Einmaliges Erlebnis
Duo punktet beim Publikum

Horstmar -

Musikgenuss pur bot das russische Duo Natalja und Alexander Dmitrusik bei seinem Auftritt in der evangelischen Erlöserkirche in Horstmar. Mit den hochkarätigen Vollprofis startete das neue Veranstaltungsformat „Sommerkonzert“ seine Premiere erfolgreich. Die Zuhörer zeigten sich jedenfalls begeistert und sangen beim Finale sogar mit. So ging der Abend besinnlich, ja geradezu feierlich zu Ende.

Dienstag, 13.08.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 13.08.2019, 16:20 Uhr
Natalja und Alexander Dmitrusik „verzauberten“ ihr Publikum in der Erlöserkirche.
Natalja und Alexander Dmitrusik „verzauberten“ ihr Publikum in der Erlöserkirche. Foto: NIx

Zwei ganz besondere Gäste, Natalja und Alexander Dmitrusik, begrüßte die Evangelische Kirchengemeinde in der Erlöserkirche. Sie spielt Zimbali im weißrussischen Nationalorchester der Volksmusikinstrumente, er ist Klarinetten-Solist im Opern- und Ballett-Theaterorchester Minsk. Mit den hochkarätigen Vollprofis startete das neue Veranstaltungsformat „Sommerkonzert“. Diese Premiere war ein voller Erfolg.

„Ich bin sehr beeindruckt, dass die Reihen so voll geworden sind“, freute sich Prädikant Alexander Becker . Zustande kam das Konzert mit Sponsoring des Freundeskreises zur Förderung der Chormusik in der evangelischen Kirchengemeinde in Horstmar.

Erstmalig in der Burgmannsstadt, da waren sich alle Zuhörer einig, stand das weißrussische Instrument „Zimbali“ hier auf einer Bühne. Gespielt wurde es von Natalja Dmitrusik.

In Russland gibt es Orchester, in denen das Zimbali, ein mit Klöppeln geschlagenes „Hackbrett“, die erste Geige ersetzt. Weitere Zimbali spielen anstelle der Streichergruppe. Der Klang erinnert an ein Cembalo, aber auch entfernt an ein Glockenspiel und fasziniert durch seine besondere Klangfarbe.

Beide Musiker spielten ihre Instrumente hauptsächlich solo, mehrere Stücke auch als Duo. Der Vortrag des Klarinettisten wurde durch die Einspielung von Orchesterparts ergänzt. Das Repertoire war ein Mix aus klassischen und volkstümlichen Melodien berühmter Komponisten. So brachte Dmitrusik unter anderem sein Lieblingsstück von Wolfgang Amadeus Mozart, den zweiten und dritten Satz des Klarinettenkonzertes in A-Dur KV 622, zu Gehör. Das präzise und einfühlsame Spiel des Musikers versetzte das Publikum gleich in Begeisterung. Auch der beschwingte „Walzer Nr. 2“ von Dmitri Schostakowitsch fand große Resonanz.

Mit seiner Klarinette verzauberte Dmitrusik das Publikum ebenso wie seine Frau mit ihrem in diesen Breiten eher exotischen Zimbali. Sie interpretierte vor allem russische Volksweisen. Gemeinsam spielte das Ehepaar eine Filmmusik aus der Literaturverfilmung „Der Duft der Frauen“ mit Chris O` Donnell und Al Pacino in den Hauptrollen.

Der schnelle und heitere französische „Can Can“ aus Offenbachs Oper „Orpheus in der Unterwelt“ brachte besonders gute Laune in die Kirche.

Bewegend das Finale. „Sie sind der Chor“, sagte Becker zum Publikum zugewandt und drückte jedem einen Zettel in die Hand. Darauf stand der Text des Abendliedes „Der Mond ist aufgegangen“ nach einem Gedicht von Matthias Claudius. In der Bearbeitung für Klarinette und Zimbali, ergänzt durch den spontan singenden Chor der Zuhörer, ging der Abend besinnlich, ja geradezu feierlich zu Ende.

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