Christoph und Reinhard Berkenbrock betreiben die Gaststätte „Zum Münstertor“ mit viel Elan
Neues Flair für „Opas Erbe“

Horstmar -

Für frischen Wind sorgen Christoph (l.) und Reinhard Berkenbrock in der Gastwirtschaft „Zum Münstertor“. Diese haben die Brüder vor drei Jahren von ihrem Opa Josef Berkenbrock übernommen. Nach einem erfolgreichen Umbau und mit viel Programm sprechen die jungen Betreiber auch neues Publikum an.

Freitag, 16.08.2019, 17:25 Uhr aktualisiert: 18.08.2019, 12:54 Uhr
Christoph (l.) und Reinhard Berkenbrock betreiben ihre Gaststätte „Zum Münstertor“ mit viel Elan und Leidenschaft. Dass die Übernahme so gut geklappt hat, ist auch der Familie, den neuen Mitarbeitern und zahlreichen Helfern zu verdanken.
Christoph (l.) und Reinhard Berkenbrock betreiben ihre Gaststätte „Zum Münstertor“ mit viel Elan und Leidenschaft. Dass die Übernahme so gut geklappt hat, ist auch der Familie, den neuen Mitarbeitern und zahlreichen Helfern zu verdanken.

Der Opa hätte vermutlich wahre Freude am Wirken der Enkel Christoph und Reinhard. Die beiden jungen Männer haben aus seiner ehemaligen Gaststätte „Zum Münstertor“ ein wahres Schmuckstück zum Einkehren für drinnen und draußen gemacht. Mitten in der Altstadt gelegen, zieht diese – nach dem erfolgreichen Umbau hübsch aufgepeppt – alle Altersgruppen an. Das bestätigt Christoph Berkenbrock bei einem Besuch dieser Zeitung vor Ort.

Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Reinhard betreibt der 32-Jährige seit Anfang 2016 die Kneipe, in der zuvor ihr Großvater Josef Berkenbrock mit Unterstützung seiner Frau Helene mehr als 60 Jahre hinter der Theke gestanden und sich um die Gäste gekümmert hat. Beide sind inzwischen verstorben, aber ihr Familienerbe wächst und gedeiht weiter. Dafür sorgt das Duo, das im Februar 2016 noch als Trio mit dem jüngsten Bruder Richard voller Elan und Tatendrang an den Start gegangen ist. Dieser starb am 17. April 2016 bei einem schrecklichen Unfall.

„Für uns stand fest, dass wir im Sinne unseres Bruders weitermachen“, erklärt Christoph Berkenbrock, dass gerade der Youngster besonders viel Herzblut in den Umbau gesteckt habe, der gleich nach der Übernahme anstand. Als Elektromeister konnte der 26-Jährige viel selbst machen. Seine Kenntnisse als Schreinermeister brachte Christoph und seine als Gärtner Reinhard ein.

Gemeinsam haben die neuen Inhaber einiges Geld investiert und mit der tatkräftigen Unterstützung der Familie, eine neue Theke und Toilettenanlage installiert, den Flur erneuert sowie für schickes Mobiliar und einen frischen Anstrich gesorgt. Dabei war der nachfolgenden Generation allerdings wichtig, dass der gemütliche und unverwechselbare Stil der Kneipe erhalten bleibt. Schließlich wollten die Berkenbrock-Jungen die Stammkundschaft des Opas nicht vergraulen und trotzdem neues Publikum ansprechen.

Ihrem Großvater haben die Enkel schon als Kinder gerne geholfen. „Ohne meine Jungs würde ich aufhören“, war ein häufiger Spruch des langjährigen Kneipenbesitzers. Ihm hielten zahlreiche Stammtische die Treue. So auch „Die blauen Jungs vom Münstertor“, die sich seit 1981 jeden Sonntag in der gemütlichen Altstadtwirtschaft treffen. Das ist auch nach dem Generationswechsel so, der erfolgreich über die Bühne gegangen ist.

Zurzeit zählen die Nachfolger 14 Stammtische und vier Sparclubs. Zudem nutzen zwei Dartclubs die beiden neuen, miteinander verbundenen Automaten, die Online Begegnungen mit Spielern überall in der Welt zulassen. Große Monitors, drei Kartenleser, ein Touch-Display, eine laserbasierte Abwurflinie sowie ein Internetanschluss machen es möglich.

Neu ist auch das vielseitige Programm. „Wir machen viel mit Live-Musik“, berichtet Christoph Berkenbrock und erinnert an den Auftritt von Ulli Bause, der zahlreiche Instrumente beherrscht, am 11. Mai. Am 1. Juni gab es bei schönstem Sommerwetter einen Cocktailabend im frisch eingerichteten Biergarten. Eine gelungene Premiere erlebte auch das Osterfeuer am 21. April.

Zudem haben die Berkenbrock-Brüder während des Stadtjubiläums Ende Mai zusammen mit Heuer die Bewirtung der Gäste am Stadtwall mit Kaffee und Kuchen übernommen. Damit wurden auch die Besucher des „Tags der offenen Gärten“ am 16. Juni versorgt.

Nicht zu vergessen der Auftritt der Band „Guitar Crasha“ im vergangenen Sommer. Weil der beim Publikum so gut ankam, gibt es am heutigen Samstag (16. August) die Zweitauflage. Dieses Mal sogar mit Vorband. Dabei grillt die Fleischerei Puschmann im Innenhof. Und das Beste, der Eintritt ist frei.

„Wir wollen möglichst vielen Menschen einen schönen Abend bereiten“, meinen die Gastgeber. Sie laden am 29. November noch zum „Black Friday“ mit DJ Fresh L ein. Am 30. November gibt es dann noch einen Glühweinabend im Innenhof mit Live-Musik von Matthias Dress.

Und wie schafft man mit einem Fulltime-Job die Gastronomie im Nebenerwerb? „Ohne unser tolles Team ginge das nicht“, räumt der Schreinermeister ein. Er und sein Bruder sind froh, dass sie sich voll auf ihre neun Kräfte, die hinter der Theke und im Service tätig sind, verlassen können. Zudem ziehen ihre Partnerinnen voll mit. Als Hausmeister unterstützt Hermann-Josef Berkenbrock seine Söhne, deren Hobby eben die Kneipe ist. Sie hoffen, dass das noch lange so bleibt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6853002?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F171%2F
Sinn nimmt Abschied von Münster
Am heutigen Mittwoch ist der letzte Verkaufstag im Modehaus Sinn (v.l.): Lydia Ostwald, Susanne Klaphake und Lili Schweizer
Nachrichten-Ticker