33. Internationale Occhi-Ausstellung am 1. und 2. Juni
Ein neu entdecktes Handwerk

Horstmar -

Anfang Juni kommen sie wieder in Horstmar zusammen: die Freunde der Occhi-Handarbeit. Aus den Niederlanden, Frankreich, Italien und Japan reisen Gäste an, um ihre Produkte zu präsentieren. Besucher können Halsketten, Deko und Decken nicht nur kaufen, sondern auch selbst die Occhi-Technik ausprobieren.

Sonntag, 19.05.2019, 14:04 Uhr
Die Occhi-Gruppe um Martina Boll (r.) freut sich auf den Juni, wenn die 33. Internationale Occhi-Ausstellung stattfindet (v.l.): Mathilde Rose, Hedwig Breuing, Maria Konermann und Ingeborg Uieß.
Die Occhi-Gruppe um Martina Boll (r.) freut sich auf den Juni, wenn die 33. Internationale Occhi-Ausstellung stattfindet (v.l.): Mathilde Rose, Hedwig Breuing, Maria Konermann und Ingeborg Uieß. Foto: Nix

Was vor Jahrhunderten noch Damen des Hochadels vorbehalten war, steht heute jedem offen: die Occhi-Handarbeit, bei der mittels des auf einem Schiffchen aufgewickelten Fadens so genannte „Spitzen“ entstehen. Die einzelnen Glieder der Spitze, die wie kleine Augen erscheinen, lassen sich zu kunstvollen Handarbeiten erweitern. „Occhi“ ist italienisch und bedeutet „Augen“.

Am 1. Juni (Samstag) von 12 bis 18 Uhr und am 2. Juni (Sonntag) von 10 bis 16.30 Uhr kann auf der 33. Internationalen Occhi-Ausstellung im Historischen Rathaus und im Verwaltungsgebäude jeder Freund dieser Handarbeitskunst zahlreiche Kreationen aus aller Welt bewundern. Die offizielle Eröffnung steht am Samstag um 11 Uhr im alten Rathaus auf dem Programm.

Das besondere Flair findet immer neue Freunde

„Aussteller aus ganz Deutschland sind vor Ort. Ebenso reisen Enthusiasten aus den Niederlanden, Frankreich, Italien und Japan an, um ihre selbst gefertigten Produkte zu zeigen“, kündigt Organisatorin Martina Boll aus Rosendahl-Osterwick an. Das besondere Flair dieses mittlerweile bereits traditionellen Events findet in der Burgmannsstadt jährlich neue Freunde. Der Eintritt kostet drei Euro pro Tag und pro Person.

Manch einer mag sich erinnern, auf Omas Kaffeetisch Deckchen gesehen zu haben, die nach dieser Methode gefertigt wurden. Heute ist die Bandbreite der Möglichkeiten immens groß geworden. Es gibt kaum etwas, das sich nicht mit der Occhi-Technik gestalten ließe.

Reise durch die Welt der Occhi-Fantasien

„Der Kreativität sind nun wirklich keine Grenzen gesetzt“, betont die Organisatorin Martina Boll. Ihre Mitstreiterinnen von der Occhi-Gruppe, Mathilde Rose aus Schöppingen-Eggerode, Hedwig Breuing aus Rosendahl-Darfeld, Maria Konermann aus Borghorst sowie Ingeborg Uieß aus Burgsteinfurt, pflichten ihr bei. Kürzlich trafen sich die fünf Frauen wieder einmal zum gemeinsamen Handarbeiten, um an ihrem Schal, Deckchen, Schultertuch und anderen Objekten zu arbeiten.

Sämtliche Aussteller zusammengenommen erlauben eine abwechslungsreiche Reise durch die Welt der Occhi-Fantasien. Schmuck ist ein beliebtes Motiv, dem sich manche Occhi-Fans gern verschreiben. Halsketten, Ohrringe, Broschen, Ringe, all dies lässt sich mit Faden und Schiffchen fertigen. Eher klassisch sind dem gegenüber Decken, Taschentücher, Handtücher sowie Deko-Artikel für die hohen Feiertage Weihnachten oder Ostern.

Früher weiße Töne, heute geht es bunt zu

Was die Farben angeht, ist heute ebenfalls nahezu alles möglich. Waren in früheren Zeiten weiße und cremefarbene Töne angesagt, so geht es heute sehr bunt zu. „Wir zeigten schon viele ausgefallene Motive“, so Boll. Da gibt es Mobilés, Engel, Clowns oder sogar einen Kimono. Das Publikum darf gespannt sein, was es diesmal zu sehen gibt.

Bietet die Ausstellung optisch bereits zahlreiche Attraktionen, so ist damit noch längst nicht alles vorbei. Wer will, kann auch kaufen oder die Sache mit Faden und Schiffchen bei fachkundiger Anleitung einmal selbst ausprobieren. Die Aussteller erklären gerne, wie sie zum Occhi kamen und was die Geheimnisse dieser Technik sind.

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