Dirigent Jürgen Schmidt wird nach 27 Jahren verabschiedet
Ein Glücksfall für die Stadtkapelle

Horstmar -

Die Jahreshauptversammlung der Stadtkapelle Horstmar von Samstag im Saal Sunke wird zweifellos in die Geschichte des Orchesters eingehen. Nach 27 Jahren übergab Jürgen Schmidt seinen Taktstock an Thomas Renkhoff. Eine beeindruckende Laudatio, vorgetragen von Werner Artmann und Hubert Blaschke, bewies den hohen Grad der Wertschätzung, den die Musiker ihrem scheidenden Dirigenten entgegenbringen.

Dienstag, 14.01.2020, 09:00 Uhr
Der Vorstand blieb in seiner Besetzung bestehen und präsentiert sich hier mit den geehrten Mitgliedern der Stadtkapelle sowie dem alten und neuen Dirigenten. Stabwechsel: Dirigent Jürgen Schmidt (kleines Bild r.) übergab seinen Taktstock an Thomas Renkhoff.
Der Vorstand blieb in seiner Besetzung bestehen und präsentiert sich hier mit den geehrten Mitgliedern der Stadtkapelle sowie dem alten und neuen Dirigenten. Stabwechsel: Dirigent Jürgen Schmidt (kleines Bild r.) übergab seinen Taktstock an Thomas Renkhoff. Foto: Nix

Der alte Vorstand ist auch der neue, wie nach den Wahlen deutlich wurde. Den Vorsitz behält Stephan Baackmann, Zweiter Vorsitzender ist weiterhin Sebastian Pliete, Schriftführerin Sarah Nürenberg, Kassiererin Mareike Völker und Beisitzerin Michelle Knitt.

„Für uns warst Du all‘ die Jahre der Maestro. Es gäbe unzählige Geschichten zu erzählen von hochkarätigen Konzerten bis hin zur Produktion von zwei CDs“, sagte Hubert Blaschke in Richtung des ehemaligen Dirigenten Schmidt . Er gab der Kapelle ein unverwechselbares Gesicht. „Mit insgesamt fünf Vorsitzenden hast Du im Laufe deiner Amtszeit zusammengearbeitet“, zählte Blaschke auf.

Baackmann überreichte dem „Maestro“ eine Holztafel mit dem Emblem der Stadtkapelle sowie der Aufschrift „Ehrendirigent Jürgen Schmidt“. Seine Ehefrau Heidi, die ihm stets den Rücken stärkte, bekam einen bunten Blumenstrauß überreicht. Schmidt war stets Takt- und Ideengeber, er hält mit 27 Dienstjahren den Rekord als Kapellmeister der Stadtkapelle. „Ich sage ganz herzlich im Namen aller Danke“, so Artmann.

Zunächst wirkte Schmidt ab 1977 als Klarinettist mit. Das erste Instrument, das ihm damals zur Verfügung gestellt wurde, gab er zum Abschied als Erinnerung an sein Wirken in einem gravierten Köfferchen zurück. Bevor er die musikalische Leitung übernahm, war der Kapellmeister bereits stellvertretender Dirigent, ebenso bekleidete er eine Zeit lang das Amt des Zweiten Vorsitzenden.

Blaschke bezeichnete es als „Glücksfall für die Kapelle“, als Schmidt 1993 das Dirigat übernahm. Er habe sich nicht nur fachlich hervorragend eingebracht, sondern passe auch menschlich gut zu den Mitgliedern. Privat genießt der ausgebildete Musiker auch mal gern einen Whiskey und bastelt an seiner riesigen Modelleisenbahnlandschaft.

„Das Thema Dirigentenwechsel, das manchen überraschte, haben wir offen und transparent kommuniziert“, sagte Schmidt. Jetzt herrsche unter Renkhoff naturgemäß sicherlich eine neue Gangart. In Zukunft gilt es, harmonisch zusammenzuwachsen und die musikalische Qualität noch weiter zu steigern.

„Ich werde oft gefragt, was ich jetzt machen werde“, so Schmidt. „Ich weiß es noch nicht genau“, bekannte er. Zunächst einmal freut er sich, mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können. An seine ehemaligen Musiker appellierte er: „Unterstützt die Arbeit des Dirigenten“ und „Das Herz der Kapelle schlägt im Probenraum“. Gerne denkt er an das „tolle Miteinander“ und das gute Zusammengehörigkeitsgefühl zurück.

Wieder standen Ehrungen auf dem Programm. 30 Jahre gehört Stephan Baackmann zur Stadtkapelle, für 25-jährige Mitgliedschaft wurde Gudrun Klein ausgezeichnet. Seit zehn Jahren gehören Antonia Leder, Claudia Benölken, Maresa Berkenbrock und Lisa Langenhorst dazu. Ihnen allen sprach der Vorstand seinen Dank aus.

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