Louis Arning aus Leer im Düsseldorfer Landtag
Wenn Jugendliche Politik machen

Horstmar-Leer -

Landtagsabgeordneter zu sein, an Sitzungen teilzunehmen und um Entscheidungen zu ringen, ist kein Zuckerschlecken. Diese Erfahrung machte der 16 Jahre alte Louis Arning aus Leer. Er hat mit weiteren 198 Jugendlichen am zehnten Jugend-Landtag in Düsseldorf teilgenommen. Ermöglicht hat ihm die Teilnahme die CDU-Abgeordnete Christina Schulze Föcking

Montag, 08.07.2019, 17:00 Uhr
Louis Arning (l.) aus Leer und Diana Asan (r.) aus Burgsteinfurt nahmen auf Einladung der CDU-Landtagsabgeordneten Christina Schulze Föcking im Landtag in Düsseldorf an einer Sitzung des Jugendparlamentes teil und waren von der politischen Arbeit tief beeindruckt.
Louis Arning (l.) aus Leer und Diana Asan (r.) aus Burgsteinfurt nahmen auf Einladung der CDU-Landtagsabgeordneten Christina Schulze Föcking im Landtag in Düsseldorf an einer Sitzung des Jugendparlamentes teil und waren von der politischen Arbeit tief beeindruckt. Foto: nn

Landtagsabgeordneter zu sein, an Sitzungen teilzunehmen und um Entscheidungen zu ringen, ist kein Zuckerschlecken. Diese Erfahrung machte der 16 Jahre alte Louis Arning aus Leer. Er hat mit weiteren 198 Jugendlichen am zehnten Jugend-Landtag in Düsseldorf teilgenommen. Ermöglicht hat ihm die Teilnahme die CDU-Abgeordnete Christina Schulze Föcking . Beide hatten sich beim Wahlkampf von Schulze Föcking im Leerer Dorfladen getroffen.

Immer wieder kam Louis in Folgejahren zu ihren Sprechstunden in Leer. Sie merkte das große Interesse des Jugendlichen an politischen Themen und machte ihr Versprechen zur Einladung nach Düsseldorf wahr.

Die Neugierde von Louis Arning, der das Gymnasium Arnoldinum in Burgsteinfurt besucht und im Leerer Dorfladen hilft, war groß. Nach der Unterbringung in einer Jugendherberge erfolgte die Begrüßung im Plenarsaal durch den Präsidenten des Landtages. In kleinen Gruppen gab es dann eine Führung zu den Fraktionssälen.

Recht lang waren die Arbeitstage in den Ausschüssen und im Plenum. Sie endeten erst gegen 22 Uhr. „Auf eine gute Argumentation kommt es an, wenn man etwas erreichen will“, merkte Louis Arning sehr schnell. Schreien oder wild gestikulieren helfe gar nichts, so seine Erkenntnis.

Die Plenarsitzung des Jugend-Landtages begann mit einer Aktuellen Stunde zum Thema „Sicherer Hafen NRW“. Aktueller Anlass und Inhalt der Debatte war die Rettung von Flüchtlingen aus Seenot im Mittelmeer.

Nach engagierter Diskussion über die „Fridays for Future“-Demonstrationen lehnte der Jugendlandtag mit Mehrheit einen Eil-Antrag mit dem Titel „Demonstrationsrecht während der Schulzeit“ ab.

Wie im richtigen Leben wurde über einen Antrag auf Einführung einer allgemeinen Impfpflicht als Voraussetzung für einen Kita-Platz gerungen. „Jetzt weiß ich auch, wie wichtig die Anhörung von Experten zur Entscheidungsfindung ist“, erkannte Louis Arning sehr schnell.

Man hatte Ärzte ins Plenum geholt. Mit geänderter Fassung wurde der Antrag schließlich angenommen mit der Forderung, umfassender über die Folgen von Virusinfektionen zu informieren.

Zudem erlebte der junge Leerer die Beratungen in „der CDU-Fraktion“, deren Vorsitzende die Burgsteinfurterin Diana Asani war. Er stellte fest, dass auch über die Fraktionsgrenzen hinaus Mehrheiten für die Abstimmungen gesucht wurden.

Ebenfalls verabschiedet wurde der Antrag, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) attraktiver zu gestalten. Ziel des Antrages war es, vor allem die Infrastruktur deutlich zu verbessern.

„Beide Anträge werden nicht in der Versenkung verschwinden und damit war unsere Arbeit auch nicht vergebens“, ist Louis Arning am Ende überzeugt. Der Sitzungsverlauf wurde protokolliert, die Ergebnisse werden nun den „richtigen“, also gewählten Abgeordneten vorgelegt.

Ziel des Jugend-Landtages war es, durch „learning by doing“ die Jugendlichen über die parlamentarische Arbeit zu informieren und zu einem möglichst langfristigen politischen Engagement zu ermuntern.

Dass dieses Ziel erreicht wurde, konnten auch Christoph und Claudia Arning, die Eltern von Louis, bestätigen. Sie verfolgten eine Diskussion auf den Zuschauerrängen des Plenarsaales. Louis Arning zum Abschluss: „Politik könnte mein Interessensgebiet werden. Das interessiert mich bereits jetzt auf dem Gymnasium.“

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