Ferienaktion der Horstmarer Landfrauen führt zur Gemüsegärtnerei Theyssen nach Laer
„Warum ist die Gurke krumm?“

Horstmar/Laer -

„Warum ist die Gurke krumm“, lautete die Frage der Ferienprogramm-Aktion, zu der die Horstmarer Landfrauen interessierte Kinder eingeladen hatten. Diese fuhren mit einem Trecker samt Planwagen zum Gewächshaus des Familienunternehmens Theyssen nach Laer. Dort konnte der Nachwuchs sehen, wie Gemüse angebaut wird. Unterwegs gab es noch ein Picknick.

Donnerstag, 15.08.2019, 15:50 Uhr aktualisiert: 15.08.2019, 15:58 Uhr
Mit einem Planwagen fuhren die Teilnehmer der Ferienaktion der Landfrauen Horstmar zur Gemüsegärtnerei Theyssen nach Laer. Dort erfuhren die jungen Gäste viel Wissenswertes über Gurken, Tomaten und Paprika.
Mit einem Planwagen fuhren die Teilnehmer der Ferienaktion der Landfrauen Horstmar zur Gemüsegärtnerei Theyssen nach Laer. Dort erfuhren die jungen Gäste viel Wissenswertes über Gurken, Tomaten und Paprika.

„Warum ist die Gurke krumm?“ Mit diesem Detektivauftrag machten sich jetzt fast 30 Mädchen und Jungen zwischen sechs und zehn Jahren auf den Weg nach Laer. Mit den Horstmarer Landfrauen erkundeten sie im Rahmen des städtischen Ferienprogramms die Gemüsegärtnerei Theyssen und begaben sich auf eine unterhaltsame Tour über Land.

Die Ermittlungsergebnisse des Nachwuchs konnten sich sehen lassen: So erfuhr dieser, dass krumme Gurken besonders aromatisch schmecken, aber schon früh von der Pflanze abgepflückt werden und daher gar nicht erst in den Handel kommen. Warum das grüne Gemüse allerdings nicht gerade gedeiht, das konnte auch Bettina Theyssen nicht sagen. Das Phänomen ist nämlich auch für sie und ihren Mann Manfred noch immer ein Geheimnis der Natur.

Bettina Theyssen führte di die kleinen Besucher durch die langen Gewächshäuser ihres Familienbetriebs, in denen viele verschiedene Sorten Tomaten, Gurken und Paprika angebaut werden. Ein spannendes Umfeld für die Vor- und Grundschüler: Mit Lupen kamen sie die stacheligen Blättern der hohen Schlangengurken-Pflanzen ganz nah und entdeckten die kleinen Nützlinge, die dabei helfen, die Pflanzen vor Schädlingsbefall zu schützen.

Hummeln, Bienen und Schmetterlinge sind bei der Bestäubung wichtige Verbündete des Gärtners, erfuhren die Mädchen und Jungen und ließen geduldig die anmutigen Falter auf ihren Schultern landen.

Ein besonderer Höhepunkt: Bettina Theyssen erlaubte den jungen Gästen eine rasante Fahrt durch das Tomatengrün hindurch auf den Schienen, auf denen die grünen Gemüsekisten normalerweise befördert werden. Ein großer Spaß für die Kleinen! Der ging nach der Tour durch die schwül-warmen Gewächshäuser an der frischen Luft weiter: Auf dem Hof Ewering in Niedern vertiefte die  Gruppe ihr Wissen.

Gastgeberin Anne Ewering hatte sich eine romantisch-lustige Geschichte rund um die schöne Tomatenprinzessin auf der Suche nach dem richtigen Partner ausgedacht, der die Kinder konzentriert lauschten. Dabei mussten sie möglichst viele Gemüsesorten, die im Märchen vorkamen, abspeichern, denn nach ihnen wurde im anschließenden Quiz gefragt.

Doch nicht nur um regionalen Gemüseanbau ging es während der Ferienaktion: Die Landfrauen hatten ihre Aktion unter den Vorzeichen von Plastikverzicht und Nachhaltigkeit geplant. Statt Getränken in Kunststoffbechern, boten sie den Kindern Mineralwasser aus der Region in Mehrweg-Glasflaschen an. Mit Saft aus Schagerner Äpfeln konnten sie diese wieder auffüllen.

Die erfrischende bunte Götterspeise beim Picknick unterwegs servierten die Veranstalterinnen in Gläsern und für das Snack-Gemüse und die krummen Gurken brauchten die Jungen und Mädchen ohnehin nur ihre Finger.

Mit diesen Maßnahmen nehmen die Horstmarer Landfrauen am Wettbewerb „Gib Plastik einen Korb“ teil, mit dem der Westfälisch-Lippische Landfrauenverband für die Reduktion von Kunststoffmüll wirbt.

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