Küchenchef des Hotel-Restaurants „Holskenbänd“ lässt sich in die Töpfe schauen
„Einfach und richtig lecker“

Horstmar -

Sebastian Roters war der dritte „Promi“, der sich im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Hinter den Kulissen“ den Fragen der Moderatorin stellte. Anni Lütke Brinkhaus entlockte dem Küchenchef des „Holskenbänds“ so einiges. So erklärte der gebürtige Burgmannstädter, dass er nach der Schule nicht in die Gastronomie wollte – schließlich kannte er das von seinen Eltern und Großeltern. Erst im zweiten Anlauf wurde der dreifache Familienvater Koch.

Donnerstag, 07.11.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 17:10 Uhr
Koch Sebastian Roters stellt sich den Fragen von Moderatorin Anni Lütke Brinkhaus. Einrichtungsleiter Bernd Wessel (Bild r.) begrüßt die Zuhörer in der Cafeteria des St.-Gertrudis-Hauses.
Koch Sebastian Roters stellt sich den Fragen von Moderatorin Anni Lütke Brinkhaus. Einrichtungsleiter Bernd Wessel (Bild r.) begrüßt die Zuhörer in der Cafeteria des St.-Gertrudis-Hauses.

Am liebsten isst er Bratkartoffeln mit Spiegelei und Spinat. Doch ihm liegt auch die feine Küche. Schließlich ist Sebastian Roters Chefkoch im „Holskenbänd“. Als solcher beherrscht der gebürtige Burgmannstädter die Herstellung von einfachen und exklusiven Gerichten. Dabei wollte er ursprünglich gar nicht Koch werden. Das alles und noch viel mehr entlockt Anni Lütke Brinkhaus dem „Horstmarer Jungen“. Sie ist Moderatorin der Veranstaltungsreihe „Hinter den Kulissen“, die am Mittwochnachmittag zum dritten Mal im St.-Gertrudis-Haus stattfindet. Dort begrüßt Einrichtungsleiter Bernd Wessel den besonderen Gast im Namen der Veranstalter. Das sind das Kulturforum Steinfurt, das in Kooperation mit dem Caritasverband Steinfurt, dem Heimatverein und dem Altenwohnheim in die Cafeteria des Hauses eingeladen hat.

Nachdem Bürgermeister Robert Wenking und Zeitungsmann Franz Neugebauer sich hinter die Kulissen haben schauen lassen, steht der Küchenchef im Fokus. „Ich bin in der Gastronomie groß geworden“, begründet der dreifache Familienvater, warum er erst im zweiten Anlauf Koch geworden ist. Nach seiner Lehre beim „Großen Kiepenkerl“ in Münster war Sebastian Roters für den Verband der Köche Deutschlands unterwegs. Seit 2004 betreibt er mit seiner Frau Anja das Hotel-Restaurant. „Seit 1957 haben wir 24 Mal um- und angebaut“, berichtet der Koch.

Der unverwechselbare Name „Holskenbänd“ (Holzschuh-Bernd) stamme von seinem Opa Bernhard Heuer. Der habe vor Eröffnung der Kneipe eine Holzschuhmacherei betrieben. Nachdem die Holsken aus der Mode gekommen seien, habe sich sein Großvater entschlossen, als Nebenerwerb das Gasthaus zu eröffnen. Daraus ist dann das Restaurant mit Saalbetrieb, Kegelbahn, Wintergarten und kleine Gaststätte gewachsen.

„Meine Eltern helfen immer noch fleißig mit“, freut Sebastian Roters sich über die Unterstützung von Paul und Gerda Roters, die wiederum den Betrieb von ihren Eltern Bernhard und Maria Heuer übernommen haben. „Meine Mutter hat mich machen lassen“, ist der Küchenchef für die Freiheiten dankbar, die es ihm ermöglicht haben, sich frei zu entwickeln und eigene Rezepte auszuprobieren. So gibt es seine Gans mit Apfel, Orangen, Zwiebeln und Beifuß. Durch das Gewürz würde das schwere Essen bekömmlicher.

Zu seinen Bezugsquellen gehörten Geflügelhöfe aus der Region. Das gelte auch für das Gemüse. Das Fleisch eines Tieres, das artgerecht gehalten würde, schmecke natürlich besser, meint der Koch, dem die Qualität, Frische und die gute Verarbeitung der Produkte sehr wichtig sind.

„Bei uns gibt es nur Spargel, wenn mein Händler ihn sticht“, betont Roters seine Maxime. Sein Beruf sei anstrengend, weil er mit viel Planung und Organisation verbunden sei, aber auch schön, weil er viel Abwechslung biete.

Ob in seiner Küche schon mal etwas richtig schief gelaufen ist, will die Moderatorin wissen. „Außer verbrannten Eiern und einer bei Hitze gekippten Hochzeitssuppe glücklicherweise nicht“, bekennt der Küchenchef, der über mehr als 180 Kochbücher verfügt und gerne mal mit Fernsehkoch Björn Freitag kochen würde. „Einfach und richtig lecker“, beschreibt er sein Lieblingsessen Bratkartoffeln mit Spiegelei und Spinat, das zufällig auch die Leiterin des Kulturforums, Dr. Barbara Herrmann, sehr gerne mag.

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