Gelungene Premiere für den ökumenischen Neujahrsempfang der Kirchengemeinden im Katharinenhaus
Alles für ein lebendiges Miteinander

HorstmAR -

Mit mehr als 150 Gästen wurde der erste ökumenische Neujahrsempfang der Katholischen und Evangelischen Kirchengemeinde im Katharinenhaus zu einem vollen Erfolg. Dabei gab es eine Suppe für alle. Anschließend ging es um die Zukunft der Kirche in Horstmar und Leer, die ökumenisch sein soll.

Dienstag, 21.01.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 22.01.2020, 15:42 Uhr
Mit mehr als 150 Teilnehmern war der erste ökumenische Neujahrsempfang der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden im Vereinshaus der Bruderschaft St. Katharina sehr gut besucht.
Mit mehr als 150 Teilnehmern war der erste ökumenische Neujahrsempfang der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden im Vereinshaus der Bruderschaft St. Katharina sehr gut besucht. Foto: Neugebauer

Mehr als 150 Besucher kamen zum ersten ökumenischen Neujahrsempfang der Kirchengemeinden St. Gertrudis und Borghorst-Horstmar ins Vereinshaus der Katharinen. Über diese gute Beteiligung freuten sich Pfarrdechant Johannes Büll, Prädikant Alexander Becker , die Mitarbeitenden im evangelischen Presbyterium, im katholischen Pfarreirat und im Kirchenvorstand. Alle erlebten nach einer Suppe mit musikalischer Begleitung durch Jonas Timmerhues am Klavier eine ökumenische Vision für Horstmar und Leer, in der die Kirche eine Zukunft hat.

Kirchliche und weltliche Vereinigungen haben sich erfolgreich auf den Weg gemacht, Kirche lebendiger, ansprechbarer für alle Altersgruppen und aktueller zu machen. Dabei hat sogar Weihbischof Dr. Christoph Hegge den Akteuren vor Ort attestiert, dass das Vorgehen und die präsentierten Ergebnisse durchaus Modellcharakter für andere Gemeinden haben könne.

Der Pfarrdechant erinnerte daran, dass man vor etwa einem Jahr schon einmal zusammengekommen war und dabei Ideen für ein lebendiges Miteinander gesammelt hatte. Schon damals sei klar geworden, dass man die Zukunft von Kirche in Horstmar und Leer ökumenisch sehe und die Kirche dabei als gut vernetzter und verlässlicher Partner für alle Vereine, Gruppen, Institutionen und Parteien gelte. Seinerzeit wurden die drei Themenbereiche Tradition, Seelsorge und Service vorgestellt.

„Wir lösen jetzt unser Versprechen ein, zu berichten, was an konkreten Aktionen gelaufen ist und was in Zukunft laufen wird“, versprach der Seelsorger. Jutta Göcking erinnerte an die Ehrenamtsbörse, die von Aufgaben rund um den Gottesdienst über die Bücherei, die Caritasgruppe, den Besuchsdienst im Altenheim, Helfer bei „WiLmaS“ bis hin zur Mitarbeit bei der Integration reiche. Besonders häufig wurde das Thema Jugendarbeit und die Unterstützung für junge Familien genannt. Auf einer Tafel konnten sich Interessenten informieren, welche Aufgaben mit dem Ehrenamt verbunden sind.

Man habe auch versucht, die Jugendlichen auf modernen Kommunikationswegen zu erreichen. Der Erfolg sei bei der „Back-to-School-Challange“ beeindruckend gewesen, berichtete Prädikant Alexander Becker. „Diese Aktion wird in diesem Jahr wiederholt werden“ kündigte er an, dass es dafür bereits konkrete Planungen gäbe.

Aus der Analyse haben sich die Handlungsfelder Kinder und Jugend, Personal (Ehren- und Hauptamt) sowie Kasualien (kirchliche Amtshandlungen aus besonderem Anlass) und Gottesdienste ergeben. So will man den Nachwuchs besonders zwischen zehn und 15 Jahren neugierig auf die Kirche machen. Um das Verständnis, das Miteinander und die Verantwortlichkeiten zwischen haupt- und ehrenamtlichen Tätigkeiten zu klären, möglicherweise neu zu verteilen und sich gegenseitig zu fördern, geht es im Bereich Personal.

Für das Arbeitsfeld Kasualien und Gottesdienste haben sich die Leitungsgremien vorgenommen, den Gottesdienst als eine zentrale Aufgabe der Kirchengemeinden verlässlich, zeitgemäß und inhaltlich profiliert zu feiern. Als konkretes Projekt, vorgestellt von Ruth Hüsing, Esther Rehaag und Guido Maas, steht dafür „Eat an Pray“, oder anders ausgedrückt „Spazieren, genießen und ein bisschen Halleluja“, voraussichtlich am 22. März (Sonntag).

Wie Anne Telgmann berichtete, ist ein Band-Aid-Festival geplant. Dabei handelt es sich um ein Projekt internationaler Popstars, das 1984 mit dem Ziel gegründet wurde, Geld für die Opfer der Hungersnot in Äthiopien zu sammeln.

Gespannt sein dürfen alle Gemeindemitglieder auch auf das „biblische Gin-Tasting“ sein, das am 28. Februar (Freitag) im Borchorster Hof stattfinden soll. Dabei gehe es nicht um ein „Besäufnis“, betonte Alexander Becker.

Zum Thema „Sternenkinder“ wird es einen Arbeitskreis unter der Leitung von Andreas Schulte geben. Dabei geht es Kinder, die noch vor, während oder bald nach ihrer Geburt verstorben sind.

Bürgermeister Robert Wenking unterstrich das gute, gedeihliche Miteinander zwischen politischer und kirchlicher Ebene, angefangen vom Kindergartenbereich bis hin zur Altenpflege. „Wir lassen die Kirche im Dorf“, erklärte er.

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