familie Drerup/Föcking. Durch einen Generationswechsel landete die Figur in Drerups Scheune. Sie musste dringend renoviert werden und sollte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Bürger aus der Bauerschaft Ostendorf riefen dazu den eingetragenen Verein „Errichtung und Erhaltung der Wegestation am Ostendorfer Radweg“ ins Leben. In gemeinschaftlicher Arbeit der Mitglieder und mit anderen fleißigen Helfern sowie öffentlichen und privaten Spendern konnte die Statue schließlich restauriert werden. „Wir haben in der Bauerschaft schon einiges geschaffen, wie zum Beispiel den Bau des Radwegs. Die Renovierung werden wir auch schaffen“, zeigte sich Vereinsvorsitzender Berthold Tenkmann während der Planung vor einem Jahr sicher, und er hat recht behalten. Bei der Verlesung der Namen derjenigen, die sich im Laufe des Jahres engagierten, blieb fast keine Familie in Ostendorf außen vor. Es gab weitere Hilfen aus dem Dorf und der näheren Umgebung. Doch es galt, nicht nur die Statue zu renovieren, sie musste auch geschützt und ansprechend präsentiert werden. Deswegen wurden Ziegelmauer und eine Stahlkonstruktion mit einem Glasdach als Wetterschutz errichtet.

„Der Verein möchte mit der Statue die Tradition der Vorfahren aufrecht erhalten und für die Gemeinschaft einen Ort zum kurzen Gebet, zum Innehalten bieten“, erklärte Berthold Tenkmann.

„Die Bauerschaft Ostendorf lebt“, stellte Bürgermeister Robert Wenking unter dem Beifall der Anwesenden fest, das man vor Ort Heimatverbundenheit mit christlichen Werten verbinde und praktiziere.

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