„Tag des offenen Denkmals“ findet viel Interesse in Horstmar und Leer
Hausherr öffnet Merveldter Hof

Horstmar -

Groß war das Interesse in Horstmar am „Tag des offenen Denkmals“. Bei der ersten Führung am und im Merveldter Hof am Vormittag begrüßte Bürgermeister Robert Wenking fast 100 Gäste und freute sich über den guten Besuch. Er bedankte sich bei Hausherr Wolfgang Hölker für die Öffnung des ehemaligen Burgmannshofs nach drei Jahren und bei Anton Janßen, der den Interessierten wieder seine profunden Kenntnisse vermittelte. In Leer hatten die Mühlen samt Müllerkotten geöffnet.

Montag, 09.09.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 10.09.2019, 16:34 Uhr
Professor Dr. Anton Janßen (2.v.l.) führte die Besuchergruppen durch Teile des Merveldter Hofes. Diesen hatte Hausherr Wolfgang Hölker (sitzend) nach drei Jahren am „Tag des offenen Denkmals“ wieder für interessierte Gäste geöffnet.
Professor Dr. Anton Janßen (2.v.l.) führte die Besuchergruppen durch Teile des Merveldter Hofes. Diesen hatte Hausherr Wolfgang Hölker (sitzend) nach drei Jahren am „Tag des offenen Denkmals“ wieder für interessierte Gäste geöffnet. Foto: utta Janßen

Groß war das Interesse in Horstmar am „ Tag des offenen Denkmals “. Bei der ersten Führung am und im Merveldter Hof am Vormittag begrüßte Bürgermeister Robert Wenking fast 100 Gäste und freute sich über den guten Besuch. Er bedankte sich bei Hausherr Wolfgang Hölker für die Öffnung des ehemaligen Burgmannshofs nach drei Jahren und bei Anton Janßen , der den Interessierten wieder seine profunden Kenntnisse vermittelte.

Der Gastgeber zeigte sich ebenfalls vom großen Zuspruch auch an der Führung am Nachmittag beeindruckt. Hölker erläuterte zunächst, wie er nach Horstmar gekommen und wie er als Schreiner zum Inhaber des Coppenrath-Verlages geworden ist. Dann ging der Verlagskaufmann auf die wechselhafte Nutzung des Gebäudes von Adelswohnhaus über Flüchtlingsunterkunft nach dem Zweiten Weltkrieg, dann nach der Restaurierung IT- Zentrum und bald wieder Wohnhaus ein.

Das Gebäude selbst stellte Anton Janßen als besonderes Beispiel der Baukunst Specklagentechnik vor. Diese wurde Ende des 15. Jahrhunderts in den flämischen Niederlanden (Limburger Provinzen) entwickelt und deshalb auch als Niederländische Renaissance, gelegentlich auch Maaslandse Renaissance, genannt.

Der Ehrenvorsitzende des Heimatvereins Horstmar erläuterte natürlich auch die Geschichte und vor allem die Baugeschichte des Hofes. Dabei führte Janßen zusammen mit dem Hausherrn die Besucher um und durch das Gebäude und machte deutlich.

Bei den Restaurierungen ab der zweiten Hälfte der 1980er Jahre sei das Prinzip der konservierenden Denkmalpflege bestimmend gewesen, so Janßen. Das habe zu mancher Diskussion mit der Denkmalbehörde geführt, ergänzte Hölker.

Josef Denkler und seine Mitstreiter vom Mühlen- und Heimatverein Leer freuten sich ebenfalls über eine gute Besucherresonanz, denn in beiden Mühlen am Leerbach samt dem Müllerkotten gab es im Laufe des Tages etwa jeweils fast 60 technisch interessierte Besucher. Viele davon kamen von außerhalb. So hatten die Mühlenbetreuer zahlreiche Fragen zu beantworten.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6914115?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F171%2F
Jetzt stinkt der lila See auch noch
Mal wieder lila: die Promenaden-Gräfte an der Kleimannstraße im Kreuzviertel.
Nachrichten-Ticker