Beeindruckend
„Occhi ist für mich meditieren“

Horstmar -

Vielfältige Handarbeiten bekamen die Besucher der 33. Internationalen Occhi-Ausstellung am Wochenende in Horstmar zu sehen. Im Historischen Rathaus und benachbarten Verwaltungsgebäude präsentierten die rund 30 Aussteller um Martina Boll eine immense Vielfalt an Werken, die sie mit den Schiffchen geschaffen haben.

Montag, 03.06.2019, 15:50 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 07:00 Uhr
Gruppenbild mit Ludger Hummert (l.) und Martina Boll (erste Reihe l.) sowie den Ausstellern vor dem Historischen Rathaus.
Gruppenbild mit Ludger Hummert (l.) und Martina Boll (erste Reihe l.) sowie den Ausstellern vor dem Historischen Rathaus. Foto: Nix

Highlights filigraner und fantasievoller Handwerkskunst zeigte am Samstag und Sonntag die 33. Internationale Occhi-Ausstellung im Historischen Rathaus und dem benachbarten Verwaltungsgebäude der Burgmannsstadt. Rund 30 Aussteller aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Italien und Japan zeigten ihre selbst gefertigten Produkte. Jeder bekam eine Urkunde, die seine Teilnahme offiziell bescheinigt.

Occhi – wie war das noch? Mittels des auf ein Schiffchen aufgewickelten Fadens entstehen so genannte Spitzen. Sie sehen aus wie kleine „Augen“ und lassen sich kunstvoll erweitern zu Jacken, Schals, Taschen, Platzdeckchen, Untersetzern und und und . . . Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auch kleine Püppchen, Engel und Tiere sind Motive, ebenso stellte eine Occhi-Begeisterte Segel für ein kleinformatiges Holzboot her. All dies bewunderte das Publikum am Wochenende. Die Schöpfer der Kleinodien erklärten geduldig, wie solche Motive entstehen und worauf es ankommt.

Handwerkliches Geschick ist dabei eine Sache. Der Effekt auf die Handarbeiterinnen, übrigens gibt es auch Männer, die sich in der Kunst verstehen, ist ein weiterer Aspekt. „Wir nehmen uns Zeit“, sagt Chef-Organisatorin Martina Boll aus Osterwick. Das Schöne an Occhi-Handarbeit ist, dass wir dabei entspannen und alles mal aus einem anderen Blickwinkel sehen“.

Das bestätigt auch Ankie Doensen aus den Niederlanden. „Ich kann dabei sehr gut zur Ruhe kommen“ betont sie. „Occhi ist für mich Meditieren“. Mit zehn Jahren lehrte ihre Tante sie das edle Handwerk, das in früheren Jahrhunderten Damen des Hochadels vorbehalten war. „Ich kann sogar Handarbeiten ohne hinzuschauen“, sagt die in der Nähe von Venlo wohnende Ausstellerin. Sie kreiert Blumen, die sie mit Rahmen versieht, Schmuck-Ketten und anderes. Dabei lässt sie ihrer Fantasie freien Lauf. Sogar Holzstücke verziert sie mit Spitzen und macht daraus ein kleines Kunstwerk.

„Vor allem freuen wir uns dass Sie schon so lange die Stadt Horstmar für ihre Ausstellung wählen“, hob der stellvertretende Bürgermeister Ludger Hummert bei seiner Begrüßung hervor. „Wir fühlen uns geehrt durch Ihre Anwesenheit hier im Stadtkern, andere Orte beneiden uns darum.“

„Wir treffen uns in Horstmar, freuen uns auf ein Wiedersehen und haben kein Konkurrenzdenken dem anderen gegenüber“, sagte Boll. Die Aussteller nehmen sich Zeit für ihr Publikum und für ihre Freunde, viele lieb gewordene „Dauerbesucher“ sind darunter. Die Teilnehmer schreiben sich untereinander, sie telefonieren, besuchen sich, planen neue Projekte fü die nächste Ausstellung, kurz sie holen die Sonne in ihre Mitte und schauen nach vor.

Eine besondere Ehrung erfuhren Maria fü ihre jahrelange unermüdliche Betreuung der Kasse mit den Eintrittskarten sowie Johan, der dafür sorgt, dass jeder ausreichend mit Kaffee versorgt wird.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6663564?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F171%2F
Nachrichten-Ticker